Beiträge von Caissa

    Trouble&Maya Wie gestresst ist denn deine Hündin dabei?

    Mein Ersthund war zB immer ziemlich gestresst, deswegen habe ich da sehr früh eingegriffen. Der hätte auch nicht geknurrt oder anderweitig Grenzen gesetzt. Wenn deine Hündin sauber kommuniziert, dann würde ich es erstmal laufen lassen und zulassen, dass sie eine Grenze setzt. Wenn das kleine Nervteil dann nachsetzt oder immer wieder hingeht, dann würde ich eingreifen.

    Ebenso wenn deine Hündin zB mal total entspannt schläft oder du im Gefühl hast, dass sie gerade einfach ihre Ruhe braucht. Auch dann würde ich schon im Voraus eingreifen, damit sie genug Ruhe hat.

    Also grundsätzlich finde ich schon, dass die Althunde auch mal eine Grenze setzen dürfen und ich würde nicht jede Kommunikation verbieten. Aber wenn es droht, dass der Althund übermäßig genervt oder gestresst wird, dann würde ich ihm mehr abnehmen. Kommt also wirklich drauf an, wie die beiden Hunde drauf sind und was sie leisten können.

    Ich finde schon, dass was ankommt.

    Es wurde ein Trainertermin gemacht und die bisherigen Methoden beim Beißen wurden verändert. Der Welpe wird weniger hochgehoben und angefasst. Und es ist offenbar auch die Bereitschaft da, sich beim Tierarzt über die gesundheitlichen Aspekte zu informieren. Zumindest suggeriert das diese Frage für mich:

    Ab wann kann man den kontrollieren ob sie später Probleme bekommen wird? Kann ein Tierarzt da jetzt schon was dazu sagen?

    Und vor allem: Die TE antwortet immer noch regelmäßig und stellt Fragen. Ja, klingt banal, aber wenn sie keinen Bock auf Input und Meinungen hätte, dann hätte sie schon längst einfach aussteigen können.

    Man erhält nicht innerhalb von drei Tagen ein gutes Basiswissen, vor allem nicht, wenn man schon so viele falsche Vorstellungen im Kopf hat. Wichtig ist die Bereitschaft, etwas dazuzulernen und seine Vorstellungen zu verändern. Ich sehe die hier durchaus, sonst würde ich nicht mehr schreiben. Die Mühe würde ich mir nicht machen, wenn ich wirklich denken würde, die TE würde gar nichts verstehen.

    Selinchen Gibts jetzt noch konkrete Fragen von eurer Seite? Dinge, die ihr nicht verstanden habt oder Behauptungen, für die ihr gerne Quellen hättet? Vielleicht braucht ihr Hilfestellung, welche Fragen ihr beim Trainertermin (und beim nächsten Tierarzttermin) stellen solltet?

    Jetzt kommt wieder der Punkt in einem langen Thread, in dem ich das Gefühl habe, die TE kann eigentlich gar nicht das `richtige` schreiben.

    Und von dem „eine“ Operation bezahlen fang ich mal gar nicht erst an

    Das `eine` zB hätte ich jetzt so gelesen, dass sie in dem Moment, in dem eine OP nötig ist, diese auch zahlen würde. Sie hat nicht gesagt, dass sie das nicht auch mehrfach tun würden. Weiß man nicht, wie es gemeint ist. Aber warum fragt man dann nicht einfach nach, bevor man sich darüber ärgert?

    Doch, es ist euer aktuell größtes Problem! Das andere existiert nicht, ihr habt keinen aggressiven Hund. Egal wie ihr es dreht und wendet.

    Und hier denke ich mir: Bevor das Qualzucht Thema anfing hatte der Thread doch schon, keine Ahnung, 30 Seiten? Das war doch nicht so, weil es sonst kein Problem gibt. Es wurde auch schon vor dem Qualzucht Thema zur Abgabe geraten.

    Nein, der Hund ist nicht aggressiv. Er ist ein normaler Welpe. Und trotzdem gibt es ein Problem, weil die Familie nicht weiß, wie sie damit umgehen müssen, weil sie gestresst sind und vor allem auch der Hund ziemlich sicher gestresst ist. Spätestens dann, wenn er nach draußen muss.

