Beiträge von Caissa

    Ich glaube, je mehr du dich jetzt in den Gedankenstrudel fallen lässt und dir auch noch dein Unglück selbst vorwirfst, desto weniger findest du deine 'echten' Gefühle raus

    In Ermangelung eines besseren Wortes. Selbstverständlich sind deine Gefühle aktuelle nicht unecht oder falsch. Ich meine deine echten Gefühle im Sinne, ob du ihn eigentlich behalten möchtest oder nicht.

    Ich sehe immer noch nicht, warum über eine mögliche Rückgabe jetzt ganz dringend und schnell entschieden werden muss. Ja, klar merkt der Hund es, wenn es dir schlecht geht. Hast du das Gefühl, er ist dadurch durch den Wind, sehr gestresst, angeschlagen? Dann ja, sollte man schnell eine Entscheidung treffen.

    Bisher klingt aber nichts danach, dass der Hund sehr gestresst durch die Situation ist. Und du erfüllst seine Bedürfnisse und zeigst ihm die Welt. Was soll ihn denn jetzt an dieser Situation nachhaltig schädigen, weswegen das ganz huschhusch entschieden werden muss? Wenn du dir selbst auch noch den Druck machst, das diese Woche entschieden haben zu müssen, geht es dir vermutlich erst Recht nicht besser.

    Mir geht es absolut nicht darum, dich zum Behalten zu überreden. Wenn du dir sicher bist, dass du nicht das richtige Zuhause für das Hündchen bist, dann ist das vollkommen in Ordnung. Ich würde das nicht beurteilen oder auch nur bewerten wollen - ich stecke nicht in deiner Haut.

    Ich sehe das ganze nur einfach entspannter, was den Abgabetermin angeht. Nö, du solltest ihn nicht jahrelang behalten, wenn es dir parallel schlecht geht. Aber obs jetzt eine, drei oder fünf Wochen sind, die er bei dir ist. Das finde ich alles nicht dramatisch, so lange du dich kümmerst und der Hund nicht übermäßig gestresst ist.

    Naja, nur weil man sich selbst nicht so gefühlt hat heißt das ja nicht, dass deswegen die Anschaffung unüberlegt war oä. Das ist hier ja nicht der erste Welpenblues-Post, auch in anderen Foren liest man davon und ich kenne es aus meinem Umfeld auch.

    Also egal, ob man es verstehen kann oder nicht, ist Welpenblues erstmal nichts unnormales, weil scheinbar recht häufig auftretend. Ganz wertungsfrei.

    Liebe TE,

    bei eigentlich allen Welpenblues Fällen, die ich so mitbekommen habe, trafen auf die Neuhundebesitzer zwei Sachen zu: Sie waren meist sehr gut vorbereitet (und hatten zT schon Jahre auf den Einzug des Hundes gewartet) und wollten nichts falsch machen.

    Und ich habe das Gefühl, genau diese (eigentlich ja löblichen!) Voraussetzungen sind oft das Problem. Dadurch entsteht eine so große Erwartungshaltung. Daran, wie großartig das Gefühl nach Einzug sein muss. Und auch eine große Erwartung an sich selbst, weil man ja keine Fehler machen möchte. Und die Realität kann dem dann oft gar nicht entsprechen. Nicht jeder hat von Sekunde 1 an das Gefühl der großen Liebe für den Hund (ich zB auch nicht, das wächst heran). Und Fehler macht sowieso auch jeder, und das ist im Übrigen auch vollkommen in Ordnung so.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wie die anderen schon geschrieben habe, kreise nicht so um den Hund. Leb dein Leben, denk nicht permanent über den Hund nach, sondern nimm die Sachen so, wie sie kommen (und ja, das ist leichter gesagt als getan!).

    Da es bei dir ja auch deutliche körperliche Beschwerden gibt ist es erst Recht in Ordnung, dir Pausen zu gönnen und den Kleinen zB zeitweise Betreuung zu suchen, damit du mal durchatmen kannst.

    Und setz dir vielleicht eine eigene Deadline, wann du über eine Abgabe nachdenken willst. Z.B. zwei Wochen. In der Zeit denkst du dann nicht über die Abgabe nach, sondern versuchst eben dein Leben zu leben, dich zu entspannen, mal Pause zu bekommen, die Ansprüche an dich selbst runterzuschrauben. Und wenn die Zeit abgelaufen ist, dann überlegst du nochmal ganz in Ruhe, was sich verändert hat und wie der Stand ist.

