Beiträge von Caissa

    Naja, die Box soll ja auch zum Stubenreinheitstraining benutzt werden. Sie soll sich dann ja melden wenn sie muss, und bei offener Tür kann sie ja auch einfach raus und irgendwo hinpiseln.

    Außerdem soll sie ja in aufgedrehten Momenten z.B. in der Box dann Ruhe finden, oder auch für's Autofahren muss die Box dann zu sein.

    Ich plane nicht, eine Box permanent zu nutzen, aber ich würde sie schon ganz gerne am Anfang für das Training nutzen, da es wohl doch viele Vorteile bietet.

    Ich werde jetzt aber wieder langsam rangehen, und die Tür immer offen lassen bis sie wirklich gerne Zeit in der Box verbringt. Habe einfach zu wenig Geduld gehabt..

    Kennst du viele Hunde, die nicht stubenrein geworden sind, weil die Besitzer keine Box benutzt haben? Ich kenne keinen einzigen. Ich hatte auch keine Box für meine Hündin, weil ich es für den Hund unangenehm finde, den Schlafplatz nicht wechseln zu können (Zwecks Gemützlichkeit und Thermoregulation). Außerdem muss der Hund nachts ja Wasser zur Verfügung haben (siehe Tierschutzhundeverordnung, aber ist ja auch logisch), also müsste die Box groß genug sein, dass der Hund gemütlich liegen kann, ohne dass der Wassernapf stört (oder umgekippt wird zB). Bei der Boxengröße kann ein Hund dann wahrscheinlich auch in eine Ecke pieseln und in der anderen weiterschlafen, wenn er will.

    Zum Ruhe finden: Dass Ruhen möchtest du ja vermutlich nicht nur Zuhause haben, sondern evtl auch mal außerhalb (in Bahn, Restaurant, wenn man draußen mal rumsitzt...). Wenn du das über eine Box aufbaust ist das finde ich unpraktisch, weil du die ja nicht immer mitschleppen kannst. Bei einem großen Hund wie einem Labbi erst Recht nicht. Wenn du also ein Objekt als Ruheort etablieren möchtest, dann würde ich eher zB eine Decke nehmen.

    Am Ende bleibt es deine Entscheidung, ob du eine Box benutzt. Aber nur mal als Perspektive: Wenn dein Hündchen die Box gerade scheiße findet und sie euch nicht hilft, dann ist es auch kein Beinbruch, sie wegzulassen (bzw nur im Auto zu nutzen). Es klappt auch ohne.

    Bellen, knurren, aufgestellte Haare und Zähne fletschen.

    Beim Bellen und knurren sind wir wieder bei verbalen Signalen - ja, die nutzen Hunde auch, das sind aber selten die ersten Signale, die gesendet werden.

    Bei der Piloerektion (aufgestellte Haare) geht man soweit ich weiß davon aus, dass sie unterschiedliche Ursachen haben kann (Erregung, Angst, Unsicherheit). Außerdem ist sie nicht bewusst steuerbar für den Hund, also kein gewolltes Zeichen von Aggression.

    Zähne zeigen - kann auch im spielerischen Kontext passieren. Kann auch Aggression bedeuten, ja. In dem Fall ist "fletschen" der Zähne aber auch eher ein späteres Signal, starten tun Hunde normalerweise subtiler.

    Bei der Körpersprache im Allgemeine kannst du nicht einzelne Signale nehmen und sagen "wedeln - freundlich" und "Zähne zeigen - aggressiv". Du musst dir den ganzen Hund anschauen (Blick und Blickrichtung, Muskelspannung, Körperschwerpunkt, Bewegungsrichtung...) und das Zusammenspiel aller Signale. Und dazu gehören kleinste Signale wie blinzeln, schnelles Lippenlecken und minimales Abwenden des Blickes zB.

    Edit: Samma, was tippt ihr eigentlich alle so schnell. Ich denk immer ich bin normal schnell und nach Absenden sind schon 15 andere Antworten da :ugly:

    Danke für deine Antwort @Free your Mind .

    Es freut mich, wenn die Worte hier dich zum Denken angeregt haben.

    Ich kann die negativen Reaktionen gut verstehen, tatsächlich läuft bei deinen Beschreibungen in meinem Kopf auch ein sehr unangenehmer Film ab. Besonders was das "Überreden" angeht und das Hinrennen deines Hundes zu angeleinten Fremdhunden. Hast du, was die beiden Dinge angeht, etwas mitgenommen? Der Aspekt ging hier finde ich etwas unter, aber es gab ja auch Hinweise zu Möglichkeiten, sich im Voraus mit HH zu verabreden, die Lust auf Kontakt haben (Dogorama, Facebook...). Kannst du dir vorstellen, dich vielleicht lieber mehr darauf zu fokussieren als darauf, Kontakt zu angeleinten Hunden auf euren täglichen Gassirunden einzuplanen?