    Ich finde es verständlich, dass Qualzucht hier Thema geworden ist. Aber ich würde es schade finden, wenn dass jetzt alles einnimmt, denn es ist nicht das einzige Problem (bzw nicht die einzige Facette, denn meistens hängen Probleme ja auch zusammen).

    Ab wann kann man den kontrollieren ob sie später Probleme bekommen wird? Kann ein Tierarzt da jetzt schon was dazu sagen?

    Anstatt jetzt immer weiter auf Selinchen draufzukloppen, vielleicht kann einfach die Frage beantwortet werden? Das hilft dem Hund doch am meisten. Ich würde es tun, aber ich kenne mich nicht wirklich mit dem Thema aus, kann also nur sagen, was ich aus dem Bauch heraus tun würde.

    Ich würde vermuten, es ergibt Sinn, das jetzt schonmal beim TA anzusprechen und dann nochmal im Erwachsenenalter. Und natürlich bei jeder Auffälligkeit:

    Schlafen im Sitzen, Schlafen mit etwas im Mund, hörbares Atmen, schnarchen, lächelndes Hecheln mit aufgerollter Zunge...

    Stimmt das so, oder was sagen diejenigen, die sich damit besser auskennen?

    Edit: Um welche speziellen Tests sollte man beim Tierarzt bitten, und in welchem Alter (oder nach welchen Symptomen)?

    Bei Zerrspielen bin ich unsicher. Das sollte man ja eher nicht so machen, oder? So lernt Hund doch das er Dinge verteidigen darf?

    Nein, keine Sorge. Das können die schon gut unterscheiden, ob ihr da gerade ernsthaft um etwas ringt oder spielerisch.

    Im späteren Verlauf (nicht in der Beiß-Umlenk Situation) kann man über Zerrspiele finde ich sogar ein super Aus aufbauen.

    Also wenn sie an Zerrspielen Spaß hat, go for it. Wichtig ist doch, dass ihr jetzt möglichst viele Momente schafft, in denen ihr zusammen mit ihr die Zeit genießt. Gemeinsames Ruhen oder Spielen bietet sich dafür super an.

    Warten wir doch erstmal ab, was die Trainerin sagt. Der Welpe hatte einen sehr bescheidenen Start ins Leben - aber nicht nur durch die TE, sondern bereits durch die Verkäuferin. Trotzdem kann hier doch noch keiner abschätzen, ob der Hund wirklich für immer Probleme haben wird. Ist möglich, natürlich. Aber wir kennen doch wahrscheinlich alle Hunde, die trotz aller Widrigkeiten noch richtig coole Socken geworden sind.

    Zumindest bisher klingt das Verhalten des Welpen doch normal für die Umstände, in denen er bisher gelebt hat.

    Ob sich das ändert, wenn man mit Trainerunterstützung vernünftig mit ihm arbeitet? Möglich ist es mMn schon. Es gibt dafür absolut keine Garantie! Aber trotzdem kann man doch jetzt nicht übers Internet prophezeien, dass der Hund für immer Probleme mit einem Familienalltag haben wird.

    Ich sehe es auch so, dass eine Bereitschaft da sein sollte, Energie und Mühe in das Tierchen zu stecken. Wenn das gar nicht so ist, dann wäre eine Abgabe definitiv besser! Aber aktuell ist es für die TE doch noch gar nicht abzuschätzen. Wie gesagt, ich würde da Mal die Trainerinnenmeinung abwarten. Die sieht den Hund ja in Wirklichkeit.

    Wer weiß. Vielleicht hat die TE der Trainerin aber auch von sich aus gesagt, dass sie das mit dem Wasser, werfen etc lassen werden. Immerhin hat die TE auch das hier geschrieben:

    Wir lesen all eure Antworten und schreiben uns die wichtigsten Tipps raus.

    Das kann natürlich alles heißen. Ist deswegen im Moment ziemlich viel Spekulation dabei, wie genau die TE+Familie aktuell mit dem Hund umgehen, was sie der Trainerin gesagt haben und was genau laut Trainerin bis zum Termin so bleiben soll.

    Vielleicht mag die TE ja nochmal berichten, wie sie es aktuell handhaben. Ansonsten bleibt einfach nur Daumen drücken, dass sie bei einer vernünftigen Trainerin gelandet sind. Gibt natürlich viele schlechte, aber ja nun auch nicht ausschließlich.

    Deswegen empfehle ich gerade Anfängern selten, sich zuerst über (Welpen)Erziehung zu informieren. Weil es eben zu allem zig Meinungen gibt und diese nicht selten schädlich sind, wenn man sie nicht einordnen kann.

    Körpersprache, Lerntheorie, Bedürfnisse eines Hundes. Das sind mMn die Grundlagen, mit denen man immer am besten startet. Wenn man dort ein Basiswissen aufgebaut hat, dann kann man irgendwann auch Erziehungstipps besser einordnen bzw. traut man sich dann vielleicht eher, aufs eigene Bauchgefühl zu hören und gewisse Methoden abzulehnen, auch wenn sie vermeintlich von Personen mit Ahnung empfohlen werden.

    Edit: Deswegen wäre das auch hier meine Empfehlung. Wenn bis zum Trainertermin nichts geändert werden soll (finde ich zwar schwierig, aber ist anscheinend so empfohlen worden), dann kann man die Zeit wunderbar dafür nutzen, sich Grundlagenwissen anzueigenen. Dann steht man auch beim Trainertermin nicht so hilflos da, sondern kann eher die richtigen Nachfragen stellen.

    Die Vorstellungen der TE sind doch größtenteils genau das, was leider in vielen Bereichen von Social Media genau so gezeigt wird.

    Wer jemals durch irgendwelche Hunde-Feeds gescrollt hat kennt diese unsäglichen "OMG - Hund und Kind - sooo süß :cuinlove: :cuinlove: " Posts, bei denen 95% der Hunde zeigen, die sich eindeutig unwohl fühlen und von Kindern bedrängt werden. Rassebeschreibungen sind auch oft voll von positiven Versprechungen (fast jede Rasse ist ohne Einschränkung der perfekte Familienhund, wenn man Beschreibungen glaubt).

    Allgemein gibt es immer noch soo viele, die denken, dass man alle möglichen Probleme nur mit Liebe lösen kann - und auf der anderen Seite gibt es genauso viele, die propagieren, dass Hunde einem auf dem Kopf rumtanzen und Rudelführer sein wollen, wenn man nicht streng genug ist.

    Wenn jetzt einige hier schreiben, dass sie noch nie jemanden mit so wenig Empathie über einen Hund haben schreiben sehen - ehrliche Frage, seid ihr nur im DF unterwegs? Das meine ich wirklich nicht böse, denn das wäre ja vollkommen in Ordnung! Aber ich wundere mich einfach sehr darüber, denn die TE ist für mich in dem Sinne nichts "Besonderes". Wenn man an anderen Stellen sich etwas im Hunde Social Media umschaut ist die Einstellung der TE normal (normal im Sinne, es ist keine Ausnahme).

    Liebe TE, ich finde es gut, dass ihr noch antwortet und dass ihr eine Trainerin kontaktiert habt. Der Ton hier ist harsch, aber es gibt viele wichtige Infos in diesem Thread. Zusätzlich gibt es andere Threads (der Welpenthread wurde glaube ich schon verlinkt), in denen ihr einfach mitlesen könnt und Infos aufsaugen könnt, ohne euch erklären zu müssen.

    Wenn ihr euren Hund behaltet, versucht unbedingt, euch von euren oberflächlichen Vorstellungen zu lösen und informiert euch bei seriösen Quellen über die Bedürfnisse, das Lernverhalten und die Körpersprache von Hunden, zusätzlich über die Gesundheit eurer Rasse. Das sind alles Grundlagen, die für euer gesamtes Zusammenleben mit dem Hund durchgehend wichtig sind, die es für euch alle entspannter macht und Stress verhindert.

    Seht euren Hund als individuellen Charakter und Familienmitglied, welches Aufmerksamkeit, Rücksicht und Schutz braucht sowie einen sinnvollen Rahmen, in dem er lernen kann. Das macht übrigens auch viel mehr Spaß - denn es ist einfach großartig, wenn man nach und nach die Besonderheiten, lustigen Angewohnheiten und speziellen Eigenschaften des Hundes kennenlernt. Jeder einzelne Hund ist toll und faszinierend, wenn man sich die Zeit nimmt, ihn als Persönlichkeit zu erfassen :smile:

    Ich würde mich freuen, zu hören, wie es bei euch weitergeht, wie der Trainertermin war und ob ihr das Hündchen behaltet.