Beiträge von Caissa

    Wir hatten ein ähnliches Thema schonmal im Ohligschläger-Thread. Also "warum guckt man, wenn man (fast) nur kritisiert".

    Ich hab nicht nachgelesen, aber ich habe damals meine ich sinngemäß geantwortet, dass mich vor allem die Geschichten rund um die Menschen mit ihren Hunden interessieren. Was für Menschen holen sich was für einen Hund, was für Probleme gibt es. Wie kann man die Körpersprache in verschiedenen Situationen interpretieren. Außerhalb von solchen Formaten sieht man sowas ja selten dargestellt, in halbwegs guter Qualität. Außerdem kann man ja doch von jedem was mitnehmen, auch wenn man vieles nicht gut findet. Diese Antwort würde ich heute noch genauso geben.

    Rütter hat definitiv gute Seiten. Er macht auf jeden Fall auch gute Aufklärungsarbeit, zB beim Thema Qualzucht, Beschäftigung, Tierschutz. Ist das alles immer 100% richtig und perfekt? Sicher nicht. Welches TV-Format ist das schon. Aber es regt vllt einige zum Nachdenken an. Unterhaltsam finde ich Rütter auch. Und ich mochte seinen Umgang mit den verschiedenen Menschen immer, meist hat er einen guten Ton getroffen und Themen klar ausgesprochen, ohne respektlos zu werden. Schade finde ich es deswegen, dass er nur noch kommentiert - aber das wird seine Gründe haben. Ich hatte außerdem immer das Gefühl, dass er sich bemüht, oft zu betonen, dass das Training langwierig ist und es nicht damit getan ist, dass der Trainer 2 Knöpfe drückt.

    Trotzdem sehe ich inzwischen immer mehr seiner Aussagen kritisch - wahrscheinlich ist das auch eine normale Entwicklung bei einem Thema wie Hundeerziehung, bei dem es so viele Graubereiche gibt. Und ich finde es gut, kritisch über das Training zu diskutieren. Auch dabei kann man viel lernen (ohne, dass man jede Kommentatorenmeinung ungefragt übernimmt).

    Ich finde es schade, wenn einige hier das Gefühl haben, nicht (mehr) mitdiskutieren zu können. Ich hoffe, ihr tut es trotzdem. Denn gerade die unterschiedlichen Meinungen tun einer Diskussion mMn sehr gut. Falls ihr es aber zu negativ findet gäbe es sonst zB Facebook als Möglichkeit. Auf seinen Fanseiten sind (logischerweise) mehr positive Kommentare. Wie gesagt, ich fände es gut, wenn ihr bleibt. Das wäre nur eine Ausweichoption, falls ihr das wirklich nicht möchtet.

    Spontan würde ich Druck so definieren, dass er alle körpersprachlichen Signale umfasst, die den Hund dazu auffordert, zu weichen.

    Das ist dann, wie immer, individuell, was ein Hund als Druck empfindet. Aber meist gehört da eben die typische Körpersprache rein, die zum weichen auffordert. Also zB groß machen, fixieren, Körper anspannen etc.

    Zu viel Druck wäre für mich die Menge, die den Hund verunsichert, überfordert und in die Lage bringt, das gewünschte Verhalten nicht ausführen zu können (entweder, weil er den Menschen nicht versteht oder weil er einfach gerade nicht die Kapazitäten dafür hat).

    Ein gewissen Grad an Druckausübung finde ich aber in der Hundeausbildung normal. Wenn ich Raum für mich einnehme, dann passiert das über Druck - denn der Hund soll weichen und einen bestimmten Raum nicht betreten.

    Ich würde den Begriff von Zwang abgrenzen. Zwang geht für mich weiter und umfasst eigentlich alles, wo der Hund nicht nach seinem Willen agieren kann. Dafür gibt es verschiedene Mittel.

    Druck verbinde ich aber hauptsächlich mit Körpersprache und evtl vereinzelt mit Hilfsmitteln, die ebenfalls zum weichen auffordern.

