Beiträge von fliegevogel

    Juro geht eigentlich mit jeder Person mit, die er kennt und/oder die Leberwurst hat. Er hört auch auf Signale bei anderen, aber die Grundaufregung ist viel höher und deswegen zieht/fiepst er beispielsweise mehr als bei mir und nimmt teilweise auch schlechter Futter. Das hat ja aber eigentlich wenig mit "nicht hören" zu tun.

    Wir üben das aber sehr regelmäßig, da ich alleine lebe und wenn mal was ist auf Betreuung angewiesen bin.

    Ceri05 Was ich aber fairerweise dazu sagen muss: um diesen relativ wenig plüschigen Zustand im Sommer zu erreichen, bürste ich den Hund im Fellwechsel fast täglich und bade ihn 2-3 mal während der Phase. Das ist schon recht viel Arbeit in den zwei Wochen etwa und wenn man da faul ist, bleibt viel mehr Unterwolle drin und der Hund leidet mehr unter der Hitze.

    Ich finde aber zumindest optisch Lapphunde tatsächlich weniger plüschig als Wolfsspitze. Anfassen konnte ich noch nie einen Wolfsspitz, weiß also nicht ganz, ob das nur ne optische Täuschung ist.

    Mein erwachsener Rüde (deswegen mit viel Fell im Kragen) mit moderatem Fell sieht im Sommer so aus und macht bis 30 Grad alles ganz normal mit (außer natürlich joggen im Zug und intensive Spürhundarbeit in der Sonne, da ist das aber fellunabhängig nicht unbedingt empfohlen). Ab 30 Grad meide ich dann lange Spaziergänge in der Mittagssonne und co, das machen aber auch die meisten meiner Bekannten mit Kurzstockhaar-Hunden.

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    Ist das echt so?

    Nein! Viel Fell kühlt nicht, das ist ein Gerücht, das aus fehlinterpretierten Wärmebilder entsteht.

    Aber tatsächlich ist Juro bspw trotz schwarzem Plüsch nicht besonders hitzeempfindlich. Habe zumindest beim Umgucken in meinem Bekanntenkreis das Gefühl, dass das mindestens so sehr am individuellen Hund liegt wie am Fell. Aber: das Fell ist definitiv auch ein Faktor und wenn man bspw. gezielt einen Hund mit bester Arbeitsleistung im August braucht, ist bei Nordischen (egal ob mit Kurz- oder Langstockhaar) die Trefferquote wohl schlechter als bei Rassen aus wärmeren Ländern. Ganz normale Aktivitäten wie Spaziergänge oder so sollte aber ein ordentlich ausgebürsteter Lapphund genau auch im Sommer so gut hinbekommen wie andere Hunde auch.

    Ich glaube, ich würde an Deiner Stelle einfach mal losfahren und ein paar Lapphunde bspw kennenlernen. Da gibt's ja doch so einige Züchter/Halter*innen über Deutschland verteilt. Und die Art der Hunde ist schon ne spezielle, auf dem Papier passen sie ja gefühlt zu fast jedem Menschen, aber in der Realität müssen sie einem schon liegen, finde ich.

    dem finnischen Lapphund und dem Lapinporokoira

    Das sind die zwei, zu denen ich ein bisschen mehr weiß. Fell hast Du ja schon erfasst, Suomenlapinkoira (Finnische Lapphunde) haben Langstockhaar, Lapinporokoira Kurzstockhaar. In Deutschland züchten viele Züchter*innen für Suomenlapinkoira für meinen Geschmack zu sehr in Richtung plüschig. Aber es sind dennoch alles immer noch funktionale, fitte Hunde.

    Man hört oft, dass Lapinporokoira arbeitswilliger/spritziger sind, das würde ich so allgemein nicht unterschreiben. Eher würde ich sagen, bei den Suomenlapinkoira ist die Streuung größer, da gibt's genau so arbeitswillige/spritzige, aber auch gezielt ruhiger und auf "reine Begleithunde" gezüchtete Hunde. In Deutschland wird eher letzteres gezüchtet, aber man findet trotzdem auch beides, wenn es einem wichtig ist. Eine Finnische Züchterin, die beide Rassen hält und züchtet hat mir mal gesagt, sie würde sagen, der größte Unterschied ist ihrer Meinung nach, dass Lapinporokoira etwas "weicher" sind, nicht so eigensinnig wie Suomenlapinkora und mehr WTP. Von der Energie und der Lust am Arbeiten nähmen sie sich aber - ihrer Einschätzung nach - nichts.

    Zu den Islandhunden kann bestimmt just2dun noch mehr sagen und zu den Lapinporokoira Anderster