So sehr ich deine Zwickmühle und Sorgen verstehen kann - du bist da nicht in der Verantwortung und du kannst auch nicht wirklich was tun, wenn die Halter keinen Handlungsbedarf sehen.
Ich glaube, du planst genau das richtige. Die Betreuung unter diesen Umständen beenden, auch durchaus ehrlich sagen, warum. Aber dich dann auch wirklich rausziehen.
Ob du die Halter in einem Gespärch überzeugen kannst? Ich halte es für unwahrscheinlich, egal, was du sagst. Trotzdem würde ich zum Abschluss das Gespräch suchen, klar. Das kann man ja auch gut vorbereiten, sich vorher einmal notieren, was die Hauptargumente sind und was du nochmal betonen möchtest. Sowohl sachlich (er hat Verhalten x mit Körpersprache y gezeigt, deswegen schlussfolgere ich z) als auch dein persönliches Empfinden - du siehst eine krasse Entwicklung und kannst ihn unter diesen Umständen nicht mit gutem Gewissen weiter betreuen. Letzteres reicht als Argument immer aus.
Du verlässt vielleicht ein sinkendes Schiff, aber es ist halt auch nicht dein Schiff. Und du bleibst ja mit deinem Rettungsboot in der Nähe und wärst bereit, nochmal Trainertipps weiterzugeben oder dich mit ihnen zu beraten. Mehr kannst du aber auch nicht tun. Da nur die Besitzer das Schiff vorm Sinken retten könnten bringt es nichts, wenn du mit ertrinkst. Und von deinem Rettungsboot aus kannst du ja weiter darauf hoffen, dass sie die Erkenntnis haben, wie ernst es ist und dass sie dann anfangen zu handeln.