Beiträge von fliegevogel

    Andere Hunde wurde gnadenlos verbellt. Und natürlich bellte sie auch, wenn sie irgendwo nicht hindurfte. Da hat es ordentlich in den Ohren geklingelt. Und wenn die schon mal dabei war, hat sie auch nicht so leicht wieder aufgehört.

    Bellen bei Frust bspw. ist auch ein ganz anderes Thema. Das hatte ich ja geschrieben, wenn er andere Hunde spielen sieht und er darf nicht hin, bellt Juro auch schonmal (mindestens fiept oder jodelt er aber). Und ja, das kann laut sein. Daran zu arbeiten, dauert länger, weil man das nicht irgendwie "abstellen" kann, sondern den Frust dahinter angehen muss. Und das ist ein langwieriges Thema bei vielen Hunden.

    Aber im Haus sollte ein Hund ja normalerweise entspannt sein und nicht super aufgeregt oder doll frustriert. Deswegen hatte ich in meinem Beitrag auch so explizit unterschieden: drinnen sollte es kein Ding der Unmöglichkeit sein, einen Lapphund "wohnungstauglich" leise zu haben. Dadurch sind es aber noch lange keine leisen Hunde. Da muss man wissen, was einem wirklich wichtig ist: einfach nur, dass sich die Nachbarn nicht beschweren (das kriegt man hin) oder, dass der Hund in jeder Lebenslage so leise wie möglich ist (dann ist ein Lappi falsch).

    vielleicht finde ich eine Möglichkeit, mir mal einen anzuschauen

    Es gibt auf Facebook eine recht gut frequentierte Lapphunde-Gruppe (Lapphunde in Deutschland oder so). Da findest Du vielleicht jemanden in der ungefähren Nähe? Ich bin leider ziemlich weit weg von Frankfurt.

    durch ihre Herkunft haben sie mit heißen Sommern scheinbar durchaus ziemliche Probleme. Je nachdem wo man wohnt und wie der eigene Alltag so ist, finde ich das auch schwierig

    Das kann ich von keinem der Lapphunde die ich kenne, bestätigen. Scheint individuell recht unterschiedlich zu sein, wenn ich mich in der Lapphund-Gruppe so umschaue.

    Aber gut, manche Zuchten gehen halt eher Richtung "plumpe Hunde mit Fellmassen", eventuell liegt es daran.

    Laut bei Aufregung - ja! Das ist wirklich so, bei allen die ich kenne. Und nein, es ist mir nicht egal und ich kann damit nicht gut :lol: Also, man gewöhnt sich nicht automatisch dran.

    Wie trainiert man denn, das der Hund z. B. beim Klingeln nicht bellt bzw wie hält man grundsätzlich die Bellfreudigkeit unter Kontrolle?

    Ich glaube, ein Allgemeinrezept gibt es da nicht, kommt immer ein bisschen darauf an, warum ein Hund bellt und wie er so tickt. Habe Dir mein Vorgehen kurz in den Spoiler gepackt.

    Spoiler anzeigen

    Bei Juro war es so Bellen aus (Vor)Freude und da ich das in der Wohnung nicht wollte, habe ich immer wenn er mit Bellen anfing, die schönen Dinge untebrochen. Beim Spielen bspw. aufgehört und erst wieder angefangen, als er still war. Wenn er gebellt hat, als ich sein Futter vorbereitet habe, habe ich mich hingesetzt ein Buch gelesen und erst mit dem Futter weitergemacht, als er still war. Das hatte er sehr schnell raus.

    Und bzgl Klingeln, da habe ich am Anfang viel selber den Klingelton abgespielt, so dass er gemerkt hat, das bedeutet nichts wichtiges. Und er durfte nie mit an die Tür kommen, so dass er gar nicht so sehr das Gefühl hatte, dass ihn das was angeht.

    Aber sowas klappt natürlich nicht immer gleich.

    Ein Golden Retriever im etwas handlicheren Format wäre nett

    Ich nenne Juro gerne meinen "nordischen Labrador", weil vieles (das freundliche Wesen, das alles-kann-nichts-muss und die Fröhlichkeit) recht ähnlich ist, finde ich. Könnte also wirklich passen (andere Sachen sind natürlich auch unterschiedlich, bevor mich hier jemand falsch versteht). Vielleicht kannst Du ja mal ein paar Lappis kennenlernen.