    Ich gehe auch nochmal zur Körpersprache-Sache über, weil das wie ich finde auch ein wichtiger Aspekt ist:

    Wedelnder Schwanz, hecheln, fiepen, ziehen in unsere Richtung

    Schau, das beschreibt erstmal alles nur Aufregung. Da ist noch kein Signal dabei, das eindeutig Freude ist.

    null Aggression.

    Was würdest du als Aggression wahrnehmen?

    Ich stimme übrigens allen anderen zu - das "Nein" des fremden HH sollte genügend für dich, unabhängig von der Körpersprache der Hunde. Aber ich glaube trotzdem, dass dein Unverständnis den anderen HH gegenüber auch daherrührt, dass du die Körpersprache vielleicht zu einfach siehst (wedeln und fiepen = Freude) und dass ein größeres Verständnis hierbei dir auch helfen könnte, die anderen HH besser zu verstehen.

    Hallo @Free your Mind :winken:

    Zwei (Kombi)Fragen habe ich an dich. Mich würde deine ehrliche Antwort darauf interessieren, aber du kannst natürlich auch nur für dich alleine drüber nachdenken.

    Als erstes:

    Warum glaubst du, dass es realistisch ist, dass deine Meinung 'stimmt' und alle anderen User auf inzwischen 34 Seiten Quatsch erzählen? Unabhängig vom inhaltlichen Thema, findest du das logisch? Ich wundere mich tatsächlich, dass es dich nicht irritiert, dass so viel Gegenwind kommt. Also du schreibst zwar, du hättest mit anderen Antworten gerechnet. Aber hört die Irritation dort auf? Gibt es keinen kleinen Zweifel bei dir, dass du vielleicht doch Unrecht haben könntest, wenn die Antworten von so vielen langjährigen HH geschlossen anders sind?

    Ich weiß nicht ganz genau, wie viele kommentiert haben. Ich hatte den Thread aber abonniert und laut meiner Benachrichtigung haben in den letzten ca. 20 Seiten 82 Personen kommentiert. Dich rausgerechnet und die glaube ich eine (?) andere Person, die dir zustimmt, ist das doch eine sehr große Überzahl, meinst du nicht?

    Edit: Nein, man muss nicht ungefragt der Mehrheitsmeinung folgen, sage ich auch nicht. Ich frage mich wirklich nur, warum du deine Meinung nicht zumindest kritisch hinterfragst, wenn solche Reaktionen kommen. Mich würde es sehr verwundern, wenn ich bei einem Thema so eindeutige Rückmeldungen bekomme und ich würde meine Meinung zumindest mal sehr kritisch hinterfragen.

    Als zweites:

    Gestern wieder. Indiana ist eine Deutsche Schäferhündin und wir sind einer anderen Deutschen Schäferhündin begegnet. Sie hat von weiten schon gejammert und man hat gesehen, dass sie zu uns hin möchte. Aber Frauchen hat schon 10 Meter bevor sie bei uns waren die Straßenseite gewechselt. Ich habe dann gerufen, dass es ok ist. Frauchen meinte nur, dass sie keinen Leinenkontakt möchte.... Wieso???

    Woran siehst du, dass ein Hund a) zu euch hinwill und b) die Intention hat, positiven Kontakt aufzunehmen?

    Jetzt nur von diesem Beispiel ausgehend: Meine Hündin jammert auch mal, wenn sie andere Hunde sieht. Die ist aber ein oller Kontroletti und will meistens nicht hin, um Hallo zu sagen, sondern um sich mit breiter Brust vor den anderen Hund hinzustellen und einmal zu signalisieren, dass sie der Obermufti im Viertel ist.

    Bisher wirkt es so, als sei dir gar nicht bewusst, wie subtil hündische Körpersprache ist. Du sprichst viel über verbale Zeichen, diese nehmen aber eine deutlich untergeordnete Rolle ein in der hündischen Kommunikation.

    Deswegen würde mich interessieren, woran du meinst, erkennen zu können, was sowohl deine als auch Fremdhunde in den Begegnungen kommunizieren. Was tun sie (körpersprachlich) und welche Schlüsse ziehst du daraus?

    1. aber natürlich müsstest Du ebenso in der Lage sein, immer mit dem Hund souverän um- und auch rausgehen zu können. Meine Nachbarin hat einen Ridgeback, sie geht immer mit dem Hund. Und eines Tages ist sie im haus über irgendwas gestürzt, einige Tage Krankenhaus, Schulterblatt gebrochen. Stell Dir das bei Deinem Mann vor = wer geht dann mit dem Hund? DU!

    Wäre es einfacher, wenn die TE mit dem Hund rausgehen kann? Sicherlich!

    Aber muss sie das können? Ich finde nicht, wenn das mit dem Mann wirklich eindeutig besprochen ist. Dann muss man natürlich einen anderen Plan B für Krankheitstage des Mannes haben. Ist umständlich, klar, aber letztendlich sind das genau die Eventualitäten, um die man sich auch kümmern muss, wenn man alleine lebt und Hunde hält.