    Ich denke auch nicht, dass du jetzt innerhalb weniger Tage eine Entscheidung treffen musst. Der Hund wird versorgt und seine Bedürfnisse gestillt, wird nicht misshandelt, lernt die Welt kennen. Selbst wenn du ihn doch abgeben solltest, wirst du ihn sicher nicht fürs Ganze Leben 'verderben', nur weil du ihn jetzt ein paar Wochen betreust.

    Alles Gute dir/euch!

    die Entscheidung steht fest. Ich weiß jetzt dass es weniger an der Haltung und mehr um meine kaputte Hündin geht und werde das Thema nicht mehr so offen ansprechen, da es bei Leuten wohl den Anschein erweckt als wäre das allein meine Schuld.

    Unabhängig von der Schuldfrage. Deine Hündin und deine Haltung sind, wie sie sind.

    Findest du es wirklich fair, Züchter anzulügen, weil sie dir sonst vielleicht keinen Hund geben? Würdest du wollen, dass dich jemand anlügt, wenn du deinen Hund verkaufen würdest?

    Das mit dem Getreide ist ein Ernährungsmythos, der sich irgendwie wacker hält.

    Kommt wohl noch von dem Gedanken, Hunde wie Wölfe zu ernähren. Aber der Verdauungstrakt von Hunden hat sich mit der Zeit weiterentwickelt und kann eine kohlenhydratreiche Ernährung gut ab, Quelle hier;

    https://www.nature.com/articles/nature11837

    Dafür, dass Getreide Allergien fördern soll, habe ich noch nie eine vernünftige Quelle gefunden. Klar, es gibt Hunde mit Getreideallergie. Aber es gibt auch Allergien gegen bestimmte Proteine oder so ziemlich jeden anderen möglichen Futterbestandteil. Ergibt also keinen Sinn, irgendwas wegzulassen, außer der individuelle Hund hat tatsächlich eine Allergie.

    Hier sonst auch noch zwei Artikel (jeweils von Tierärzten) zu dem Thema:

    https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.p…odul=3&ID=20117

    https://www.drhoelter.de/tierarzt/ernae…undefutter.html

    Für mich klingt das so, als würde sie relativ viel angefasst werden, wenn sie etwas nicht tun soll.

    Wegsetzen, weggeleitet, festgehalten... Reika wäre zB eine gewesen, die sich in solchen Situationen ebenfalls zur Wehr gesetzt hätte. Ich habe sie also lieber zB weggerufen, um das Anfassen zu umgehen oder eben entsprechend früh reagiert (zB unterbrechen bevor sie auf die Couch kommt, nicht erst runterschmeißen, wenn sie schon drauf sitzt). Bei uns hat es die Situationen auch eher hochgepusht, wenn ich körperlich geworden bin (durch wegschieben etc). Gleichzeitig habe ich in anderen Situationen 'angefasst werden' trainiert und positiv besetzt.

    Ich würde es an eurer Stelle deswegen vielleicht mal mit einer Hausleine probieren, damit ihr sie nicht immer Anfassen müsst.

    Wie viele Stunden schläft sie am Tag ungefähr?

    Ich hab mir nur mal ein paar Zitate rausgesucht:

    Ist es zu Hause ruhig und die Kinder sind außer Haus ist auch Kira ruhig und schläft längere Phasen.

    Sie kann aber auch nicht einfach so mit in die Zimmer der Kinder, da sie da dann sofort anfängt z.b. das Playmobil meines Sohnes fressen zu wollen oder sie schnappt die Kuscheltiere und zerlegt sie.

    Sie ist auf der anderen Seite sehr geduldig mit den Kindern, wenn der Kleine mal etwas grob anfasst oder so.

    Was denkt ihr, braucht sie vielleicht ein ruhigeres zu hause, wo sie nicht durch lachende und tobende Kids hochgepuscht wird?

    Für mich klingt es irgendwie nicht so, als hätte sie einen Ort im Haus, an dem sie immer ihre Ruhe hat (heißt, die Kinder dürfen auch nicht an sie ran).