    Richtung Qual geht es für mich trotzdem in dem Punkt, dass Elterntiere nicht adäquat auf rassetypische Krankheiten untersucht werden und das kontrolliert nun mal ohne seriösen Verband niemand

    Würdest Du dementsprechend echt sagen, dass jeder Hund aus Nicht-Verbandszucht eine Qualzucht ist?

    Also, will hier nicht rumzicken, das ist jetzt nur ne Interessensfrage.

    Ich grätsche hier bei den Profis mal eben mit so einer Loser-Joggen-Frage rein: Juro zieht mittlerweile manchmal richtig gut, aber nur auf bestimmten Strecken. Auf engen Waldwegen oder oben auf dem Deich zieht er super, auf breiteren Wegen oder Wiesen so gut wie gar nicht.

    Da es bei mir um nichts geht und ich auch keinen Wahnsinns-Ehrgeiz oder konkrete Ziele oder so habe (es ist also definitiv eher "ich möchte ihm das ziehen nicht verbieten beim Laufen" als "er soll unbedingt ziehen") stört mich das jetzt nicht und es muss sich auch nicht unbedingt ändern, aber hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Finde es ein bisschen witzig.

    Ansonsten muss ich sagen, dass ich es krass finde, wie sehr Corona reimgehauen hat. Bin jetzt seit uuuungefähr einem Monat wieder negativ, seit etwa drei Wochen fühle ich mich wieder alltagsfit, aber beim Laufen bin ich immer noch ziemlich schnell aus der Puste und muss nach jeweils so 2 Kilometern erstmal 200 m normal spazieren, damit ich nicht ins Japsen komme.

    Wenn man klar kommunizieren würde dass die Eigensinnigkeit vom Spitz nochmal verstärkt und ne ganze Portion Jagdtrieb dazu kommt, würde sich das doch eher schlecht verkaufen.

    Das ist klar und ich will damit auch nicht sagen, dass ich die meisten "Pomsky-Zuchten" für ne tolle Sache halte. Wollte nur anmerken, dass es für mich keine Qualzucht ist, so wie ich auch Doodles oder Goberians oder bunte Labradore oder so nicht für ne Qualzucht halte.

    2 Gegenteilige Rassen, bei der man gar nicht so genau sagen kann, wie genau die rauskommen können

    Ich muss sagen, dass ich die Rassen gar nicht als so gegenteilig empfinde. Klar, deckungsgleich nun nicht, aber ich finde, Spitze und Nordische haben schon auch viel gemeinsam.

    Künstliche Befruchtung (wobei das ja wie hier schon einige aufgeführt haben auch nicht immer der Fall ist) kann man sicherlich so oder so sehen, aber ne Qualzucht ist es für mich nicht dadurch. Die meisten "Pomskies" die ich kennenlernen durfte sind eh mindestens F2, also PomskyxPomsky.

    einen Frenchie, Mops, PoMsKy, etc zu sehen, macht mich nur noch wütend. Von süß ist da gar nix mehr bei mir vorhanden

    Wahrscheinlich verwechselst Du da was, aber ich habe noch nie einen "Pomsky" mit Qualzucht-Merkmalen gesehen. Das sind ziemlich fitte Hunde. Da liegen die Probleme oft eher darin, dass sich die Besitzer*innen oft was gemütlicheres gewünscht hätten .

    bis 10 Meter Entfernung nimmt sie noch Leberwurst oder Wiener

    Dann würde ich einfach versuchen, mich wann immer möglich solange sie noch Leberwurst nimmt in die Büsche zu schlagen oder so, um den Abstand zu vergrößern. Mit etwas Glück kann sie dann weiterhin was annehmen. Vielleicht auch versuchen, sie mit Abstand mit dem Rücken zu dem anderen Hund absitzen zu lassen oder so?

    Und ansonsten dann das Hinlegen verhindern und ruhiges Gucken stimmlich loben, wenn sie keine Leckerli mehr nehmen kann.