Beiträge von fliegevogel

    "Aus" wenn er aktiv etwas macht und unterbrechen soll. "Nein" bevor er überhaupt es schon macht wie an Pferdekot gehen.

    Und funktioniert das bzw. hat er das verinnerlicht? Dann würde ich jetzt - an einer Schleppleine gesichert - anfangen, das auf Hundebegegnungen zu übertragen. Also wenn ihr von weitem (damit es nicht zu schwer ist) einen Hund seht und Dein Hund merklich reagiert (d.h. Spannung kommt in den Hund, die Ohren spitzen sich, der andere Hund wird angestarrt), Dein "Nein" sagen. Reahiert er damit, dass er sich abwendet, Spannung rausnimmt, zu Dir schaut - super, eine Belohnung, die er gerne nimmt! Reagiert er nicht, dann die negative Konsequenz bzw. Strafe mit der Du arbeitest.

    Klappt das zuverlässig, kann man die Distanz zu anderen Hunden langsam verringern.

    Da bei meiner Rasse alles kurzfristiger ist, mag ich schon wissen, wie fest ich mit jemandem planen darf

    Gut, das verstehe ich wiederum besser tatsächlich.

    Bei mir war es "damals" halt so, dass ich ein halbes/dreiviertel Jahr angefangen habe zu suchen, ehe der Hund einziehen sollte. Da war die Hündin also noch nicht mal gedeckt und damit stand auch der Vater ja noch gar nicht fest. Und da ich da gerade im Ausland gelebt habe, kannte ich auch die Hündin teilweise noch nicht "in echt". Trotzdem stand ich auf einer Warteliste (waren halt auch die Corona-Zeiten, da kamen teils über 100 Anfragen auf eine Verpaarung). Und so in diesem Sinne stand ich auf Wartelisten von ich glaube vier Züchter*innen (auch verschiedener Rassen sogar).

    Eine (und ihre Hunde) habe ich dann kennengelernt und danach abgesagt, eine kennengelernt und zugesagt - und dann den anderen abgesagt.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir nie von selber aufgegangen wäre, dass es problematisch ist oder kommuniziert werden muss, wenn man auf mehreren Wartelisten steht. Ebenso wenig, wie ich es problematisch finde, wenn bei einer Zucht längere Wartelisten an Interessenten geführt werden, oder Rechenschaft darüber erwarte.

    Dass ich einen Welpen doch nicht nehme, kann doch tausend Gründe haben und immer passieren, egal auf wie vielen oder wenigen Wartelisten ich stehe.

    Aber da ich hier im Dogforum gelernt habe, dass das wohl bei vielen ein enorm empfindliches Thema ist, würde ich es in Zukunft immer ansprechen, ich will deswegen kein böses Blut.

    Ja, wo ist der Unterschied?

    Wie bereits geschrieben: Eigenständigkeit. Mein Lapphund ist kein "abnehmbares Körperteil", er macht gerne erstmal sein Zeug zuende ehe er kommt wenn er gerufen wird (bzw. würde es, wenn man nicht hinterher ist), ist von meinen Emotionen nicht so leicht zu beeindrucken und denkt immer erstmal, dass er die besten Ideen und außerdem recht hat.

    Außerdem - auch das hatte ich bereits geschrieben - ist er sehr freundlich und eher aufgeschlossen fremden Menschen und Hunden gegenüber. Auch das kenne ich von Collie und co nicht unbedingt so in dem Ausmaß.

    Kennst Du Nordische Hunde? Huskies, Samojeden, o.ä.? Dann kannst Du Dir glaube ich besser vorstellen, was ich meine.

    Aber er ist trotzdem ein gemäßigter Hütehund. Ich verstehe, dass diese Unterschiede aus dem Geschriebenen nicht leicht verständlich sind. Daher denke ich, man muss die Hunde am Ende kennenlernen. So Kurzbeschreibung in einem Forum ist am Ende nur trockenes geschriebenes Wort.

    noch was zum Lapphund beitragen

    Ich tue mich ehrlich gesagt etwas schwer damit, zu verstehen, was genau Du suchst. Lapphunde sind für mein Empfinden schon ganz anders als Collies oder Dalmatiner.

    Es sind halt Nordische Hunde (wenn auch sehr gemäßigte), ich weiß nicht, ob Dir das liegt. Die Lapphunde die ich kenne sind allesamt sehr freundlich (zu Mensch und Hund), Jagdverhalten schwankend, aber im Innenraum gut an eigene Katzen zu gewöhnen. Sehr bewegungsfreudig und arbeiten gerne mit ihrem Menschen zusammen, brauchen aber keinen speziellen Hundesport, lange Spaziergänge und Tricks zuhause oder so sind völlig ausreichend. Sie wollen gefallen, sind aber auch recht eigenständig, nicht so leichtführig wie Shelties o.ä. Aber das Eigenständige hat auch Vorteile, muss man halt wissen.

    "Nachteile" die ich bei der (sehr vagen) Beschreibung Deines Alltags mit Hund sehe:

    • Freilauf ist Arbeit, manche müssen in wildreichen Gebieten an der Leine bleiben - wie sehr Dich das ggf. stört, musst Du wissen
    • wenn die RHS sehr auf Labradore geeicht ist, könnte es sein, dass die Trainer*innen dort nicht gut mit Nordischen zurechtkommen, ist schon ein sehr anderer Typ