    Also speziell fürs Gassigehen ist ein kleinerer Hund mMn nicht notwendig.

    Die anderen Einwände hier sind aber natürlich absolut gerechtfertigt. Der Umgang zuhause sollte auch ohne den Mann problemlos funktionieren, inklusive Kontrolle des gewünschten Wachtriebs.

    Und zum Thema "Hund schützt Familie in der Nacht" wurde ja auch schon alles wichtige gesagt: Ist weder sinnvoll noch erlaubt, dafür einen 'Schutzhund' zu haben.

    Meine Caribena versicolor, Wuddi. Eingezogen in der 3. FH und hat sich glaube ich 4 mal gehäutet inzwischen.

    Wuddi ist ein Liebling meiner Neffen und Nichten, weil er/sie sehr offensiv auf Futtertiere zugeht. Also sobald sich was im Terra bewegt ist Wuddi unterwegs und holt es sich ab. Wasser wird beim Nachfüllen auch gerne angegriffen. Meine anderen Spinnen sind da deutlich defensiver und langsamer.

    Wuddi ist außerdem ziemlich selbstbewusst, eigentlich immer draußen zu sehen und spinnt direkt nach Umsetzen in ein neues Terra sofort los. Auch da brauchen andere meiner Spinnen deutlich länger, um sich zu akklimatisieren.

    Unten rechts sieht man meinen improvisierten Wassernapf in Form eines Flaschendeckels. Nicht hübsch, aber billig :pfeif:

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    Hast du mal nach dem Stichwort "Welpenblues" gesucht?

    Obwohl dein Neuzugang kein Welpe ist, finde ich, dass das bei dir sehr ähnlich klingt.

    Vielleicht hilft es dir, zu lesen, dass du nicht alleine bist mit solchen Sorgen.

    Oskar ist noch ganz neu. Alles ist anders. Du vermisst sicher euren Balu. Mach dich nicht fertig, nur weil du Zeit brauchst, dich an die neue Situation zu gewöhnen. Atme mal tief durch und tu was, was dich entspannt. Hör Musik, nimm ein Bad, iss etwas Schoki. Ich hatte den "Welpenblues" in abgeschwächter Form nach Einzug meiner Hündin auch. Ich bin kein Mensch, der ab Sekunde 1 ganz tiefe Gefühle für den neuen Hund hat. Ich brauchte bei beiden meiner Hunde etwas Zeit, mich an sie zu gewöhnen und das Gefühl zu bekommen, dass sie richtig zur Familie zu gewöhnen. Aber bei beiden kam das natürlich irgendwann.

    Nimm es Tag für Tag, mach schöne Dinge - alleine oder mit den Hunden. Hab kein schlechtes Gewissen. Alle müssen sich jetzt einmal umgewöhnen, das ist vollkommen normal und kein Grund zur Sorge.

    Das wird schon :nicken: :streichel:

    Zum Thema "große Hunde festhalten" gab es vor nicht allzu langer Zeit einen Thread, vielleicht magst du dich da mal durchlesen:

    Sora
    29. Dezember 2021 um 22:45

    Für mich persönlich ist der Stand das wichtigste. Sicherer Stand, nicht auf rutschigen Untergrund, eigenen Körperschwerpunkt kontrollieren, ordentliche Schuhe (bei letzterem bin ich immer schlecht, ist aber eigentlich sinnvoll). Versuchen, aktiv zu agieren. Also nicht nur gegenhalten, sondern vor die Bewegung kommen und den Hund körpersprachlich zurückschicken - damit du nur kurzfristig das Gewicht halten musst, aber nicht dauerhaft.

    Aber das sind nur ein paar Kurztipps, in dem Thread stehen noch einige andere, tolle Hinweise.

    Insgesamt denke ich aber auch, dass du um einen Hundetrainer nicht herumkommst.

    Und ich würde mich an deiner Stelle auch der Grundsatzfrage stellen - willst und kannst du es dauerhaft leisten mit beiden Hunden? Ja, Hunde kaufen und schnell wieder abgeben ist nicht toll. Aber wenn du wirklich überfordert bist und sich das nicht schnell ändert, dann wird das auch bedeuten, dass du den Hunden dauerhaft nicht gerecht wirst. Und das meine ich nicht böse, sondern finde das nur ganz logisch. Du gehst nicht gerne mit ihm, du fühlst dich nicht sicher, also werden die Runden kürzer und der Spaß weniger (und ja, das merken Hunde).

    Ich drücke natürlich die Daumen, dass du zusammen mit einem Trainer eine andere Lösung findest, es besser wird und beide bleiben können! Aber wenn das nicht passiert, dann würde ich für den Rüden eine Abgabe besser finden als ihn unter diesen Umständen zu behalten.