Beiträge von Caissa

    Mich interessiert eure maßgebliche Meinung zum Thema „Positives Training“ bei Pferden.

    Ich habe schon häufiger gehört dass das bei Pferden ausschließlich nicht möglich ist. Wie sehr ihr das?

    Meinst du hier mit "ausschließlich" dass das Training nur über positive Verstärkung stattfindet? Dann würde ich sagen nein, ist es mMn nicht möglich. Genauso wie auch bei Hunden nicht. Man kann versuchen, mit möglichst viel positiver Verstärkung zu arbeiten, aber nicht ausschließlich (das endet schon da, wo das Ausbleiben einer Belohnung eine negative Strafe ist).

    Allerdings finde ich schon, dass man auch bei Pferden eine ganze Menge positiv machen kann. Vor allem, wenn man vom Boden arbeitet.

    Ich hab oft das Gefühl, dass es bei Pferden noch viel weiter verbreitet ist, fast nur über Druck (und Wegnahme von Druck) zu arbeiten. Und das finde ich manchmal etwas schade, dass gar nicht drüber nachgedacht wird, ob es bei gewissen Problemstellungen auch andere Wege gibt.

    Thema war in einer FB-Gruppe zum Beispiel vor kurzem ein Pferd, das laut Besitzerin auf gewisse Hilfen direkt mit Stress reagiert. Da kamen fast nur Vorschläge, das über Druck zu regeln. In die Richtung Gegenkonditionierung und Belohnung kam glaube ich gar nichts (müsste ich jetzt nochmal nachgucken).

    Natürlich ist Druck (und Wegnahme von Druck) nicht immer schlimm. Das gehört auch dazu. Aber ich habe schon versucht, mit meiner damaligen RB so viel wie möglich positiv aufzubauen. Die hat aber sonst auch sehr schnell dicht gemacht, war also ein guter Lehrmeister.

    ich hab nun einen PC der fürs Spielen gemacht ist und krieg nun die blöden Mo0ndkälber nicht :-(auf dem alten REchner brauchte ich nuir den Schnappsack aufmachen - auf dem Neuen muss ich dazu noch das F drücken und das Tier noch relativ lang im Visier behalten weil ich dreimal mit der Maus drehen muss scheinbar :-(

    Frier sie vorher ein, dann gehts leichter :winking_face_with_tongue:

    Bei uns gibts immer ein Geburtstagsfoto. Jo, ist nur für die Menschen relevant, den Hunden ists komplett wurscht. Wobei ne, gibt ja Leckerlis fürs Stillhalten. Also finden sie es eigentlich doch cool :D

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    An einem durchschnittlichen Arbeitstag sind meine Hunde 5 Stunden alleine. Manchmal auch länger, aber meine Grenze setze ich persönlich bei 6 Stunden am Stück. Würde es länger werden, organisiere ich eine Betreuung.

    Dabei bleibt es meistens, bei den anderen Tagesaktivitäten sind meine Hunde eigentlich fast immer dabei. Manchmal bleiben sie später am Tag, nach einem langen Gassi, nochmal 1/2 Stündchen alleine (Einkaufen oä). Normalerweise hänge ich das aber an die Arbeit.

    Meine Hunde bleiben zum Glück vollkommen entspannt alleine. Ich merke eigentlich kaum einen Unterschied, wenn ich nach Hause komme. Egal, ob es 2 oder 6 Stunden sind. Und auch egal, was die Tageszeit ist. Deswegen habe ich auch normalerweise kein schlechtes Gewissen, wenn sie alleine sind.

    Was es mMn nicht gibt: Fehlendes Bauchgefühl, dass die Menschen 'früher' (wann auch immer genau) gegenüber Tieren hatten. Finden hier wirklich einige, dass es den Hunden früher besser ging? Joa, man hat nach Bauchgefühl gehandelt, aber vieles wurde doch aus Bauchgefühl auch komplett falsch gemacht. Wenn ich an die Hunde meiner Kindheit denke (nicht nur die eigenen, auch die in der Umgebung), dann finde ich, waren die meisten ganz arme Säue. Da hat sich keiner so richtig geschert, wie es dem Hund ging. Der Hund muss sich halt dem Menschen anpassen, geht schon irgendwie. Klar, gab auch weniger Probleme mit den Hunden. Also, Probleme die der Mensch gespürt hat. Das lag aber nicht an irgendeinem mystischen, besonders tollem Bauchgefühl, sondern daran, dass a) die Anforderungen ganz andere waren (dann war der Hund halt mal jagen, kam ja nach n paar Stunden wieder). Und b), dass Menschen sehr viel mehr pragmatische Lösungen gefunden haben. Aber halt wieder nur, für sich selbst, nicht zwingend im Sinne des Hundes. Hund nervte in einer Situation? Wurde der halt ausgesperrt. Hund hat Durchfall? Wenn es überhaupt jemand merkte, dann wurde da auch einfach nix gemacht, so lange das Tier jetzt nicht halbtot wirkte. Hund leckt sich krampfhaft die Pfote blutig? Gabs Tabasco drauf oder einen Trichter an den Hund. Auf die Idee, mal zu überlegen, was die Ursache fürs Lecken ist, kam niemand. Alleinbleiben trainieren? Der Hund muss halt alleine bleiben, man geht arbeiten, da wurde nix trainiert.

