Beiträge von Caissa

    Wir waren gestern im zum ersten Mal im Wildpark, Reika und ich.

    Ich hatte gedacht, dass es nicht soo voll sein wird, weil man sich vorher anmelden muss und darüber ja die Besucher kontrolliert werden können. Aber Pustekuchen :tropf: Es war schon sehr voll.

    Überall Menschen, Kinder, andere Hunde, Essensgerüche und natürlich die Wildtieren.

    Und Reika hat es wirklich richtig toll gemacht :herzen1:

    Die ersten 20/30min habe ich viel "Aufmerksamkeit auf mich" gemarkert. Es war natürlich aufregend, aber trotzdem hat auch die Leinenführigkeit von Anfang an ziemlich gut geklappt. Nach 30min war dann der Bann eh gebrochen und sie ist einfach chillig mit mir mitgelatscht, an den ganzen Menschen und zT pöbelnden Hunden vorbei. Ein paar Wildtiere und Situationen fand sie natürlich schon nochmal spannend, war aber immer ansprechbar und ist nicht rumgeflippt.

    Gedacht war der Ausflug vor allem als schwieriges Leinenführigkeitstraining.

    Und sie hat meine Erwartungen weit übertroffen :herzen1:

    Das ist ja wirklich blöd, dass es dir so schlecht geht. Fühl dich mal unbekannterweise gedrückt :streichel:

    Bitte schäme dich nicht für die Gedanken. Verschiedene Szenarien im Kopf durchzuspielen ist doch wirklich normal und ind Ordnung (man liest davon auch in vielen Welpenblues Threads).

    Ich weiß, es klingt von außen immer so leicht. Aber versuch, die nicht in den Gedanken gefangen nehmen zu lassen. Lass es auf dich zukommen, gib dir selbst die Zeit, die du eben brauchst, um mit der Situation umzugehen. Du bist kein schlechter Mensch. Das sieht man alleine daran, dass du dir in deinem Unglück ständig auch Gedanken darum machst, wie es deinem Hund geht.

    Dass dein Partner dir eine Auszeit gegönnt hat ist super:nicken: Vielleicht schaffst du es, noch weiter irgendwie mal abzuschalten. Vielleicht nimmst du ein Bad, vielleicht liest du ein gutes Buch, was auch immer dir hilft, ein bisschen runterzukommen :smile:

    Natürlich darf man solche Sendungen zeigen, aber sie sind dann halt nicht jeder Kritik erhaben.

    Und nein, man muss nicht Hundetrainer sein, um eine Meinung zu den Methoden und dem Umgang mit den Kunden zu haben. Und erst Recht muss man sich nicht selbst im Fernsehen zeigen. Sicher gibt's deutlich bessere Trainer, die sich nie im Fernsehen zeigen würden, gerade damit ihre Arbeit nicht irgendwie sinnlos zusammengeschnitten wird. Rütter und Ohligschläger geben sich beide wiederholt so im Fernsehen preis. Die wissen also, wie ihre Arbeit dargestellt wird und finden das anscheinend in Ordnung. Niemand zwingt sie, ihre Arbeit immer wieder im Fernsehen auf 20min pro Kunde zusammenschneiden zu lassen.

    Ich verstehe auch nicht, warum sachliche Kritik so ein Problem zu sein scheint. Oder wo genau wurde hier bitte jemand unsachlich "durch den Dreck gezogen"?

    Man muss sich aber nichts vormachen. Vielleicht guckt fast niemand aus dem DF solche Sendungen, um was zu lernen. Aber trotzdem haben solche Sendungen einen Effekt auf viele Hundehalter. Da werden dann Methoden aus dem Fernsehen ohne Nachfragen übernommen, mit Wasser gespritzt weil Rütter das macht und mit Schnipsen der Hund zurückgedrängt weil Ohligschläger das macht. Eine gewisse Verantwortung hat also jeder Hundetrainer, der sich so präsentiert. Deswegen finde ich auch Kritik an den Methoden angebracht, so lange sie sachlich ist.

    Ich erwarte nicht gerade viel von solchen Formaten.

    Aber was ich von jedem Menschen erwarte, Fernsehkamera dabei oder nicht, ist ein grundsätzlicher Respekt anderen Menschen gegenüber. Und das erwarte ich noch dreimal mehr von einem Dienstleister (der er als Hundetrainer nunmal ist). Bewerten kann man nur das, was man im Fernsehen sieht. Und in dem, was sie von ihm zeigen, fand ich ihn einfach respektlos einigen seiner Kunden gegenüber. Falls das alles eigentlich ganz anders war, dann würde ich mich fragen, warum Ohligschläger nicht protestiert, dass er so dargestellt wird.

