Vielleicht ist "der Hund gibt so viel zurück" eine etwas schwierige Formulierung, weil das klingt, als würde/sollte das Tier mit Intention irgendwelche speziellen Dinge leisten. Und das passiert natürlich nicht, kein Hund denkt sich "weil ich hier leben darf, tu ich jetzt Sache X, um meinen Menschen etwas zurückzuzahlen".
Aber ich glaube, jeder Tierhalter erwartet, etwas zurückzubekommen: Mehr Lebensqualität. Niemand würde sich doch den Aufwand und die Kosten aufbürden, wenn man nicht für sich am Ende mit einer positiven Bilanz rausgeht. Das Positive kommt dann halt nicht als geplantes Geschenk des Tieres, sondern ist das gute Gefühl, dass man durch das Tier erhält. Ob das nun Freude über Eigenheiten des Tieres ist, dass man sich gesünder fühlt durch die Bewegung und frische Luft, dass man positive Auswirkungen bei anderen Menschen sieht oder dass man sich mit sich selbst gut und im Reinen fühlt, weil man einem Tier ein gutes Zuhause gegeben hat... Das ist vermutlich bei jedem Menschen anders. Aber ich denke, jeder zieht am Ende mehr positive als negative Gefühle aus der Tierhaltung (bzw wer es nicht tut, der überdenkt die Tierhaltung dann vermutlich nochmal). Und das ist für mich das, was das Tier (unbeabsichtigt, ohne aktive Handlungsplanung) zurückgibt.