Meine Landseerhündin ist bald zwei Jahre alt.
Reika ist auch sehr aufmerksam und nimmt alle Bewegungen schon auf Entfernung wahr - ganz anders als zB mein Mixrüde, den sowas kaum interessiert.
Für mich ist es in Ordnung, wenn Reika die Umgebung scannt - so lange sie dabei ansprechbar bleibt, regelmäßig mit mir in Kontakt tritt und aufhört, etwas zu kontrollieren, wenn ich ihr signalisiere, dass das Objekt/Tier/Mensch in Ordnung ist. Von daher, wenn dein Rüde wirklich kontrolliert, dann würde ich das ständige Umschauen tatsächlich nicht dulden wollen. Einfach, weil ich erwarten würde, dass der Hund eine Sache nicht übermäßig im Auge behalten muss, wenn ich kommuniziert habe, dass das nicht nötig ist. Allerdings würde ich das nicht über das Halsband regeln (ich weiß nicht, wie dein Rüde ist, aber Reika würde das nur übergriffig finden und es würde die Anspannung erhöhen). Ich schaue mir Dinge, die Reika beachtenswert findet, einmal offensichtlich an. Signalisiere verbal und körpersprachlich, dass das keine Bedrohung ist. Und gehe dann ganz bestimmt, aber nicht angespannt, meinen Weg weiter. Bei uns ist das ganze noch lange nicht perfekt. Aber wir haben die besten Fortschritte bis jetzt darüber erzielt, dass ich Reikas Kommunikation ernst nehme, aber versuche, ihr die endgültige Bewertung abzunehmen.
Wenn ein Landseer Dinge eigenständig bewertet kann das durchaus im Pöbeln enden. Damit hatten wir auch immer mal zu kämpfen, wobei wir das aktuell gut im Griff haben.
Anders händle ich Unsicherheit. Wenn Reika durch etwas verunsichert ist, darf sie durchaus länger hinschauen und sich damit auseinandersetzen.
Wie äußert sich das "Kontrollieren" denn sonst in eurem Alltag? Wieso genau habt ihr die Trainerin kommen lassen, nur wegen des Umschauens?