Beiträge von fliegevogel

    Ich verstehe aber nicht warum mir bei hunden eigentlich immer das Herz aufgeht und am eigenen solche Zweifel habe

    Das geht doch aber vielen so und ging mir auch lange so, deswegen habe ich lange einfach als Dogsitterin gearbeitet. Ein eigener Hund ist eben nicht nur nett sondern eine riesige Verantwortung :ka:

    Was können eure Welpen denn schon so an "Kommandos"?

    Tatsaächlich kann Juro bislang nur "Sitz" und das war eigentlich nicht geplant - aber ich belohne halt in vielen Situationen Gusche halten und nicht rumflippen und das fällt oft mit Sitzen zusammen. Und nachdem es sich eh als Go-to-Verhalten eingebürgert hat, habe ich es dann direkt mit einem Kommando verknüpft, warum nicht.


    Ansonsten lernt er viel Großstadt-Zeugs, er kommt ja vom Dorf. Muss also leider recht viel an der Leine laufen, weil große Straße vor der Tür (recht viel = 10-15 Minuten pro Tag und ich trage ihn wenn es nicht mehr geht, bevor hier das nächste Fass aufgemacht wird), sich an Fremdbetreuung gewöhnen und mit vielen Geräuschen, Menschen, Katzen, anderen Hunden ... klarkommen. Das reicht glaube ich momentan noch voll aus. Falls ich die Tage das Gefühl habe, dass Kapazitäten frei sind, fange ich an, den Fahrradanhänger einzuführen. Aber abwarten. Ab nächste Woche ist die Welpenstunde, da fangen wir mit Deckentraining an, das finde ich super.

    für mich nicht recht greifbar

    Für mich erst recht nicht, ich bin auch ohne Hund von jedem Fitzelchen wach. Deswegen ist es für mich auch überhaupt nicht nachvollziehbar, dass jemand gerne mit Hunden im Bett schläft, ich würde da überhaupt nicht mehr schlafen :headbash: Aber es reicht ja, dass es bei anderen so ist, ich muss nicht alles verstehen .

    Ist aber vermutlich sowas wie Geschmackssache.

    Und kommt denke ich wie immer auf die Individuen an. Ich kann mir schon vorstellen, dass es bei einem sehr reizoffenen Hund, der gerne in Höhlen schläft und in einem Haus lebt, in dem viel Trubel ist schon seeeeeeeeehr hilfreich sein kann. Oder wenn man einen sehr tiefen Schlaf hat und von einfach nur unruhig hin und her tapern nicht wach wird.

    Okay, ich habe das vielleicht komisch formuliert: für mich ist Frust eine Form von Stress. Stress im Sinne eines negativen Eindrucks. Aber es ist eben bei Juro kein Existenzangst-Stress sondern Es-läuft-nicht-optimal-Stress. Deswegen stehe ich ja auch auf der da-muss-er-durch-Seite. Aber meine Freundin meinte, er würde dann für immer Alleine bleiben mit dem Frustgefühl verknüpfen und deswegen nicht lernen entspannt alleine zu bleiben :fear: Das wäre natürlich schon doof.

    Bin natürlich kein Trainer, aber ich würde da auf mein Bauchgefühl hören. Er ist ja nur im Nebenraum. Er ist ja nicht komplett alleine, so wie es später mal sein wird.

    Gewissen Stress müssen Hunde einfach aushalten können. Finde ich. Mein erster Hund ist total unsicher gewesen als ich ihn bekommen habe. Den hab ich trotzdem überall mit hin genommen. Da hatte er zum Teil auch Streß, aber er wäre sonst nie so cool geworden. Ich habe nur immer geschaut WIE gestresst er ist. So dass er aus der Situation noch was lernen kann? Oder so sehr, dass er nix mehr mitkriegt und nichts lernen kann? War letteres der Fall bin ich raus aus der Situation.

    Genau so sehe ich es auch mit Frust, wie du richtig sagst, als eine Art Streß. Das ist eine Sache die meine Hunde aushalten können müssen.

    Danke, das ist beruhigend dass andere mit einer ähnlichen Strategie Erfolge zu verzeichnen hatten :) Ich denke auch, ich werde wohl erstmal dabei bleiben solange er nicht immer gestresster wird davon oder so.

    Er ist nicht gestresst, sondern hat Frust.

    Okay, ich habe das vielleicht komisch formuliert: für mich ist Frust eine Form von Stress. Stress im Sinne eines negativen Eindrucks. Aber es ist eben bei Juro kein Existenzangst-Stress sondern Es-läuft-nicht-optimal-Stress. Deswegen stehe ich ja auch auf der da-muss-er-durch-Seite. Aber meine Freundin meinte, er würde dann für immer Alleine bleiben mit dem Frustgefühl verknüpfen und deswegen nicht lernen entspannt alleine zu bleiben :fear: Das wäre natürlich schon doof.

    Aber die Reaktionen von den Kollegen und Eltern.

    Sind die denn so ätzend, dass sie Deine Entscheidungen anzweifeln? Bei mir haben das alle total verstanden und mich darin bestärkt, dass es ja meine Entscheidung ist, und ich mich damit wohl fühlen muss und schon das richtige tun werde.

    Ah da fällt mir ein, vielleicht mag mir mal jemand eine Meinung dazu geben (es passt auch gerade zum Thema): Juro wird diese Woche 12 Wochen alt und ich fange eigentlich schon seit Tag 3 an, langsam das alleine bleiben einzuführen. mal länger "alleine" bleiben im Sinne von ich bin mit Babygitter abgetrennt im Nebenraum, mal kurz Müll wegbringen, Briefkasten etc. Wenn er gerade sehr müde ist, juckt es ihn nicht so, wenn nicht dann wird er dann immer erstmal ein bisschen rastlos. Er Protest-fiepst immer ein bisschen und wandert durch die Wohnung. Wenn ich im Nebenraum bin, sieht man es ja ganz gut: er fiepst und wandert so für 5-10 Minuten umher und legt sich dann irgendwo hin und döst. Eine Freundin von mir, die schon etwas mehr Welpenerfahrung hat als ich meinte nun, solange er am Anfang gestresst ist, sind die Schritte zu groß und sie würde erstmal nur bei liegen bleiben im selben Raum, während ich aufstehe etc. bleiben. Ich habe aber irgendwie so das Bauchgefühl von "so ein bisschen Stress bringt nicht um und es ist eigentlich auch normal, dass er am Anfang nicht begeistert ist" und "solange er sich nach so relativ kurzer Zeit hinlegt und döst, wird es okay sein". Liege ich da richtig? Oder überfordere ich ihn und versaue mir langfristig das Alleine bleiben (was natürlich maximal doof wäre)?

    Aber Diego ist einer, der sich damit gerne ausdrückt, vor allem wenn ihm etwas nicht passt. Meine Strategie hierbei ist ihn zu ignorieren wenn er fiepst, das funktioneirt am besten und bringt uns glaube ich auch für die Zukunft am meisten.

    Haha, das ist bei Juro auch so. Am Anfang dachte ich, er hat dann Angst aber es ist mehr eine Art von Protest. Fiepsen und Quietsch-Bellen. Ich handhabe das aber auch wie Du: nicht alles im Leben ist lustig und da muss man durch.