Wichtig war mir, dass ich nicht ihn nicht jedes Mal aktiv wegschicken muss. Das macht nämlich auch wieder Stress bei allen. Bei uns läuft es so: Ich sage ruhig "ab". Inzwischen trollt er sich dann fast immer. Er hat also die Chance, auf eine Information zu reagieren. Wenn nicht, dann scheuche ich ihn weg (möglich ohne ärgerlich oder genervt zu wirken).
Was mir beim Lesen nicht ganz klar war: Ist dir das Ziel des Wegschickens bewusst? Ist das einheitlich? Weiß dein Hund immer, was du verlangst bzw. kann er das verstehen, nachdem du es durchgesetzt hast?
Es klingt nämlich für mich ein bisschen, als wärst du sehr auf die räumliche Kontrolle fokussiert. Das ist auch hilfreich. Aber was du ja eigentlich möchtest, ist nicht nur körperliche, sondern mentale Distanz. Den Kreis mit der Individualdistanz finde ich daher etwas irreführend. Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber mein Hund kann auch auf 100m Distanz mit vollem Fokus bei mir sein. Ohne Sichtkontakt? Da wird es schon schwieriger, selbst wenn ich im gleichen Raum bin. Bei Ole wäre es nicht hilfreich gewesen, ihn auf die Decke mit Sichtkontakt zu schicken (er versucht das manchmal so zu interpretieren, aber nö). Daher habe ich ihn wirklich oft aus dem Raum geschickt. Wenn er aber im gleichen Raum entspannt oder sogar mir abgewandt eingerollt liegt, ja dann kann er natürlich auch da bleiben.
Uuund was auch wirklich wichtig ist: Du selbst musst aus dem Teufelskreis kommen, in dem man die ganze Zeit guckt, ob der Hund nach einem guckt. Das kam bei mir aber recht schnell, als die Regeln klar waren. Trotzdem wichtig. Mit jedem Blickkontakt zwischen Hund und dir in einem Moment, in dem der Hund eigentlich abgemeldet sein sollte, schürst du Unsicherheit und Erwartungshaltung. Und nein, ganz angestrengt wegschauen zählt nicht so wirklich, das merkt der Hund auch 
Die Tipps der Trainerin für draußen finde ich übrigens nicht so gut. Da würde ich mehr mit, als gegen den Hund arbeiten wollen. Er soll die Reize ja wahrnehmen - die Frage ist, was er dann damit macht.
Disclaimer: Ich bin wie gesagt Ersthundehalterin. Also keine Trainerin oder dergleichen. Hier gibt es Menschen mit deutlich größerem Erfahrungsschatz und ich möchte dir keinesfalls raten, diese Stimmen zu ignorieren.