    Ich finde es absolut ok, auszusprechen, wenn man denkt, dass ein Hund-Mensch Team nicht zusammenpasst. Aber das geht auch ohne Vorwurf, und in einer ruhigen Situation (nicht zB als Reaktion, weil man beim Vormachen den Hund nicht vernünftig geführt hat und er deswegen schnappt, wie es bei der jungen Frau mit dem schwarzen Hund war).

    Ob er 'in echt' detailliertere Trainingsanweisungen rausgibt? Man weiß es nicht, kann man hoffen. Und glaube ich tatsächlich auch. Aber auch da, man kann halt nur kritisieren, was man sieht. Ich erwarte auch hier nicht besonders viel von einem Fernsehformat (also kleine ausgeklügelten Trainingspläne mit allen Eventualitäten), finde es aber schwach, wenn außer "bleib ruhig" keinerlei Trainingsanweisungen gezeigt werden. Inwiefern dass Ohligschläger anzulasten ist und inwiefern dem Schnitt, das kann man natürlich nicht wissen.

    Im Endeffekt ist die Bewertung solcher Sendungen natürlich sehr subjektiv :nicken: Und es ist finde ich auch vollkommen ok (und verständlich), dass nicht jeder auf das gleiche Wert legt. Aber ich finde es nicht ganz fair, die Kritik bis hierhin als "einfach nur lästern" abzutun. Denn ich finde, dass es nicht unter die Gürtellinie ging, sondern alles in angemessenem Ton vorgebracht wurde.

    Verstehe ich das richtig, du lebst bei deiner Mutter (im Haus? getrennte Wohnungen?)? Und deine Schwester lebt woanders?

    Letztendlich sind so Familien-Themen immer sehr individuell. Gut ist es natürlich immer, wenn man vorher sprechen und gewissen Regeln aufstellen/Kompromisse schließen kann.

    Ich lebe in einer ähnlichen Situation. Ich wohne bis Sommer noch bei meiner Mutter. Meine Geschwister mögen grundsätzlich alle Hunde, aber sind unterschiedlich begeistert davon, dass die im Haus leben und nicht draußen. Wir haben so unsere Absprachen. Z.B. sind die Hunde beim Essen draußen (oder in anderen Zimmern). Bei zwei meiner Schwestern (die auch beide Babys haben und zB regelmäßig stillen) trennen wir bei längeren Aufenthalten die Sofaecke des Wohn/Esszimmers ab, sodass sie da in Ruhe mit den Kids sitzen können.

    Aber das sind halt Beispiele und unsere Regeln. Was bei euch sinnvoll ist :ka:

    Achso, mit zu meinen Geschwistern nehme ich die Hunde nur, wenn sie das auch gerne wollen. Also falls ich die Frage richtig verstehe:

    Ihr Haus, Ihre Regeln, also Hund im Auto oder (ich) daheim?

    Das wäre für mich ganz klar, dass dein Hund nicht mit zu deiner Schwester kann, wenn sie das nicht möchte. In ihrem Zuhause wäre für mich klar, ihr Haus, ihre Regeln.

    Meint ihr reicht ein Zimmerkennel?

    Reicht wofür? Für deinen Hund, um da mehrere Tage zu verbringen? Nein. Um deiner Schwester Sicherheit zu geben? Vielleicht, wir kennen sie ja nicht.

    Ob Hunde Menschen einen anderen Status zugestehen sei mal dahingestellt (ich würde es bezweifeln, aber das würde die Diskussion hier nur abdriften lassen). Aber du hattest ja so argumentiert:

    Und darauf habe ich reagiert. Du hattest mit hündischem Hierarchiedenken argumentiert, und deswegen meinte ich, dass innerhalb einer hündischen Hierarchie Knurren nicht den Ranghohen vorbehalten ist.

    Wenn die Mensch-Hund Beziehung deiner Meinung nach jetzt anders zu bewerten ist als eine Hund - Hund Beziehung, dann ergibt für mich die Erwähnung des hündischen Hierarchiedenkens als Beleg keinen Sinn mehr.

