Aber es stellt leider keine Lösung dar, sich darüber zu beschweren.
Nee nee, das sowieso nicht. Das ist in meinen Augen auch gar nicht die Frage. In meinem (städtischen) Umfeld ist es aber so, dass keine*r derjenigen, die regelmäßig mit dem Auto in die Natur fahren, weil die Stadt zu voll und dreckig ist, irgendeine Art der Teilhabe nutzt, um sich dafür einzusetzen, dass es in der Stadt etwas weniger voll und dreckig wird. Und das finde ich schade.
Denn am Ende bedeutet das nur, dass die Wohlhabenderen, die sich KFZ und Treibstoff leisten können, den Problemen entfliehen und die Probleme statt gelöst zu werden, zu den Problemen derjenigen werden, die sich den Lebensstil der Ausfahrten ins Grüne nicht leisten können oder wollen. Das ist in meinen Augen eher ein Teil des Problems als der Lösung, gesamtgesellschaftlich betrachtet.
Würde auch nur jede*r zweite, der regelmäßig aus der Stadt fährt um die Natur zu genießen, sich parallel dazu für Stadtnatur und lebenswerte Stadtgestaltung einsetzen, wäre das in meinen Augen einfach der zielführendere Weg. Es ist doch eine schöne Vorstellung, dass man Städte auch einfach so verändern könnte, dass man gar nicht mehr so viel rausfahren muss, weil einfach das eigene Wohnumfeld trotz Stadt lebenswert ist 