    Da "Sitz" und "Platz" hier hauptsächlich von den Kids abgerufen wird ist es mir da ziemlich egal, ob die Hunde wieder aufstehen. Bzw ist es eigentlich sogar praktischer, wenn sie von alleine nach dem Leckerli wieder aufstehen, weil die Kids dann nochmal das Kommando und noch ein Leckerli geben können :lol: Würden die Hunde da immer sitzen bleiben und aufs Auflösen warten wäre das für die jüngeren Kids eher unnötig kompliziert.

    Wenn die Hunde dann doch mal in der Position bleiben sollen gibts tatsächlich ein Doppelkommando und ich hatte noch nie das Gefühl, dass sie das nicht verstehen.

    Würde ich Hundesport machen oder wäre ich häufig darauf angewiesen, dass die Hunde in der Sitz oder Platzposition bleiben, hätte ich das wahrscheinlich anders aufgebaut. Ist aber nicht so. Für mich ist es mit Bleib Kommando deutlich praktischer.

    Roberta hat aber vor ein paar Wochen ein neues Terra bekommen und hat dort in den Tagen nach dem Umzug ihre Haare verteilt.

    Ich kenne mich mit Vogelspinnen bis jetzt leider überhaupt nicht aus, magst mir kurz erzählen, warum sie das tut?

    Der nackige Böppes sieht ja schon speziell aus (ich bemühe mich, nicht zu kichern!) :nicken:

    Die Haare, die sie dort auf dem Hinterleib hat, sind Brennhaare. Die kann sie abstreifen um sich zu verteidigen, zB wenn Fressfeinde bedrohlich nah kommen. Sie schmeißt die dann mit den hinteren Beinen ab und wenn man sowas abbekommt, vor allem in die Schleimhäute, dann brennt das fies.

    Zusätzlich zum Abstreifen bei einem akuten Angriff können sie die Haare auch um ihre Höhle verteilen. Wenn dann ein Fressfeind dort rumschnüffeln würde, dann würde er die einatmen und weil das unangenehm ist würde er im besten Fall woanders hingehen. Ich nehme also an, dass sie die deswegen verteilt hat. Als eine Art Falle zur Abwehr :D

    Dazu kommt noch dass sie die Haare vor einer Häutung auch bereitwilliger abstreifen, weil die nach der Häutung ja wieder da sind. Passt also auch, dass sie sich jetzt kurz danach häutet.


    Die L. parahybana ist so langsam wieder unterwegs und hat zur Stärkung nach der Häutung erstmal getrunken

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    Man sieht auch ganz gut die Vorbereitungen, die sie vor der Häutung getroffen hatte. Sie hat etwas Erde umgeräumt (darum ist Dreck auf den Luftlöchern und im Wasser). Dann hat sie sich hinten in der Ecke einen Teppich gewebt und sich dort gehäutet.

    Na, wie geht es euren Spinnen?

    Bei uns ist gerade das große Häuten ausgebrochen. Seit kurzem verhalten sich mindestens 4 Spinnen eindeutig so, als wollten sie sich häuten.

    Gestern kam ich nach Hause und fand meine L. parahybana so vor:

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    Inzwischen ist sie fertig gehäutet und ruht. Man kann dabei ihren Herzschlag sehen, sehr spannend!

    Meine B. hamorii frisst seit zwei Wochen nicht. Nun hat sich auch ihr Hinterleib deutlich verfärbt, sie wird wohl die nächste sein. Ich sehe die deutliche Verfärbung zum ersten mal, weil noch keine Spinnen so eine große Glatze hatte. Roberta hat aber vor ein paar Wochen ein neues Terra bekommen und hat dort in den Tagen nach dem Umzug ihre Haare verteilt.

