Beiträge von Caissa

    Ich oute mich dann mal als Gassi-Fahrerin.

    Um uns rum ist überall Leinenpflicht. Um Freilauf zu ermöglichen muss ich entweder ein paar Minuten Auto fahren oder 45min durch hochfrequentiertes Gassigebiet mit engen Wegen und vielen Tut-Nixen - das wäre mit Balu noch ok, mit Reika geht das im Moment nicht wirklich.

    Ich fahre deswegen nicht täglich, aber sehr häufig.

    Ein Umzug ist in den nächsten Jahren geplant, da wird es dann definitiv ländlicher.

    Cool finde ich das gerade nicht und ja, ich habe über die Klimaschäden nachgedacht. Aber ehrlich gesagt ist das halt mein Hobby und das, was ich mir rausnehme. Dafür fahre ich nicht weit zum Training mit den Hunden, nicht weit zur Arbeit und ich fliege eigentlich nie. Ich könnte es natürlich noch besser machen, kann man ja immer, aber da kickt aktuell mein Egoismus, muss ich gestehen.

    Ich fand die Bilder aus dem Poledance-Studio nicht so problematisch.

    Das ist halt ihr Beruf und normaler Alltag für sie.

    Wäre sie Friseurin und der Hund hätte mit in den Salon gemusst, hätte man den Salon wohl auch gefilmt. Für mich gibts da keinen Unterschied.

    Bei Rübennase war die Story, die die Sendung erzählen wollte, halt ''die hat viele und auch noch bunte Hunde''. Da war keine Sendezeit für den Salon übrig.

    Das Spitz-Pärchen soll nun in die ''Instagrammer mit abgefahrenem Beruf'' Ecke gestellt werden, entsprechendes wurde gefilmt und gezeigt. Wenn man das versucht zu ignorieren und auf den Bildern möglichst nur den Umgang mit dem Hund anguckt, dann finde ich die beiden total in Ordnung.

    Flauschig Blaexe war ein Mann, meine ich. Also wenn, dann ist das seine Mutter gewesen, nicht Schwiegermutter :D

    Die Dackelfamilie finde ich authentisch und sympathisch. Das Spitz-Pärchen ist vielleicht ein bisschen selbstdarstellerisch, aber ich finde sie trotzdem nicht unsympathisch. Ich habe das Gefühl, die haben ein ganz gutes Bauchgefühl und entgegen Rütters Vermutung denke ich schon, dass der Spitz Erziehung genießen wird. Und der Hund selbst ist eh total goldig :herzen1:

    Bei den anderen drei Hunden... sagen wir mal, ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

    Die Art der Unterstützung ist für mich gar keine besondere Herausforderung. Dinge aufheben, bringen, Türen öffnen... Im Endeffekt sind das ja nur konditionierte Tricks. Für einen Hund, der gerne mit seinem Menschen kooperiert, ist das keine stressige Belastung, sondern tatsächlich nette Beschäftigung.

    Lediglich die Verträglichkeit ist ein Muss und sowas kann in den meisten Fällen mit viel Liebe und Geduld erreicht werden.
    Ich will den Hund ja nicht stundenlang in das Bett meines Bruders legen. Ich möchte nur, dass er nicht zuschnappt, wenn mein Bruder in sein Fell greift. Mein Bruder hat die Mentalität und Ausstrahlung eines kleinen Kindes und selbige sind ja eher selten ein Problem, wenn man bei der Anschaffung genau hinschaut.

    Du vergleichst deinen Bruder hier selbst mit einem Kind. "Mein Bruder hat die Mentalität und Ausstrahlung eines kleinen Kindes und selbige sind ja eher selten ein Problem, wenn man bei der Anschaffung genau hinschaut". Naja, doch. Für viele Hunde sind Kinder schon ein Problem, weil sie sich eben nicht wie erwachsene Menschen verhalten. Und die meisten Beißvorfälle passieren in genau solchen Konstellationen - Familinhund und Kind.

