Beiträge von fliegevogel

    Wäre denn eine Betreuung vorübergehend finanziell machbar, solange man daran trainiert? Vielleicht auch mal über Hundelieb oder so gucken, Deine beiden sind ja - wenn ich das richtig im Kopf habe - nicht besonders kompliziert oder so? Da findet man manchmal liebe Student*innen o.ä. die das günstiger machen.

    Bei meinem hat als er Problemchen mit dem Alleinebleiben hatte Konditionierte Entspannung sehr geholfen. Aber das muss man halt auch erstmal 6 - 8 Wochen aufbauen, bevor man es einsetzen kann.

    Da geht es nicht um irgendwelche Aufmerksamkeitsspannen oder Impulskontrollen.

    Sie wird ja aber sehr häufig zitiert, wenn es ums Hundetraining und um Impulskontrolle geht, als Metapher dafür, dass man Impulskontrolle verbrauchen könne, darauf beziehe ich mich. Da scheint sie - nachdem was mWn der wissenschaftliche Stand ist - unpassend zu sein.

    Über das Chronic Fatigue Syndrom möchte ich mich gar nicht äußern, da das nicht mein Bereich ist. Danke für den Hinweis, dass das natürlich etwas ganz anderes ist!

    Beim Menschen gibts diverse Untersuchungen die belegen, dass die Impulskontrolle über den Tag hinweg abnimmt.

    Welche Studien sind das denn? Einige (aber ich weiß nicht, auf welche Du Dich beziehst) werden in dieser Meta-Analyse ganz gut entkräftet: https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/1745691616652873 Dass Diäten meistens am Abend abgebrochen werden, könnte ja an vielen Faktoren liegen.

    Hier ist es im Blog von dragonwog nochmal ausfürhlicher und auf Deutsch erläutert: https://fluffology.de/post/die-impul…er-wissenschaft

    dein Hund hat nur eine bestimmte Anzahl Löffel pro Tag. Heisst, jeder Reiz, jeder kleine Stress braucht Löffel. Und irgendwann sind da keine mehr.

    Kleines OT, aber die Löffelchentheorie ist wissenschaftlich tatsächlich nicht haltbar. Das damit beschriebene Phänomen hat mehr damit zu tun, dass das Erregungslevel eine gewisse Zeit braucht, um auf Normalnull zu sinken und solange es noch erhöht ist, der Hund bei neuen Reizen schneller wieder auf ein hohes Erregungslevel kommt. Klugscheißer-Modus off :lol:

    Ich würde auch unbedingt empfehlen, erstmal eine gewisse Zeit lang (am besten 1-2 Wochen) diese Situation zu vermeiden. Und dann würde ich durch alternierende Szenarien diesen Ablauf durchbrechen wollen. Manchmal länger sitzen bleiben bis alle weg sind, manchmal gehen bevor das Klopfen anfängt und manchmal vielleicht einfach in einen leeren Hörsaal setzen (in einem fortgeschrittenen Trainingsstadium dann vielleicht mit Freunden zusammen, die dann ab und zu klopfen können)?

    Insgesamt muss ich aber sagen, dass die Situation bei euch auf dem Campus sehr stressig klingt, mit den freilaufenden Hunden und so (also selbst wenn das mit dem Klopfen gut klappen würde). Wie viele Stunden am Tag seid ihr denn da? Ich würde bei meinem (recht sensiblen) Hund denken, dass es bis zu 6h für ihn deutlich entspannter wäre, zuhause alleine zu bleiben als in so eine Situation mitzukommen.

    In meinen Augen ist ja das Problematische hier nur der Preis. Ich würde eher nicht so viel für einen Hund zahlen wollen, ohne dafür Gentestst etc zu haben. Teures Zubehör wäre mir das nicht wert.

    Wenn der Hund jetzt aus dem Tierschutz käme und ohne Zubehör 400,-Euro kosten sollte, würde sich kein Mensch darüber aufregen.

    Und wie schnell sind vierhundert Euro für Hundezubehör ausgegeben? Gerade für eine Erstausstattung?

    Die Sachen sind doch auch erst höchstens vier Monate alt.

    Deswegen schrieb ich ja "Ich würde es nicht ausgeben". Für mich macht es einen großen Unterschied, ob ich mit 400€ den Tierschutz unterstütze oder mit 800€ jemanden, der sich die Hundeanschaffung nicht richtig überlegt hat. Aber nur weil ich das so sehe, hat das ja keinen Universalanspruch :ka:

    Und bei keinem Hund weiss man vorher, ob der gesund ist und bleibt.

    Auch nicht bei Welpen vom Züchter.

    Das ist immer so ein Argument wie "Impfen schützt auch nicht 100% vor Corona". Stimmt, aber die Wahrscheinlichkeiten sind anders gelagert. Wenn beide Eltern PL0 getestet sind, ist die Wahrscheinlichkeit dass die Welpen später unter PL leiden, wohl anders als wenn man irgendwelche ungetesteten Tiere verpaart.

    Was jetzt nicht heißt, dass man den Hund nicht nehmen sollte. Man sollte sich halt solcher Problematiken wie PL bewusst sein, und da früh drauf achten, im ggf mit Physiotherapie etc gegen arbeiten zu können. In meinen Augen ist ja das Problematische hier nur der Preis. Ich würde eher nicht so viel für einen Hund zahlen wollen, ohne dafür Gentestst etc zu haben. Teures Zubehör wäre mir das nicht wert. Aber wenn es einem da nicht so drauf ankommt, dann warum nicht?

    weil wir grad ziemlich oft die Box/Kennel nutzen

    Wie groß ist die Box denn und wie lange geschlossen? Ich hatte bei Juro eine Zeit lang eine Box von einer Freundin, die aber für deren ausgewachsenen Doggenmix ausgelegt war. Die Box habe ich genau so genutzt wie das Welpengitter, als es dann endlich geliefert wurde. Sowas finde ich auch öfter mal nicht schlimm. Ne kleinere Box würde ich dann halt immer recht schnell wieder auf machen, wenn ich sie öfter verwende.

    Es gibt dann ja auch noch so Späße wie Lycanis und den nordischen Hütewolf und wie all diese "Eigenmarken" alle heißen. Ich muss aber sagen, dass ich außer ein paar TWH aus einer super Zucht nie einen einzigen Wolfshund kennengelernt habe, den ich zumutbar fand. Es sei denn vielleicht, man hat sehr sehr viel Freizeit, ein Haus in Alleinlage und ne Zwingeranlage im Garten.