    Oder habt ihr da was etabliert? Nach der Beschreibung würde ich denken, dass das bei euch extrem wichtig ist. Gerade wenn sie spürbar mehr schläft, wenn die Kinder nicht da sind. Könnt ihr in einem ruhigen Zimmer einen Ruheplatz einrichten? Oder ein Teil des Wohnzimmers zB als Hunde-Ruheort abgrenzen?

    Falls meine Vermutung stimmt und sie nicht genug Schlaf bekommt (ist natürlich jetzt Glaskugel, berichtige mich gerne, falls das anders ist), dann ist das ganze evtl. ein Teufelskreis. Denn mit Übermüdung wird sie natürlich reizoffener, die Impulskontrolle sinkt und das Stresslevel steigt.

    Das bedeutet, dass ich in Zukunft die Außenhaltung nicht mehr erwähnen werde.

    Finde ich den Züchtern gegenüber extrem unfair.

    Du hast doch kein Anrecht auf einen Hund. Die Züchter hingegen sollten mMn ein Anrecht darauf haben, zu entscheiden, wo ihre Hunde hinkommen. Und wenn sie eine Haltungsform ausschließen ist das ihr gutes Recht.

    Wie würdest du es finden, wenn du deine Hündin verkaufen würdest und der Käufer dich anlügen würde?

    Bei mir gibt es nur eine Person, die nicht mehr kommen mag.

    Wobei ich mir vorstellen kann, dass sich das mit der Zeit gibt und die Neugier gewinnt :lol:

    Ansonsten sagt jeder Zweite: 'Ich komme dann aber nur, wenn sie in der Zeit im Terrarium sind'. Wenn ich dann aufkläre, dass die immer im Terrarium sind und nicht mit mir auf dem Sofa sitzen, finden die meisten es sogar ganz cool und kommen zT extra zum Angucken vorbei xD

    Könnte mir vorstellen, Vogelspinnen kann man relativ gut artgerecht halten oder ist das eher ein Trugschluss

    Ich finde schon, zumindest war das auch Teil meiner Überlegung vor Einzug.

    Dadurch das Vogelspinnen Lauerjäger sind kann man ihnen mMn ein angemessenes Terrarium bieten. Im Normalfall richten sie sich ein Zuhause ein (je nach Art als Gespinst, als Höhle...) und bleiben dort bzw. im direkten Umkreis.

    Längere Wanderungen machen sie eigentlich nicht, bzw. nur die Männchen nach der Reifehäutung, wenn sie auf der Suche nach Weibchen sind. Das war tatsächlich einer der Gründe dafür, warum hier weibliche Spinnen eingezogen sind - die haben den Drang eigentlich gar nicht, groß von ihrem Zuhause wegzugehen.

    Ich für mich finde die Haltung also vertretbar, aber da wird es bestimmt auch konträre Meinungen zu geben :pfeif:


    Ich hab auch schon mal drüber nachgedacht, was wäre denn eine gute "Anfänger-Seite"?

    Ich hab tatsächlich am Anfang erstmal ganz blöd gegoogelt :ops:

    Und habe dann angefangen, weniger allgemein nach 'Vogelspinne' zu gucken und mehr direkt nach der Art zu suchen, die mich interessierten. Da habe ich den Fokus darauf gelegt, zu schauen, wie sie jeweils in natürlicher Umgebung leben würden, wie das Klima im Herkunftsland ist etc.

    Gekauft habe ich ein Buch ('Vogelspinnen im Terrarium'), Infos auf Infoseiten abgeglichen (dieser zB: https://terraristikfibel.de/vogelspinne/ch…yaneopubescens/), den Youtube Kanal von Tarantula Collective fand ich angenehm zu schauen.

    Ich bin aber natürlich auch insgesamt noch ziemlich neu im ganzen Thema.

    Und ich muss sagen, ich habe mich an die Hundewelt erinnert gefühlt. Bei bestimmten Themen kann man zwei Leute fragen und fünf Meinungen kriegen, hatte ich ich das Gefühl xD

    Welcher Bodengrund, welche Temperatur (Zimmertemperatur vs extra Heizen), Terrariumsgröße... Gibt oft solche und solche Meinungen dazu, auch deswegen dachte ich, ich schaue mal, ob hier ein Austauch zustande kommt :smile: