Beiträge von fliegevogel

    Dass es Hunde gibt, bei denen eine solche Alltagsmodifikation notwendig ist..keine Frage! Aber das als Normalität zu sehen...schwierig

    Nein, das ist ein völlig anderes Thema: wie viele Situationen für meinen Hund schwierig sind - da liegt er über dem Durchschnitt, keine Frage. Aber wie viel der für ihn schwierigen Situationen er täglich gut verträgt - und darum ging es hier ja gerade - da ist er in meinem Bekanntenkreis völlig im Normalmaß.

    Ich bleiben dabei: ich finde es normal, dass 80 Minuten schwierige Situationen täglich zu viel für einen Junghund sind. Das sehe ich keinesfalls als Qualzucht o.ä.

    Andrerseits finde ich es auch nicht normal, dass ein normal sozialisierter Junghund so einen Stress mit der Stadt-Situation hat

    Das hat und hatte meiner leider auch. Ich finde es auch nicht normal im mengenmäßigen Sinne für ne Begleithunderasse. Aber da es das leider gibt, auch wenn man "alles richtig macht", wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiß, ist dann ja tatsächlich sinnvoll, sich damit auseinanderzusetzen, wie viel Stress-Situation der Hund am Tag aushält. Das ist sicher auch einfach von Hund zu Hund unterschiedlich.

    "Zu schaffen" lese ich daher als anstrengend, aber nicht "nicht bewältigbar"

    Na ja, das ist jetzt echt Interpretationssache. Für mich und meinen Hund ist "Situationen mit denen er Probleme hat" nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit "nicht bewältigbar", sondern eben mit anstrengend. 80 Minuten täglich anstrengend (bei uns wäre das bspw nur um mal zu illustrieren, was ich dabei im Kopf habe: Hauptbahnhof, Lagerfeuer, Schießstand, viele andere Hunde) würde meinen erwachsenen Hund auf Dauer ziemlich fertig machen. Als Junghund hat er davon Magenprobleme u.ä. bekommen.

    Und bei fast allen Leuten sind die Waschbaeren dann halt, weil.man sie nicht mehr raus lassen darf

    Also die Geschichten, die ich kenne, sind Menschen, die das Vetamt oder die UNB anrufen (weil sie eben Probleme mit den niedlichen Bärchen haben) und dann erstmal aus allen Wolken fallen, weil sie nicht wussten, dass man die gar nicht halten darf. Das ist also keinesfalls dadurch zu begründen, dass die Leute wüssten, dass man die Waschbären (gottseidannk) nicht mehr rauslassen darf.

    Ich musste auch erstmal schlucken, das geht für mich dann fast schon in Richtung Qualzucht

    Also in meinem Bekanntenkreis ist es ziemlich normal, dass gerade Junghunde es schlecht verkraften, wenn sie täglich 40 Minuten bzw 80 Minuten, wenn man zwei Spaziergänge macht, durch genau die Situation müssen, mit der sie Probleme haben. Finde das auch viel. Es ging ja, wenn ich es richtig verstanden habe, nicht um belebte Umgebung allgemein o.ä., sondern um eine Situation, mit der genau dieser Hund eben Probleme hat.

    Aber auch mein erwachsener Hund wäre ziemlich durch, wenn er täglich 80 Minuten durch seine Angstsituationen o.ä. müsste.

    Reden wir hier echt von Waschbären oder eher von Nasenbären

    Das trifft aber auch auf (rote) Nasenbären zu, stehen nämlich auch auf der Vorwarnliste invasiver Arten und dürfen damit (zurecht) nicht gehandelt oder gehalten werden.

    MWn ist es tatsächlich ein nicht so seltenes Problem, dass Menschen Waschbären halten, ist ja nicht so schwer, welche zu finden... die füttert man dann halt an, päppelt verletzte auf und behält sie, oder ähnliches.

    Gemeinhin sind die Tiere eingezäunt

    Der Tiergarten Berlin ist ein hochfrequentierter öffentlicher Park mit vielen Menschen mit Kindern und Hunden, die allesamt nicht eingezäunt sind. Ich denke auch, dass da ein freilaufender Weimaraner spätestens in der Pubertät nicht mehr so günstig ist. Dass außerhalb des Dogforums sich weniger dafür interessiert wird, dass freilaufende Hunde von Radfahrern anderen reinrasseln etc macht die Sache doch nicht besser? Oder verstehe ich Dich da falsch?