Beiträge von Caissa

    Wir können die Gedanken unserer Tiere nicht lesen.

    Theoretisch kann alles, von dem wir glauben, dass es für die Tiere ok oder egal ist, für die Tiere eigentlich doch ein Problem sein. Soweit so gut.

    Die Frage ist also, welche Tätigkeiten wir von grund auf verbieten sollten, weil es absolut dramatisch wäre, wenn die eigene Interpretation "stört mein Tier nicht" in diesen Fällen falsch liegt.

    Und Zoophilie ist einer der Fälle, wo man da meiner Meinung nach gar nicht diskutieren muss. Man kann das Tier nicht fragen, also sollte es verboten sein. Immerhin geht es um sexuelle Handlungen. Selbst wenn also irgendein Pferdebesitzer es so interpretiert, dass sein Tier das alles total ok findet, dann ist alleine die theoretische Möglichkeit, dass er damit Unrecht hat, Grund genug, es zu verbieten.

    Ich kann meinen Hund auch nicht fragen, ob er gefärbt werden will, ob er sich mit seinem Halsband doof fühlt, ob er unsere Gassirunde mag etc. Da interpretiere ich sein Verhalten und schließe auf den Gemütszustand. Und das ist bei solchen Belanglosigkeiten auch absolut ok, denn selbst wenn man mal Unrecht haben sollte mit der Interpretation, dann ist das Resultat eben nicht annähernd so schlimm wie bei Zoophilie.

    Reika fand Auto fahren als Welpe auch nicht so toll. Eingestiegen wäre sie von alleine glaube ich auch nicht. Ich wollte aber, dass sie täglich Freilauf bekommt. Und da das vor unserer Tür nicht geht und ich sie nicht ewig tragen wollte, bis wir an einer entsprechenden Stelle sind (12 Kilo bei Einzug), sind wir täglich ein paar Minuten Auto gefahren.

    Ich muss zugeben, sie ist die ersten Male einfach auf meinem Arm gefahren. Ja, ich weiß, dass das verboten ist. Box fand sie erstmal aber auch doof, und wir sind nur wenige Minuten gefahren. Also hab ich es so gelöst. Sie hat dann auch immer Mal gemeckert beim Fahren, aber es wurde täglich besser. Und mit jeder Fahrt ging es ja auch zu einem Spaziergang, ist also immer was tolles passiert :smile: nachdem sie Auto fahren an sich nicht mehr so doof fand, ist sie in die Box im Kofferraum gewechselt. Die ersten Fahrten saß ich hinten und sie konnte mich sehen. Inzwischen liebt sie das Auto, steigt entspannt ein und pennt während der Fahrt.

    Ich wäre also auch eher für die "Hau-Ruck" Methode, so lange er Auto fahren nur doof findet und keine Panik hat.

    Reika fand Auto fahren als Welpe auch nicht so toll. Eingestiegen wäre sie von alleine glaube ich auch nicht. Ich wollte aber, dass sie täglich Freilauf bekommt. Und da das vor unserer Tür nicht geht und ich sie nicht ewig tragen wollte, bis wir an einer entsprechenden Stelle sind (12 Kilo bei Einzug), sind wir täglich ein paar Minuten Auto gefahren.

    Ich muss zugeben, sie ist die ersten Male einfach auf meinem Arm gefahren. Ja, ich weiß, dass das verboten ist. Box fand sie erstmal aber auch doof, und wir sind nur wenige Minuten gefahren. Also hab ich es so gelöst. Sie hat dann auch immer Mal gemeckert beim Fahren, aber es wurde täglich besser. Und mit jeder Fahrt ging es ja auch zu einem Spaziergang, ist also immer was tolles passiert :smile: nachdem sie Auto fahren an sich nicht mehr so doof fand, ist sie in die Box im Kofferraum gewechselt. Die ersten Fahrten saß ich hinten und sie konnte mich sehen. Inzwischen liebt sie das Auto, steigt entspannt ein und pennt während der Fahrt.

    Ich wäre also auch eher für die "Hau-Ruck" Methode, so lange er Auto fahren nur doof findet und keine Panik hat.

    Es geht doch um die Sachen die die Hunde auch betreffen.
    Aber ja ich finde es auch nicht besonders respektvoll Hunde beim Haufen machen zu fotografieren oder einen Deckakt ins Internet zu stellen. Obwohl das ja das Natürlichste der Welt wäre :lol: Irgendwo zieht doch jeder eine Grenze.

    Natürlich ist das Färben egoistisch :???: Sagt doch Lisa sogar selbst und alle anderen bisher auch. Etwas nach seinem Wunsch umzugestalten, so das es gefällt ist egoistisch. Was denn sonst?

    Ja, du hast Recht. Ich finde es auch vollkommen ok, die eigenen Grenzen zu ziehen. Ich verstehe nur nicht so ganz, wenn man erwartet, dass andere die gleichen Grenzen ziehen wie man selbst.

    Oder warum man Menschen, die andere Grenzen ziehen, unterstellt, die Tiere nicht zu respektieren.

