Meine Usprungsfrage zielte eigentlich mehr darauf ab, wer die Idee hatte, aber ich sehe ein, dass das ungenau formuliert war und letztendlich der Halter die Entscheidungshoheit hat und die Verantwortung trägt.
Aber natürlich entstehen im Trainer-Kunden-Verhältnis teils wahnsinnige Dynamiken. Wenn ich da nun einen Schäferhund habe, den ich z.B. nicht allzu gut gehandelt bekomme und daher nur doppelt gesichert führe, dann höre ich garantiert andauernd, dass ich alles falsch mache und/oder grundsätzlich nicht geeignet bin, diesen Hund zu führen. Dass es in erster Linie, vielleicht sogar ausschließlich, an mir liegt. Zu weich, zu ängstlich, zu emotional, zu unsicher, zu schwach, die Klassiker eben.
Wenn ich mich nun also an einen Menschen wende, der kompetent auftritt und mutmaßlich all die Eigenschaften mitbringt, die mir eben angeblich fehlen, um den Hund als "normalen Hund" zu führen... und der sagt nun "na das ist gar kein Problem, ich kann mit solchen Hunden", da ist es nicht allzu weit hergeholt, sich auf solche Experimente einzulassen. Hätte man es tun sollen? Nein. Kann man die Verantwortung komplett auf den Trainer abwälzen? Nein. Aber grundsätzlich sollte mMn der Trainer aufgrund von Erfahrung und Expertise eigentlich besser als der Halter in der Lage sein, die Situation (und die jeweiligen Kompentenzen!) richtig einzuschätzen.
Allgemein weiß man aber auch wenig, es ist Spekulation. Wir wissen ja auch nicht, warum der Hund bisher in dem Maß gesichert geführt wurde und in welchen Situationen er überhaupt in welcher Form auffällig war.