Beiträge von Caissa

    So sehr ich deine Zwickmühle und Sorgen verstehen kann - du bist da nicht in der Verantwortung und du kannst auch nicht wirklich was tun, wenn die Halter keinen Handlungsbedarf sehen.

    Ich glaube, du planst genau das richtige. Die Betreuung unter diesen Umständen beenden, auch durchaus ehrlich sagen, warum. Aber dich dann auch wirklich rausziehen.

    Ob du die Halter in einem Gespärch überzeugen kannst? Ich halte es für unwahrscheinlich, egal, was du sagst. Trotzdem würde ich zum Abschluss das Gespräch suchen, klar. Das kann man ja auch gut vorbereiten, sich vorher einmal notieren, was die Hauptargumente sind und was du nochmal betonen möchtest. Sowohl sachlich (er hat Verhalten x mit Körpersprache y gezeigt, deswegen schlussfolgere ich z) als auch dein persönliches Empfinden - du siehst eine krasse Entwicklung und kannst ihn unter diesen Umständen nicht mit gutem Gewissen weiter betreuen. Letzteres reicht als Argument immer aus.

    Du verlässt vielleicht ein sinkendes Schiff, aber es ist halt auch nicht dein Schiff. Und du bleibst ja mit deinem Rettungsboot in der Nähe und wärst bereit, nochmal Trainertipps weiterzugeben oder dich mit ihnen zu beraten. Mehr kannst du aber auch nicht tun. Da nur die Besitzer das Schiff vorm Sinken retten könnten bringt es nichts, wenn du mit ertrinkst. Und von deinem Rettungsboot aus kannst du ja weiter darauf hoffen, dass sie die Erkenntnis haben, wie ernst es ist und dass sie dann anfangen zu handeln.

    Leonberger habe ich jetzt nicht so viele in meinem Umfeld wie Landseer. Aber zumindest in meiner Erfahrung ist die Wasseraffinität bei den Landseern stärker ausgeprägt. Oder zumindest zuverlässiger. Bei den Leos kenne ich auch welche, die mit Wasser eigentlich gar nichts anfangen können. Bei den Landseern kenne ich das eigentlich nicht, die finden Wasser auf die eine oder andere Art alle toll. Ohne, dass sie darauf besonders geprägt wurden.

    Dafür gibt's bei den Landseern deutlich sportlichere Exemplare. Der TE sucht aber ja einen stoischen, dickköpfigen, unaufgeregten Hund... Das sehe ich eher bei den Leonbergern in meinem Umfeld. Nicht dass die Landseer jetzt alles nervöse Nervenbündel sind. Aber eher unabhängig, ernsthafter, sehr aufmerksam und auf zack. Wobei es da auch eine große Bandbreite gibt bei der Rasse.

    Wenn du schon von großen Fellmonstern schreibst. Ich sehe, dass du einen Landseer hast. Letztes Jahr haben wir einen riesigen Rüden getroffen und mein Racker, war noch jung, ist unter ihm glatt durchgerannt. Da dachte ich, das wäre nach den ganzen Berner Rüden auch eine Möglichkeit gewesen. Er hat wenig später einen Haufen gemacht. Schon wurde die kurze Überlegung zunichtegemacht

    Jaa, einige Landseer sind richtig hochbeinig :D

    Die Haufengröße ist hier zum Glück kein Problem. Oder zumindest gibt sie sich da mit meinem Berner Mix Rüden nicht viel :pfeif:

    Ich verstehe jetzt auch nicht, warum das Seite über Seite diskutiert wird. Der TE hat sich ja auch schon dazu geäußert.

    butyler Ich würde da an deiner Stelle mit den Züchtern ins Gespräch gehen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die bereits ihre eigenen Erfahrungen damit gemacht haben, Welpen ins Ausland zu verkaufen. Und sie könnten dir dann sicher auch sagen, welches Training sie vorher bereit sind durchzuführen und wie sie es bei vorherigen Welpen gehandhabt haben.

    So wie du das beschreibst, könnte ich mir vorstellen, dass du den Hund ganz unsicher machst, mit deiner eigenen Unsicherheit, ob es klappt.

    Ich finde den Hinweis durchaus wertvoll. Ich finde, wenn man an Problemen arbeitet, besteht immer die Gefahr, dass man sich selbst mit der eigenen Erwartungshaltung und Unsicherheit im Weg steht. Gerade bei Problemen, die sich schon länger etabliert haben. Die Erwartungshaltung beim Training, dass es nicht klappen wird, kommt da finde ich von ganz alleine - denn es klappt ja schon länger tatsächlich nicht. Und dass man unsicher wird, an sich selbst und den eigenen Methoden zweifelt, finde ich auch nur menschlich - und an sich ja auch eine super Reaktion, dass man versucht, die Methode an den Hund anzupassen! Trotzdem ist das ganze finde ich oft eine Gratwanderung. Zwischen "Ruhe und Souveränität ausstrahlen" und "die eigenen Methoden hinterfragen und an den eigenen Hund anpassen". Zwischen "optimistisch ans Training gehen" und "realistisch bleiben". Zumindest war das bei mir und meinen Hunden bisher bei allen Problemen so, die länger bestanden. Und darum halte ich es durchaus für sinnvoll, regelmäßig zu überlegen, ob man nicht dabei ist, in ein Extrem zu kippen. Also ob man sich vielleicht nur noch hinterfragt und gar keine Souveränität mehr ausstrahlt? Oder ob man vielleicht zu pessimistisch ist und mit der eigenen Erwartungshaltung dem Hund schon signalisiert, dass es nicht klappen kann?

    Ich will jetzt absolut nicht sagen, dass du dir das Problem nur einbildest oder dass das ganze gelöst ist, wenn du das entspannter siehst. Wäre das so leicht mit dem Training, dann hätte ich mit meinen Hunden einige Problemchen auch nicht mehr :pfeif: aber trotzdem halte ich die Gefahr, dass die eigenen Unsicherheit ein Faktor ist, der dem Training im Weg steht, durchaus für real.

    inwiefern sie hier die Chefrolle übernehmen kann.

    Unsere Hundeschuletrainerin war auch der Meinung, dass Freya hier einfach mal den Chef raushängen lassen will, hat uns zum Ignorieren geraten, notfalls mit Wasser spritzen.

    Mir ist das ins Auge gestochen. Ist das so die Theorie eurer Trainerin, dass Hunde gerne Chef sein wollen? Hunde sind Opportunisten, ja. Die schauen sich an, wie euer Sozialgefüge funktioniert und verhalten sich dann so, wie es für sie am meisten Vorteile bringt. Aber sie laufen nicht durch die Welt und haben das tiefe Grundbedürfnis, "Chef" zu sein. Löst euch bitte von dem Gedanken, falls es wirklich so ist, dass das ein größerer Teil eures Trainings mit der Trainerin ist.

    Mein Partner meint, ich müsse auf das Bellen reagieren, da der Hund ja offensichtlich ein Bedürfnis hat und ich das ermitteln/mich darum kümmern muss.


    Ich bin der Meinung, dass unser Hund vielleicht durch die Krankheitszeit dabei ist, zu lernen, dass er mit Rabatz machen seine Menschen schön dazu bringen kann, ihm Unterhaltung zu bieten. Ich glaube nicht, dass ich alles stehen und liegen lassen sollte, wenn unserem Pubertier gerade danach ist

    Ich finde, die Wahrheit liegt da in der Mitte. Wenn ihr wisst, dass es ein Stubenreinheitsproblem gibt und ihr Verhalten auch schon gesundheitliche Gründe hatte, dann würde ich sie jedes Mal rausbringen, wenn sie "meldet". ABER: Draußen ist dann kein Rambazamba, kein Spiel, kein langer Spaziergang... Sondern ich würde ruhig und entspannt anleinen, zur nächsten möglichst langweiligen Lösestelle gehen, da 2 Minuten doof ohne Action rumstehen und dann wieder reingehen. Dann kann sie sich lösen, wenn sie muss. Und falls sie nicht musste, hat sie keinen Erfolg damit gehabt, sich Aufmerksamkeit und Beschäftigung zu erheischen.

    Wenn sie sich dann noch oft lösen muss, dann ist ein erneuter Gesundheitscheck sicher nicht verkehrt.

    Zudem hat sie panische Angst vor Fliegen, wenn sich mal eine in die Wohnung verirrt uriniert sie unter sich und versucht die Wohnung zu verlassen (sie kann Türen öffnen).

    Vielleicht liegt genau da die Ursache für das Problem mit dem Alleinebleiben? Mein Rüde hat auch Angst vor Fliegen (zum Glück nicht so schlimm wie deine Hündin). Da merke ich in den Sommermonaten auch sehr deutlich, dass viel häufiger Fliegen im Haus unterwegs sind. Vor allem die lauten, gut hörbaren Fliegen gibts hier fast nur im Sommer.

    Vielleicht ist sie deswegen generell unsicherer und hat Angst, wenn ihr nicht als Anker für solche Momente zur Verfügung steht? Nur eine Idee.

    Ich konnte bisher keinen speziellen Auslöser festmachen, weshalb sie manchmal die Einrichtung zerstört.

    Auch das könnte ja dazu passen. Wenn in eurer Abwesenheit eine Fliege unterwegs war, dann dient das Zerstören evtl dem Stressabbau.