Spontan würde ich Druck so definieren, dass er alle körpersprachlichen Signale umfasst, die den Hund dazu auffordert, zu weichen.
Das ist dann, wie immer, individuell, was ein Hund als Druck empfindet. Aber meist gehört da eben die typische Körpersprache rein, die zum weichen auffordert. Also zB groß machen, fixieren, Körper anspannen etc.
Zu viel Druck wäre für mich die Menge, die den Hund verunsichert, überfordert und in die Lage bringt, das gewünschte Verhalten nicht ausführen zu können (entweder, weil er den Menschen nicht versteht oder weil er einfach gerade nicht die Kapazitäten dafür hat).
Ein gewissen Grad an Druckausübung finde ich aber in der Hundeausbildung normal. Wenn ich Raum für mich einnehme, dann passiert das über Druck - denn der Hund soll weichen und einen bestimmten Raum nicht betreten.
Ich würde den Begriff von Zwang abgrenzen. Zwang geht für mich weiter und umfasst eigentlich alles, wo der Hund nicht nach seinem Willen agieren kann. Dafür gibt es verschiedene Mittel.
Druck verbinde ich aber hauptsächlich mit Körpersprache und evtl vereinzelt mit Hilfsmitteln, die ebenfalls zum weichen auffordern.