    So sah sie vorher aus (eigentlich war die Glatze sogar noch heller als es hier aussieht):

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    Und so jetzt:

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    Sorry mal wieder für die schlechte Qualität :ops:

    Ich gebe ehrlich zu dass ich von Landseern auch eher eine "gemütliche" Vorstellung hatte wie Rütter ja auch schreibt. Reika ist eine Landseerhündin - wie ist sie denn jetzt?

    Gibt solche und solche bei den Landseern. Es gibt den gemütlicheren Typ, noch dem Neufi sehr ähnlich (die Dana bei Rütter war ja glaube ich auch ein Neufi). Gibt bei den Landseern aber euch deutlich kernigere Typen, wachsamer, sportlicher. Reika ist eher letzteres. Aufmerksam, recht klein und schmal (für die Rasse), wachsam, sensibel, bewegt sich gerne... Aber mit Kindern zB inzwischen toll.

    Das sehr Gemütliche ist aber häufig auch eine Folge der Masse, habe ich das Gefühl. Gerade die Neufis sind ja meist sehr massig. Da leidet sicher irgendwann auch einfach der Bewegungsdrang, wenn man 70 Kilo oder mehr rumschleppt, und das ist nicht selten auch Übergewicht, nicht nur die Größe an sich. Die Dana war ja noch ein Welpe. Unter den Neufi Welpen gibts sicher auch welche, die von Tag 1 an eher phlegmatisch sind. Aber nicht alle. Am Ende sinds trotz der Rasse ja normale Welpen, die auch mal hochdrehen können. Nur steckt da halt von Anfang an mehr Masse hinter als bei anderen Hunden.

    Ich hab mir gerade noch mal das "best off" angesehen eben....das mit dem Neufundländer (Landseer?) Dana ist ja krass....wie die da abgegangen ist und in die Kinder reingeknappt hat....ob nicht vielleicht doch die Krankheit die man bei ihr festgestellt hat mitverursachend für dieses Verhalten war?

    Ausschließen kann man das sicher nicht.

    Allerdings war Reika auch ohne Krankheit sehr ähnlich drauf bzw wäre es gewesen, wenn sie nicht genug Ruhepausen und klare Rückmeldungen bekommen hätte.

    Also zumindest wenn ich mir angucke, was für Szenen gezeigt wurden. Kann natürlich sein, dass der Neufi im ganzen Alltag noch viel massiver und wirklich unnatürlich heftig war. Dann ist es sicher nicht unwahrscheinlich, dass die Krankheit eine Rolle gespielt hat.

    Friesen und tinker haben so derbe Puschel an den Beinen, dass die meisten damit probleme haben (ganz oft wird zu mir gesagt "oh, dein Friese hat ja fast gar keinen behang an den Beinen, das ist aber echt schade". Jo, ist ja auch ein Mix und ich bin heilfroh, dass er das nicht hat, auch wenn ich damit nicht zum "prestige" gehöre).

    Ich hab auch schon mitleidige Blicke dafür geerntet, dass Reika nur 42 Kilo wiegt. Und einige Besitzer der Riesenrassen erzählen wirklich immer beim Zusammentreffen ungefragt stolz von Gewicht+Größe ihrer Hunde.

    Ich finde das auch immer total absurd.

    Natürlich sind nicht alle so! Aber es gibt sie, und offensichtlich leider oft genug, dass es die Zucht beeinflusst.

    Seine jetzige Partnerin erzählt in ihrem Podcast immer von Abby als "ihrer" alten Hündin.

    Also hat sie die wohl entweder mitgebracht oder sie haben sie zusammen geholt.

    Aber selbst wenn Rütter einen Hund vom Züchter hätte würde sich das doch nicht zwingend mit seiner Einstellung widersprechen, oder? Ja, er betont oft, dass im Tierschutz viele tolle Hunde sind. Trotzdem produziert er auch eine Welpensendung, in der zum Großteil Züchterwelpen sind. Und ich hab ihn bisher noch nie sagen hören, man solle prinzipiell gar keine Züchter unterstützen. Oder gibts eine Quelle für so eine absolute Aussage seinerseits?