    Die meisten Hunde und Kinder können mit guter Anleitung gut zusammenwohnen, das stimmt. Aber miteinander alleinelassen sollte man sie mMn trotzdem nicht, denn dann fehlt die Anleitung ggf im entscheidenen Moment.

    Selbst der netteste Hund kann mal einen schlechten Tag haben, oder auch schlicht Schmerzen, die die Reizschwelle senken. Wenn dann aus Versehen grob ins Fell gefasst wird, kann es fürs Zuschnappen schon reichen.

    Und auch bei einem Hund mit sehr wenig Aggressionspotential und langer Leitung ist es wichtig, den Hund zu schützen. Denn nur weil er nicht schnappt heißt das ja nicht, dass er keinen Stress hat.

    Das muss ja nicht heißen, dass du keinen Hund haben kannst. Aber bitte überleg dir, wie du Hund und Bruder trennen kannst, wenn sie alleine Zuhause sind. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

    Balu meldet nicht, deswegen ist mit Reika bewusst ein Hund mit mehr Wachtrieb eingezogen.

    Melden ist hier erwünscht (Kläffen natürlich nicht), da ich unter der Woche alleine wohne und mögliche Einbrecher gerne wissen dürfen, dass hier aufgepasst wird :pfeif:

    Reika meldet klingeln und komische Geräusche vor der Haustür mit ein paar Wuffern. Im Garten werden Fremde gemeldet, die hinter unserem Garten langgehen - das ist aber auch in Ordnung, dort gehen nämlich nur alle paar Wochen mal Menschen, sie hat also Recht damit, es als komisch einzuschätzen. Unsere Nachbarn werden nicht gemeldet, nur selten mal vor Aufregung angewufft, wenn sie Reika über den Zaun begrüßen.

    Ich wohne in einem EFH in einer Sackgasse. Meine Nachbarn stört das Melden nicht, ich bekomme eher die Rückmeldung, dass meine Hunde zu wenig bellen :lol:

    Naja, du hattest doch geschrieben, dass die Bedürfnisse des Hundes eine Hauptrolle spielen sollten. Nicht umgekehrt. Für mich war es eben von Anfang wichtig dem Hund gerecht zu werden. Ihn altersgerecht körperlich und geistig zu beschäftigen. Ich hatte natürlich auch die Ruhezeiten eingehalten und darauf geachtet, dass er mir nicht innerhalb der Wohnung folgt. Er durfte sich jedoch in einem Raum mit mir aufhalten, wenn ich länger drin blieb. Ausnahme war hier das Badezimmer. Du meinst also ich sollte mich generell weniger mit dem Hund beschäftigen? Ich frage nur genauer nach, weil ich nicht so ganz verstehe was ich für ihn regeln soll.

    Die Kernfrage ist denke ich, was sind die Bedürfnisse des Hundes?

    Ist es nicht ein Bedürfnis, Sicherheit und Strukturen zu haben? Ein Leben mit mäglichst wenig Stress zu führen? Zur Ruhe kommen zu können, weil man nicht den Job hat, den Menschen zu verfolgen? Für mich würde die Bedürfnisorientierung dort ansetzen.

    Darum ist es auch gar nicht gemein oder schlimm, wenn dein Hund lernt, dich nicht zu stalken. Wenn du nicht ausschließlich um ihn kreist, damit er ja genau das richtige Maß an Beschäftigung bekommt. Denn am Ende wird er dadurch ausgeglichener sein, weil du ihm eine Last abnimmst. Vielleicht hilft es dir dabei, konsequenter zu sein, wenn du dir vor Augen führst, dass du dem Hund dauerhaft etwas Gutes tust, wenn du das Gestalke unterbindest.