    Ich finde der Umgang war viel mehr davon geprägt, dass den Tieren entweder gar keine Gefühle zugestanden wurden oder eben die Überzeugung da war, dass die Tiere sich dem Menschen anpassen müssen. Kein empathischer Umgang, kein tolles Bauchgefühl für die echten Bedürfnisse des Tieres. Wie gesagt, weniger Probleme die der Mensch bemerkt hat. Aber deswegen ging es ja nicht automatisch der Mehrheit der Tiere besser.

    Ich bin ja noch u30, klar. Also von den 70ern zB hab ich keine Erfahrungen. Aber ich kann mir schwer vorstellen, dass das in den Jahrzehnten vorher besser war.

    Was es mMn heutzutage gibt: Eine Flut an Informationen, die besonders Menschen, die alles 'richtig' machen wollen, zu überfordern scheint. Dabei setzt sich der Mensch dann so unter Druck, dass es in Stress für alle ausartet. Da fehlt dann aber nicht das Bauchgefühl mMn, sondern die Fähigkeit, die Informationen zu filtern und einzuschätzen. Ich finde das aber immer noch um Meilen besser als das 'früher'. Denn diese Menschen haben ja wenigstens den Willen, sich auf ihre Tiere einzulassen und deren Bedürfnissen zu entsprechen. Ist mMn eine bessere Basis, selbst wenn dann nicht alles direkt perfekt läuft.

    Ist irgendwie typisch. Vor ein paar Jahren hieß es "Auslastung, Auslastung, Auslastung", sicher auch befeuert durch die Sendungen von Martin Rütter. Jetzt schwingt das Pendel zurück und es geht um "Ruhe, Ruhe, Ruhe". Wie so oft sind Extreme problematisch und die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Genauso sehe ich es übrigens mit den Minutenregeln fürs Spazierengehen; auch die sehe ich immer kritischer. Am Ende führt es leider dazu, dass zu viele Menschen sich nicht mehr trauen, selbst Entscheidungen zu treffen. Stattdessen wird der Hund fast wie eine Maschine behandelt, die man richtig programmieren (die richtige Minuten/Stundenzahl treffen) muss.

    Dass Menschen immer mehr das Bewusstsein haben, dass Ruhe wichtig ist, damit der Hund die Reize der Umwelt verarbeiten kann, finde ich im Kern super. Aber der Trend zur Stoppuhr, genaue Stundenregeln und auch die verschiedenen Interpretationen von "Ruhe" sehe ich auch als Problem an. Gerade letzteres denke ich bei vielen Threads: "Ruhe" heißt für einige glaube ich "Tiefschlaf". Und wenn man dann noch an die x-Stunden Regeln glaubt, dann wirds halt stressig. Denn kein Hund wird 20 Stunden am Tag im Tiefschlaf verbringen.

    Es bleibt wohl nur, ans Bauchgefühl zu appellieren bzw Menschen zu ermutigen, ihren Hund zu beobachten und individuell zu entscheiden, was der richtige Weg ist.

    Ein Hausgemachtes Problem seit Tag 1? Ganz schön unwahrscheinlich.

    Wenn du ausschließt, dass es ein hausgemachtes Problem ist, was für Tipps erwartest du dann hier? Ernsthafte Frage, das ist jetzt nicht provokant gemeint. Dann bliebe ja nur etwas körperliches. Und damit bist du dann in einem Forum falsch.

    Was mich nur wundert: Wenn du meinst, dass es nicht hausgemacht ist, warum meinst du dann war es bei der Züchterin anders? Oder glaubst du, dass sie diesbezüglich lügt?

    Ich finde die Zeitangaben gar nicht so mega wichtig und ich glaube, es ist auch nicht hilfreich, wenn du dich daran so aufhängst. Viel wichtiger finde ich, wie man draußen unterwegs ist.

    Je nach Hund, Anforderungen und Reizdichte variiert es extrem, was 'zu wenig', 'zu viel' oder 'genau richtig' ist.

    Es wird ziemlich sicher keinen Knopf geben, den du drücken kannst und der direkt alle Probleme löst. Heißt: Es wird nichts bringen, etwas auszuprobieren und zu erwarten, dass er direkt danach entspannt zur Ruhe kommt. Du musst ein Pensum und einen Umgang finden, der langfristig für deinen Hund funktioniert. Und das wird dann auch erst nach einer gewissen Zeit eine Verbesserung bringen.

    Aktuell hat der Hund seit Wochen Schlafmangel und damit verbunden nicht genug Möglichkeiten, die aufgenommenen Reize zu verarbeiten. Kein Einzelerlebnis (wie ein langer Spaziergang, eine Spieleinheit oä) wird daran etwas direkt ändern. Dementsprechend ist es auch nicht sinnvoll, etwas einmal auszuprobieren und dann gleich zu sagen "probiert, bringt nix". Die Routine muss sich ändern, ebenso wie die Erwartungshaltung und dann kann er hoffentlich irgendwann besser zur Ruhe kommen.

    Ich würde es auch einfach weiter probieren, was für ihn passt. Aber eben nicht einmalig, sondern länger. Denn, doof gesagt, was hast du denn zu verlieren? Er leidet ja jetzt schon unter Schlafmangel. Der aktuelle Weg kann also nicht der perfekte Weg sein.

    Was genau hast du denn schon probiert?

    Du machst aktuell Sparprogramm, also das ist ausprobiert.

    Dann hast du eine Woche mehr gemacht (60min pro Tag).

    Was hast du noch so probiert? Hast du mal an den Ausflügen geschraubt (weniger, kürzer). An den Uhrzeiten? An den Kauartikeln?

    Und andere Frage, sorry, falls das schon irgendwo beantwortet wurde, aber ich habs nicht mehr präsent: Wie läufts mit dem Alleinebleiben?