Wir können die Gedanken unserer Tiere nicht lesen.
Theoretisch kann alles, von dem wir glauben, dass es für die Tiere ok oder egal ist, für die Tiere eigentlich doch ein Problem sein. Soweit so gut.
Die Frage ist also, welche Tätigkeiten wir von grund auf verbieten sollten, weil es absolut dramatisch wäre, wenn die eigene Interpretation "stört mein Tier nicht" in diesen Fällen falsch liegt.
Und Zoophilie ist einer der Fälle, wo man da meiner Meinung nach gar nicht diskutieren muss. Man kann das Tier nicht fragen, also sollte es verboten sein. Immerhin geht es um sexuelle Handlungen. Selbst wenn also irgendein Pferdebesitzer es so interpretiert, dass sein Tier das alles total ok findet, dann ist alleine die theoretische Möglichkeit, dass er damit Unrecht hat, Grund genug, es zu verbieten.
Ich kann meinen Hund auch nicht fragen, ob er gefärbt werden will, ob er sich mit seinem Halsband doof fühlt, ob er unsere Gassirunde mag etc. Da interpretiere ich sein Verhalten und schließe auf den Gemütszustand. Und das ist bei solchen Belanglosigkeiten auch absolut ok, denn selbst wenn man mal Unrecht haben sollte mit der Interpretation, dann ist das Resultat eben nicht annähernd so schlimm wie bei Zoophilie.