    Den Einwand verstehe ich nicht. Mit hündischen Hierarchiedenken, meine ich, dass es für den Hund in jeder Gruppe eine hierarchische Ordnung gibt. Da die Hunde dafür gemacht sind in Gruppen mit Menschen zu leben (sonst wären sie ja Wölfe geblieben), beziehen sie m. A. auch die Menschen mit ein. Unsere Hunde leben ja in Gruppen, die überwiegend aus Menschen bestehen. Mehrhundehaltung ist die Ausnahme und auch da leben die Hunde in gemischten Hund- Menschen- Gruppen. Und diese Gruppen müssen doch sozial organisiert werden. Sie werden hierarchisch organisiert mit einem Menschen an der Spitze ( übrigens auch Menschen denken trotz aller Kultur grundsätzlich hierarchisch, deshalb passen wir ja so gut zusammen). Warum passt da jetzt nicht rein, dass Hunde auch Ranghöheren anknurren? Wobei ich eher bezweifle, dass es bei Hunden innerhalb einer Hund- Menschen- Gruppe so strenge Rangfolgen gibt.

    Verkürzt:

    Du hast gesagt, Hunde sollten ihren Menschen nicht anknurren, weil sie eine Hierarchie gewohnt sind und Menschen ranghöher sind.

    Ich hab gesagt, dass Hunde innerhalb einer Hierarchie aber auch ranghöhere Hunde anknurren, das also kein Argument gegen Knurren ist.

    Und dann hast du gesagt, dass Hund-Mensch was anderes ist als Hund-Hund.

    Und jetzt verstehe ich einfach deinen Punkt nicht mehr.

    Entweder, Hund-Hund ist mit Hund-Mensch vergleichbar. Dann ist Knurren nach der Argumentation auch als Kommunikationsmittel ok, denn genau das passiert auch in hierarchischen Hund-Hund Beziehungen.

    Oder Hund-Hund ist nicht mit Hund-Mensch vergleichbar, dann muss man aber Hund-Hund auch gar nicht in die Diskussion einbringen.

    Aber auch innerhalb einer hierarchischen Ordnung 'erlauben' Ranghöhere Hunde den Rangniedrigen, zu knurren (oder anders zu drohen).

    Rangniedrige Hunde verteidigen durchaus auch Ressourcen und geben ihren Unmut kund.

    Also der Erklärungsansatz der hündischen Hierarchie spricht nicht gegen Knurren.

    Aber ich gehe schon davon aus, dass Hunde klar zwischen Hunden und Menschen unterscheiden. Ich denke, dass die meisten Hunde Menschen instinktiv einen höheren Status zugestehen (ich weiß, dass ich mich da weit aus dem Fenster lehne). Als Beleg würde ich anführen, dass viele Hunde von Menschen mehr tolerieren als von anderen Hunden. Viele Hunde, die z.B. auf einen anderen Hund losgehen, lassen sich von Menschen wegschicken, wenn der nur ein bisschen klar auftritt.

    Ob Hunde Menschen einen anderen Status zugestehen sei mal dahingestellt (ich würde es bezweifeln, aber das würde die Diskussion hier nur abdriften lassen). Aber du hattest ja so argumentiert:

    Ja, Status, Rang, Hierarchie (Rudelgedöns) gilt in weiten Kreisen der HH als überholt. Die neuere Forschung, nicht an Gehegewölfen sondern Hunden selbst, sieht bei Hunden ein klares Hierarchiedenken. Heisst ja nicht, dass man nicht nett sein darf zu seinem Hund und die Hundeplatzmethoden von anno dunnemal durchziehen muss.

    Und darauf habe ich reagiert. Du hattest mit hündischem Hierarchiedenken argumentiert, und deswegen meinte ich, dass innerhalb einer hündischen Hierarchie Knurren nicht den Ranghohen vorbehalten ist.

    Wenn die Mensch-Hund Beziehung deiner Meinung nach jetzt anders zu bewerten ist als eine Hund - Hund Beziehung, dann ergibt für mich die Erwähnung des hündischen Hierarchiedenkens als Beleg keinen Sinn mehr.

    Ja, das glaube ich auch, Sunti. Hunde wollen harmonische Beziehungen, genau wie wir Menschen. Und es ist ja ein tolles Gefühl, wenn diese beidseitige Harmonie herrscht.

    Aber das widerspricht ja nicht der These, dass Hunde eine hierarchische Ordnung brauchen. Einen, der das letzte Wort hat. Und ich denke, dass es sehr große individuelle Unterschiede gibt, wie statusbewusst ein Hund ist. Kaya ist das nicht besonders, denke ich.

    Aber auch innerhalb einer hierarchischen Ordnung 'erlauben' Ranghöhere Hunde den Rangniedrigen, zu knurren (oder anders zu drohen).

    Rangniedrige Hunde verteidigen durchaus auch Ressourcen und geben ihren Unmut kund.

    Also der Erklärungsansatz der hündischen Hierarchie spricht nicht gegen Knurren.