Beiträge von Märchen

    Die Hauptnervenaustritte, sind an der Schädelbasis, nicht oben auf der Nase

    Wie gesagt ist ja nicht nur die Form der Nase verändert. Der Winkel ist stark verändert. Dadurch muss es im inneren des Winkels im Vergleich zur normalen Anatomie doch eigentlich zwangsläufig irgendwo eng werden.

    Einen negativen Einfluss auf die Atmung dadurch schließt du auch aus?

    Man kann halt auch überall alles heranreden wenn man nur will.
    Dann kann ich auch sagen das Collies und Windhunde ganz arm dran sind, weil die ja so schmale, zarte Schädel haben mit der langen Nase das da ja auch was falsch sein muss.

    Ja oder man schaut auf Extreme halt generell mit gesunder Skepsis. Hat nichts damit zutun, Probleme herzureden. Aber bei dir las es sich für mich so, als sei es nur eine Auswölbung des Nasenrückens und der Rest komplett unverändert und das scheint mir eben falsch zu sein. Ich habe nicht gesagt, dass das Probleme bringen muss.


    Bei einer Endoskopie der Nase kann man das Gehirn sehen und auch, ob das Gehirn durch die Anatomie des Schädels beeinflusst wird? :???:

    Das ist einfach nur ein Ramskopf. Nix schlimmes dran.
    Und selbst der ausgeprägte Papageienschnabel der bei einigen so beliebt ist macht nix mit dem Gehirn. Das wölbt sich ja nicht nach innen, sondern nach außen und drückt nix ein.

    Das scheint mir so nicht richtig zu sein. Die Bezeichnung "downface" scheint (den Fotos von Schädeln, die ich online gefunden habe, nach zu urteilen) insofern korrekt zu sein, dass der Winkel der Schnauze zum Rest des Schädel tatsächlich verändert ist. Die Schnauze zeigt wirklich teils deutlich nach unten. Insofern existiert auch eine Wölbung "nach innen", nur nicht auf der Oberseite, sondern auf der Unterseite des Schädels. Es ist durchaus möglich, dass auch die Höhle, in der das Gehirn sitzt, dadurch verändert/verkleinert ist. Die Augenhöhlen sind auch verändert.

    Ob das alles Probleme macht, hab ich keine Ahnung von, kenne ich keine Untersuchungen zu. Aber rein anatomisch ist das schon eine recht gravierende Abweichung vom "Grundmodell" und nicht nur ein bisschen mehr Knochen auf dem Nasenrücken.

    Ob das bei anderen Tieren mit Ramsköpfen/-Nasen mit ähnlicher Ausprägung irgendwelche typischen Probleme macht oder nicht, wäre noch interessant.

    Warum gibt es eigentich keine Hundeklamotten, die komplett dicht (also wie so Folien-Regenbekleidung) UND warm gefüttert sind? Geht das rein technisch nicht oder gibt es da andere Gründe für? Atmungsaktivität dürfte für Hunde bei Nicht-Schwitzen ja zumindest weniger relevant sein.

    Aber das es Dinge gibt, die helfen ganz ohne Evidenz ist doch nicht von der Hand zu weisen! Bei Kindern die hingefallen sind, pustet man aufs Knie - und mit einem bunten Pflaster tut es kaum noch weh! Bei einer Erkältung geht es einem wegen der Hühnersuppe schon besser, wenn sie noch auf dem Herd steht!

    Da sagt doch keiner was dagegen. Es denkt sich aber auch niemand eine Begründung aus, warum Pusten eine Wissenschaft ist, deren Wirkweise mit wissenschaftlichen Methoden einfach nur nicht belegt werden kann, weil die Wissenschaft zu dumm ist. Und verkauft dir dann eine tolle Pustbehandlung für zu viel Geld.

    Das Problem ist nicht, dass irgendwer irgendwas kauft oder nimmt, weil es dem Kopf hilft und der Kopf ein sehr wichtiger Faktor in der Genesung ist. Eins der Hauptprobleme ist diese Verschwurbelung und Schlechtrederei von Wissenschaft. Die Behauptung, dass es Dinge (Wirkungen) gäbe, die mit modernen wissenschaftlichen Methoden nicht nur nicht vollends erklärbar, sondern auch gar nicht nachweisbar wären, obwohl sie existieren würden. Das ist Wissenschaftsfeindlichkeit pur.

    Sonst könnte man klar sagen:

    "Ich fühle mich in dieser Situation nicht ausreichend durch die (ich nenn es mal "körperliche") Medizin unterstützt, ich brauche da mehr." Und dann kann man sich sein ganz persönliches Ritual überlegen/überlegen lassen, was einem Kraft gibt. So spirituell oder pragmatisch, angenehm, aufregend, entspannend oder eklig, wie jeder es mag oder braucht. Das funktioniert dann auch, ist aber keine "Alternative" zur Wissenschaft. Es ist total sinnvoll, den Placebo zu nutzen. Aber halt nicht so, wie es bei Homöopathie, Bachblüten, teils auch in der Naturheilkunde und ähnlichem passiert.

    Wissenschaftsfeindlichkeit schadet. So ganz generell.