    Wenn Lisa sagt "Ich mache das, weil ich es schön finde" ist das für mich kein Egoismus. Aber das ist dann wahrscheinlich auch Haarspalterei und kommt einfach darauf an, mit welcher Definition von Egoismus man arbeitet :smile:

    Aber hat denn alles, was du tust, Mehrwert für deine Hunde? Warum zB hast du ein Profilbild deiner Hunde hier eingestellt? Das hat keinen Mehrwert für die Hunde. Vielleicht verurteilt sogar irgendjemand das Bild, weil es so aussieht, als wären deine Hunde am Kämpfen. Nein, ich denke nicht, dass sie kämpfen. Aber es könnte jemand denken.
    Warum ist es ok, Bilder von Hunden bei Social Media hochzuladen, warum macht man das? Man macht das ausschließlich aus dem Grund, dass man selbst es gerne tun möchte. Dem Hund bringt das absolut gar nichts. Und es gibt eigentlich auch nichts "unnatürlicheres" (im Sinne, weg von der Natur) als Social Media. Ist das jetzt respektlos dem Tier gegenüber?

    Egoistisch ist Färben für mich immer noch nicht. Egoismus (ich hatte es weiter vorne schonmal geschrieben) bedeutet, die Bedürfnisse anderer zu ignorieren und nur die eigenen zu sehen. Das würde also auf Menschen zutreffen, die Hunde mit schädlicher Farbe färben. Aber mMn nicht auf Menschen, die zuerst sicherstellen, dass sie den Hunden nicht schaden.

    Das finde ich aber auch irgendwie schwierig. Ein großer Teil der HH hat doch schon Bilder der eigenen Tiere in den sozialen Medien gepostet. Inklusive der meisten hier Mitdiskutierenden, wie man an den Profilbildern sieht.

    Wieso ist das bei Leuten, die ihre Hunde färben, problematischer, wenn sie sich auf Social Media darstellen? Warum wird der Grund für die Darstellung der Tiere eindeutig darin gesehen, dass das bunte Fell gezeigt werden soll? Warum posten dann wir anderen alle unsere Tiere, die kein buntes Fell haben?

    Die Diskussion ums Färben erinnert mich an etwas.

    In den Rasseberatungsthreads werden oft viele Rassen vorgeschlagen. Die TEs schließen dann Rassen aus, einige wegen der Eigenschaften und andere wegen der Optik. Ist das ein Problem? Meiner meiner nach ist es ein Problem, wenn Hunde ausschließlich der Optik wegen ausgewählt werden. Aber wenn eine Vorauswahl stattfindet und jemand sich eine Liste macht mit Rassen, die ins eigene Leben passen und denen man gerecht werden kann. Und wenn von dieser Liste dann die optisch schönste Rasse (nach persönlichem Geschmack) gewählt wird, dann ist das finde ich absolut in Ordnung. Ich finde es ok, wenn die Optik des eigenen Tieres ein Kriterium ist, so lange es ein untergeordnetes Kriterium ist. Das Tierwohl geht natürlich vor und sollte zuerst gewährleistet werden.

    Und beim Färben ist es für mich genauso. Primär wichtig ist, dass der Hund ein gutes Leben führen kann. Das sollte immer gewährleistet sein. Darüber hinaus finde ich es nicht verwerflich, wenn man die Optik des eigenen Hundes wichtig findet und gestaltet, ob nun mit bunten Schwanzspitzen oder bunten Halsbändern.

    Die Optik darf nie Vorrang haben. Weder bei der Rassewahl noch bei der Gestaltung des Lebens des eigenen Hundes. Sie darf aber ein optionales, zusätzliches Kriterium sein.

    Und das ist für mich auch nicht egoistisch. Egoismus bedeutet, auf die eigenen Vorteile bedacht zu sein, ohne Rücksicht auf die Ansprüche anderer. Und das passiert eben nicht, wenn zunächst auf die Bedürfnisse des Hundes geachtet wird und die eigenen Wünsche an die Optik dem im Zweifel immer untergeordnet wird.

    Ich versuche mal, mein "Problem" mit dem Vermenschlichen in Worte zu fassen.

    Ich verstehe die Argumente, dass es auch was Gutes hat, Tieren Gefühle und Bedürfnisse zuzugestehen.

    Aber das ist für mich nicht vermenschlichen. Ein Tier hat Gefühle und Bedürfnisse, weil es ein fühlendes Lebewesen ist. Nicht, weil es "wie ein Mensch" ist. Sondern weil es wie ein Tier ist.

    Ich gestehe Tieren also keine Menschlichkeit zu, sondern "Tierlichkeit" sozusagen. Das Tier-Sein an sich kommt mit Bedürfnissen und Gefühlen, die man berücksichtigen muss. Vermenschlichen ist für mich immer am Tier vorbei, weil sie eben keine Menschen sind, sondern Tiere. Ich sehe das aber nicht als Abwertung, also nicht "die sind nur Tiere", sondern ganz wertfrei.

    Vermenschlichen heißt für mich, alles mögliche menschliche in ein Tier zu interpretieren. Also auch zB Beweggründe, die ein Tier nicht haben kann. Oder wiederum andere tierische Bedürfnisse nicht zu sehen, weil man die menschlichen Bedürfnisse ins Tier reindenkt.

    Ich habe das Gefühl, das ist Geschwafel :headbash: aber vielleicht kann ja trotzdem jemand den Gedankengang verstehen.