Spannend!
Für mich wäre das tatsächlich als einziges ein sinnvolles Argument für ein Verbot des Sports, wenn es statistisch klar bewiesen werden könnte, dass diese Hunde überproportional oft gefährlich werden und beißen. Und selbst dann müsste man sich erstmal weitere Faktoren anschauen, die zu diesem Anstieg führen könnten.
So lange die Statistik aber nicht einmal zeigt, dass solche Sporthunde auffälliger sind als andere Hunde, gibt es mMn überhaupt keine Basis, zu behaupten, dass die Hunde durch den Sport das Beißen lernen oder dass es so "oft schief geht", wie Rütter andeutet.
Meine Vermutung wäre, dass er da keine klare Trennung macht zwischen Menschen, die mit ihren Hunden organisiert im Verein trainieren und solchen, die mit ihrem 'krassen Mali' zuhause im Garten ohne Plan üben, irgendwo reinzubeißen. Denn bei letzteren kann ich mir schon vorstellen, das häufiger was schief geht.
Ist jetzt anekdotisch. Aber ich erinnere mich an eine Situation in einem Hundewald, wo wir auf ein Pärchen mit Mali-Mix trafen. Und während der kurzem Unterhaltung gab der Mann, stolz grinsend, auf einmal dem Hund das Kommando "Fass" und der Hund hängte sich in den aufgehängten Autoreifen 30cm neben mir. In dem Moment gab es keine Vorwarnung für uns und es standen noch 2 weitere Hunde und 3 Menschen in 3m Umkreis. Es ist nichts weiter passiert, aber ich fand das schon sehr befremdlich und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Typ im Verein organisiert Sport gemacht hat. Trotzdem würde der Hund evtl als "Schutzhund" im TH oder beim Trainer landen, wenn mal was passieren sollte. Und vermutlich hat Rütter mit solchen Hunden schlechte Erfahrungen gemacht und sortiert diese Hunde bei den IGP-Hunden mit ein.