    Ich glaube nach dem was du schreibst auch, dass du es total gut meinst mit deinem Hündchen. Und das ist toll! Aber es tönt in deinen Beiträgen ein bisschen so, als seist du in ein Extrem gekippt, bei dem du den ganzen Tag darüber nachdenkst, wie du es deinem Hund recht machen kannst. Dadurch gibst du ihm aber permanente Aufmerksamkeit (ja, die Racker merken es auch, wenn man sie bewusst versucht zu ignorieren, aber eigentlich über sie nachdenkt |) ). Und auch damit machst du es ihm schwerer, sich von dir zu lösen. Und das ist für euch beide keine gesunde Beziehung.

    Ich bin inzwischen echt zwiegespalten, was die Sendung angeht.

    Ich finde es an sich auch super, dass Rütter mit seiner Reichweite was zu dem Thema macht. Vor allem, da er in der Vergangenheit schon häufiger davon gesprochen hat, dass man unbedingt im TS schauen soll, wenn man einen Hund sucht. Da finde ich es logisch und gut, dass nach der Welpensendung diese Sendung kommt. Und einige Hunde haben ja auch ein schönes Zuhause gefunden: Amik und Sophie zum Beispiel, oder die rote Hündin (wie hieß sie noch gleich?).

    Aber trotzdem, wenn ich jetzt resümiere:

    - Bei einem Hund hatten die neuen Besitzer irgendwann Angst vor ihm, nach Aussage der Tierheim-Pflegerin musste die Rute wegen der durch die Sendung entstandenen Verletzung kupiert werden (Cooper)

    - Ein Angsthund ist abgehauen und man kann wahrscheinlich von Glück reden, dass man ihn überhaupt wiederbekommen hat (Axel)

    - Ein Hund hat einen anderen totgebissen (Mäuschen)

    Das sind drei von insgesamt vielleicht 10 (?) Hunden, die da vermittelt wurden.

    Ich glaube sofort, dass die neuen Besitzer jeweils ihr bestes gegeben haben. Und dass Unglücke passieren und jeder Mensch mal Fehler macht ist auch klar. Aber dass es doch im Vergleich zur Zahl der vermittelten Hunde so viele dramatische Entwicklungen gab lässt mich schon zweifeln, ob das wirklich alles nur Pech war oder ob nicht doch zu voreilig vermittelt wurde, weil man eben etwas zum Senden brauchte.

    Ich glaube schon, dass Rütter ernsthaft was Gutes tun wollte mit der Sendung. Ich unterstelle keinen bewussten Vorsatz. Aber irgendwo scheint es schief gelaufen zu sein.

    Es ist ja eine zweite Staffel in Planung. Ich hoffe, dass die Erfahrungen aus Staffel 1 dazu führen, dass sie bei jedem Interessenten einmal mehr hingucken.

    Tierarzt wäre auch meine allererste Anlaufstelle, schön, dass ihr das jetzt in Angriff nehmt!

    Du schreibst, dass deine Zusammenstellung von Pinkelstellen von 1,5 Tagen ist, also höchstens zwei Nächte? Und wenn ich mich nicht verzählt habe, hast du 30 (!) Stellen aufgeführt. Das ist viel zu viel, mMn wäre es auch für Markieren zu viel. Und ich frage mich auch, ob er überhaupt durchschläft, wenn er so oft pinkelt? Fehlender (Tief)Schlaf kann auch zu Stress führen, Stress wiederum zum Pinkeln...

    Was ich mich noch gefragt habe, hoffentlich habe ich es nicht überlesen: Hat er nachts Zugang zum Schlafzimmer oder schläft er alleine im Wohnzimmer? Falls letzteres wäre es natürlich auch eine Option, ihn mal im Schlafzimmer schlafen zu lassen und zu schauen, ob sich das Verhalten ändert. Alternativ wäre es sicher auch interessant, ihn nachts mal zu filmen, falls er nicht bei euch schläft.

    Das ersetzt den Tierarzt aber natürlich nicht! Sondern ist nur eine weiterführende Überlegung.