Beiträge von Caissa

    Balu ist immer super in solchen Situationen. Dem sind fremde Leute, die ihn mit hoher dutzidutzi Stimme anquatschen, locken und streicheln wollen, absolut suspekt. Heißt, wenn so jemand versucht ihn zu streicheln, dreht er um und geht weg. Und das mit einer so eindeutigen Körpersprache, dass viele ganz traurig sind, dass der süße Hundi sie nicht mag :ugly:

    Tatsächlich lässt er sich eher streicheln, wenn ich ihm sage, dass es ok ist. Aber einfach so, nä. Da bekommen die Leute zum Glück deutlich die Rückmeldung, dass er das unhöflich findet :lol:

    Wenn ich deine Sorgen lese, dann fühle ich mich sehr an meine eigenen Gedanken zurückerinnert xD

    Machst du denn die Hundespaziergänge meistens alleine? Oder geht dein Partner mit?

    Von Montag bis Donnerstag gehe ich morgens und mittags allein, abends gehen wir gemeinsam. Freitags gehe ich nur morgens allein, da mein Partner um 13 Uhr zu Hause ist und am Wochenende gehen wir fast immer gemeinsam, außer jemand hat mal nicht so Lust / was anderes vor oder ähnliches :-)

    Wie ist es für dich, momentan wieder öfters "doppelt" zu gehen bzw. macht es dir etwas aus? Bist du denn auch meist diejenige, die mit den Hunden geht? :-)

    Meine Hunde gehören nur mir, ich gehe also alle Runden alleine :D

    In deiner Situation ist das ganze doch schon ein ganzes Stück entspannter. Ihr könntet ja sogar im Worst Case abends zusammen eine schöne große Runde gehen und du müsstest dann die anderen Runden nicht so lang machen :nicken:

    Mich stören die Einzelrunden tatsächlich gar nicht. Ich habe aber natürlich im Moment auch keinen Zeitstress mit der Online-Uni :gut: Ich habe auch in der Zeit, als Zweierrunden entspannt waren, ganz gerne regelmäßig einzelne Runden gemacht. Ich mag es irgendwie, mich mal ganz auf einen Hund konzentrieren zu können. Ich bereue es also überhaupt nicht, Reika dazugeholt zu haben :smile:

    Meine Voraussetzungen sind deinen nicht unähnlich. Ich habe einen erwachsenen Ersthund, letztes Jahr zog mein Zweithund ein. Ich bin im Studium, werde ebenfalls Lehrerin (Ref vermutlich ab Feb 2022). Mein Ersthund hatte früher auch Probleme bei Hundebegegnungen, wenn auch nicht aus Frust, sondern aus Unsicherheit. Inzwischen läuft er aber im Normalfall problemlos mit.

    Vieles wurde schon genannt, was auch für mich (jeweils bei der Anschaffung beider Hunde) Thema war: das finanzielle muss natürlich geklärt sein und die Betreuung für die Zeit nach dem Studium habe ich auch schon geplant. Als Schulhund werde ich keinen meiner Hunde mitnehmen, auch sehe ich die Möglichkeit nicht als Option für die Hundebetreuung. Selbst ein ausgebildeter Schulhund kann nicht täglich mit in die Schule, eine Betreuung muss also so oder so unabhängig geplant werden.

    Wichtig für mich war auch die Bereitschaft, mit beiden Hunden Einzelrunden zu gehen, wenn es nötig ist. Jetzt im Junghundealter kommt es sehr auf Reikas Tagesform (und den Ort an dem wir gehen) an, ob ich beide zusammen mitnehme. Auch haben sie zusammen seit kurzen tatsächlich die Tendenz, sich gegenseitig bei Hundebegegnungen zu pushen (Reika probiert grade zum ersten mal das pöbeln aus). Nachdem ich also für ca 2 Monate gut mit beiden zusammen gehen konnte, gehe ich grade wieder getrennt. Das ist im Moment noch ein auf und ab.

    Geht ihr eure Runden eh immer zusammen, oder muss oft einer alleine die Spaziergänge übernehmen?

    An sich sehe ich bei euch nichts, was direkt gegen einen Zweithund spricht. Spielt vielleicht noch einmal das Worst Case Szenario durch: Also was ist, wenn beide Hunde zusammen plötzlich eine Leinenaggression oä entwickeln. Wie könntet ihr das händeln? Aber ansonsten denke ich, eure Grundvoraussetzungen sind wahrscheinlich besser als bei den meisten anderen HH :lol:

    Bei uns waren am Anfang auch schnell 1/4 bis 1/3 der Tagesration als Leckerlies weg xD

    Ich hab eigentlich kaum explizit irgendwelche Tricks trainiert, aber am Anfang gabs eigentlich für jeden Furz, den Reika richtig gemacht hat, eine Belohnung. Zum Beispiel für jedes Mal, wenn ihre Aufmerksamkeit in aufregenden Situationen oder bei Spaziergängen bei mir war.

    Aber den Rest der Tagesration gab es natürlich immer im Napf.

    Finde ich großartig die Antwort. Danach hat man definitiv seine Ruhe, weil die einen für verrückt halten. Also Ziel erreicht :lachtot:

    Reika hatte mit ca. 6 Monaten auch ein paar anstrengende Wochen. Es war, als hätte sie auf einmal gecheckt, dass die Welt doch ganz spannend ist. Sie fing an zu schnüffeln und die Ohren zuzuklappen, Leinenführigkeit wurde schlechter, mein Welpi war auf einmal kein Baby mehr |)

    Ich hab keine schlauen Tipps, ich kann auch nur sagen: Durchhalten, das wird schon! :nicken: Ohne Ansprüche in den Tag gehen, sondern schauen, was sie heute leisten kann und darauf aufbauen. Es wird besser, ganz bestimmt :streichel:

    Stimmt. Das Thema ist sehr breit angelegt und wahrscheinlich müsste man erst Begriffe klären und sich auf Definitionen einigen, damit man wirklich über das Gleiche spricht, andererseits sind wir ja nicht in einem wissenschaftlichen Proseminar.

    Eine wissenschaftliche Definition fände ich tatsächlich interessant, damit kann ich selbst aber leider nicht dienen xD

    Ich hab an der Stelle meinen Beitrag aber vielleicht schlecht formuliert: Ich wollte jetzt nicht euch anderen alle zwingen, Definitionen aufzuschreiben. Wobei ich das schon spannend finden würde, also wer mag :pfeif:

    Ich hab nur beim Nachdenken über die Ausgangsfrage gemerkt, dass ich für mich eine Begriffsklärung brauche, um zu antworten. Und so einfach fand ich das ganze gar nicht, sieht man vielleicht auch an meinem leicht geschwurbelten Beitrag :headbash:

    Mich interessiert z.B problemlösendes Denken bei Hunden schon, aber vor allem interessiert mich, ob Hunde Vorstellungen und Konzepte von ihrer Umwelt entwickeln und wie diese aussehen könnten und vielleicht wie genau sie Zusammenhänge herstellen.

    Banales Beispiel:

    Immer wenn ich mich anschicke, die Wohnung zu verlassen, fragt Kaya an, ob sie mit darf. Wenn ich dann sage: "Nein, du bleibst da", geht sie in ihre Kudde oder aufs Sofa. Nur wenn ich meine Schultasche nehme, fragt sie nie. Aber seltsamerweise fragt sie beim Einkaufskorb manchmal, obwohl ich sie da auch nie mitnehme. Warum verknüpft sie die Tasche richtig, aber den Korb nicht? Das ist mir ein echtes Rätsel.

    Ich denke, Hunde sind uns Menschen zum Teil sogar deutlich überlegen, wenn es darum geht, Muster zu erkennen. Also welche Abläufe führen zu welcher Folge ("immer wenn sie erst kurz in Zimmer A geht und dann vorm Spiegel stehen bleibt, dann geht sie danach raus") führen oder welche Objekte mit welchen Taten zusammenhängen (wie bei deinem Taschen Beispiel). Während wir eben wieder unsere Sprache nutzen, um uns die Strukturen und Abläufe des (alltäglichen) Lebens zu erklären, verknüpfen Hunde Taten/Objekte/Abläufe.

    Puh, ich bin ein bisschen bedient im Moment.

    Ich hatte glaube ich irgendwo weiter vorne schon geschrieben, dass Reika bei Hundebegegnungen das Fixieren angefangen hat. Also haben wir am Blickkontakt bei Hundebegegnungen gearbeitet, hat auch gut geklappt, alles wieder entspannt. Jetzt hatten wir in den letzten Wochen aber wöchentlich 2-3 Tut-Nixe, die in uns reingebombt sind. Zum Teil auch so richtig fies von hinten, was weder Reika noch ich vorher gesehen haben. Keine Ahnung, wo die auf einmal alle herkamen. Interessanterweise habe ich mit Balu noch nie solche Probleme gehabt, auch in diesen Wochen nicht. Ist doch was dran an der Angst vorm schwarzen Hund?!

    Einen dieser Tut-Nixe hat Reika dann auch kurz und schmerzlos auf den Rücken gelegt und ist, ohne ihn eines weiteren Blickes zu würdigen, weitergegangen. Man merkt, sie wird ernsthafter seit der Läufigkeit. Früher hätte sie gefiddelt.

    Auf jeden Fall ist das Fixieren nach diesen ganzen blöden Erfahrungen natürlich wieder da und sie ist schwerer rauszuholen als vorher :rollsmile:

    Sie ist jetzt nicht hysterisch am pöbeln oder so, aber total angespannt. Ist einfach super ärgerlich, dass es so gelaufen ist in letzter Zeit. Ich bekomme es hin, die Tut-Nixe auf einem gewissen Abstand zu halten. Aber dann springen sie in 1-2m Abstand um uns rum, die Leute bekommen sie nicht eingefangen und Reika pusht sich dann auch irgendwann hoch. Und wenn ich sie vorher nicht sehe, dann geht halt nichtmal das auf Abstand halten :motzen:

    Ansonsten läuft aber alles top. Sie ist, abseits der Hundebegegnungen, super ansprechbar. Selbst bei Katzen oder Wildtieren in direkter Nähe. Sie bleibt gut alleine, fährt immer noch liebend gerne Auto, kommt Zuhause toll zur Ruhe, ist super cool mit meinen Neffen und Nichten, läuft nach einer schlechteren Phase wieder toll an der Leine, orientiert sich in aufregenden Situationen wirklich oft selbstständig um. Also während ich das schreibe merke ich, dass ich oben auf ganz schön hohem Niveau meckere xD Eigentlich ist Reika ganz toll :herzen1: