Beiträge von Panini

    Naja, wenn er immer zieht dann hat er Leinenführigkeit (noch) nicht verstanden.

    Das finde ich immer ein bisschen problematisch mit diesem "amGeschirr ist ziehen ok" Ding. Ich mach das auch nicht so. Ich finde es immer falsch, sich ziehen zu lassen.

    Wenn es aber an anderer Stelle total egal ist was der Mensch macht, weil der kommt ja immer schön hinterher gelaufen, man muss nur fest genug ziehen, dann braucht man das auch nicht üben, weil es sich völligst widerspricht.

    Also er zieht mich nicht durch die Gegend oder zu irgendwas hin, das lass ich nicht zu. Aber die Leine ist schon fast konstant auf Spannung, wenn sie am Geschirr ist. Das will ich natürlich nicht für immer so haben. Nur man liest und hört ja überall, dass junge Hunde erst mal am Geschirr ziehen dürfen und man die Leinenführigkeit zunächst am Halsband üben soll.

    Eigentlich soll er aber natürlich gar nicht ziehen.

    Daher die Frage, ob ich jetzt die nächste Zeit gar keine Runden mehr mit ihm gehen soll, sondern den Fokus lieber erst mal komplett auf Leinenführigkeit auch am Geschirr lege, und zum Flitzen dann halt mit ihm zur großen Wiese fahre, damit er auch mal rennen kann (seine größte Leidenschaft) 🤔

    Ich würde nicht die Leine kürzen sondern einfach ein Geschirr nehmen. Umso kürzer die Leine ist umso weniger Chance hat der Hund doch auch mal was richtig zu machen.

    Okay. Das heißt, keine Spaziergänge mehr, sondern entweder an langer Leine + Geschirr üben, oder Hund ins Auto packen und zu einer großen Wiese fahren, wo er auch mal rennen kann? Denn am Geschirr zieht er aktuell halt immer.

    Das mit der Schilddrüse ist sehr interessant, danke dafür! Das wusste ich tatsächlich nicht. Jetzt fühl ich mich noch schlechter, dass wir uns auf die 5 Meter Leine am Halsband eingelassen haben :verzweifelt: Die Idee hinter der Methode hat @Langstrumpf übrigens super beschrieben.

    Der Trainerin den Hund in die Hand drücken würde ich niemals tun, du weißt nicht, ob sie nicht überzogen straft, wenn plötzlich IHR Rücken betroffen ist.

    Das war auch nicht ernst gemeint. Ich würde nie einfach wem anders die Leine in die Hand drücken, und das würde unsere Trainerin auch ablehnen.

    Generell muss ich wohl mal kurz eine Lanze für die Trainerin brechen, nicht dass hier ein falscher Eindruck entstanden ist: Wir sind an und für sich sehr zufrieden mit ihr bzw. der Hundeschule und können die meisten Dinge dort mit tragen. Bin mir auch sehr sicher, dass sie niemals überzogen strafen würde. Ihre Hunde sind super gut erzogen, und da einer davon (eine Bracke) auch gerade erst 8 Monate alt ist und die Hunde meist mit am Platz sind, kann man vor Ort wenn man mal etwas früher da ist öfter einen Eindruck davon bekommen, wie sie selbst erzieht bzw. trainiert. Von (überzogenen) Strafen ist da absolut nichts zu sehen. Im Gegenteil.

    Man kann durchaus mit immer weniger Abstand üben - von Übungstag zu Übungstag! Innerhalb der Übung sollte aber gelten: Sobald Spannung in den Hund kommt, Distanz wieder vergrößern.


    Und was Leinenführigkeit üben mit langer Leine angeht: Das macht Sinn (AM GESCHIRR), wenn man die aufmerksamkeit an der Leine üben will, mit Richtungswechsel. Die machen nämlich nur sinn, wenn man die Richtung immer wechselt, BEVOR der Hund das Leinenende erreicht. So bekommt der Hund die Info: Ah, wenn ich auf Frauchen achte, passiert der unangenehme Zug an der Leine gar nicht. Da das mit einer 2 M Leine extrem schwierig für den Junghund und v.a. für den Menschen ist (und die Übung relativ wertlos ist, wenn man erst Zug entstehen lässt und DANN dreht) übt man besser mit einer längeren Leine.

    Das aber unbedingt zuerst ohne Ablenkung.


    Mir scheint, bei dieser Hundeschule sind viele gute Ansätze da, die aber alle nur halb verstanden und durchdacht sind.

    Es ist gestern einfach richtig blöd gelaufen. Inhalt oder Ziel der Übung war nämlich gar nicht, dass Ablenkung durch die anderen Hunde ins Spiel kommt. Jeder sollte für sich trainieren, mit genug Abstand zu den anderen, und die Trainerin ist reihum gegangen und hat Tipps gegeben oder war für Fragen da.

    Eine Frau ist mit ihrem Hund dann einfach von sich aus näher zu uns gekommen. Vermutlich unbeabsichtigt. Brodie hat halt nur sofort umgeschaltet von "brav hinter Frauchen herzockeln" auf "Party!" und ist los. Und ja, das ist an einer 5 Meter Leine richtig scheiße.

    Du hast übrigens perfekt beschrieben, warum wir mit der langen Leine üben sollen (ich hab vorhin extra noch mal meinen Mann gefragt, der hatte das Konzept nämlich verstanden :tropf: ): Damit der Hund einen Radius hat, in dem er sich an uns orientieren kann, ohne sofort Zug zu spüren. Anfangs sind nämlich alle Hunde bei der Übung sofort immer 2, 3 Meter am Halter vorbei nach vorne geschossen, der sich daraufhin dann umgedreht hat. Der Hund hatte dann genug Zeit, wieder zu folgen, ohne direkt die Leine auf Spannung zu haben. Im Grunde sollte Leinenführigkeit + Aufmerksamkeit / Orientierung am Halter damit besser geübt werden können.

    Die anderen 5 Hunde aus der Gruppe rennen halt auch alle nicht mit Vollspeed in die Leine, da kann man die 5 Meter vielleicht nehmen. Für uns hat sich das Thema erledigt, wir üben das nur noch mit kurzer Leine, denn das Konzept hat Brodie voll verstanden.

    Ich würde zugunsten des Hundehalses und Deiner Hände dazu raten eine deutlich kürzere Leine und/oder ein Geschirr zu nehmen.

    Ja, das werde ich auch ab jetzt immer machen. Wenn ich die Leinenführigkeit unter der Woche mit ihm übe, mache ich bereits seit längerem "heimlich" die 2 Meter Leine dran. Die Trainerin möchte halt, dass wir erst mal 5 Meter Leinen nehmen. Verstanden hab ich das noch nie.

    Falls sie sich beim nächsten Mal wundert, drücke ich ihr den Hund in die Hand und sag ihr, sie soll mal bitte vormachen, wie sie damit umgeht, wenn der Hund dann mit Vollgas in ihrem Rücken in die Leine rauscht :gelbekarte:

    Deiner Siggi entnehme ich, dass der Bub nichtmal ein Jahr alt ist - also verbuche das unter "normal in diesem Alter" ;)

    Danke :gott: Ich bin nach der Hundeschule oft einfach .. irritiert, weil die anderen in der Gruppe ja auch in dem Alter sind, aber die sind wirklich total ruhig, liegen, wenn Theorie dran ist, fast die komplette Stunde gechillt auf ihren Decken, bellen oder fiepen so gut wie nie, ziehen auch am Geschirr kaum, wollen nicht zu allem hin was Puls hat und ja. Man soll ja nicht vergleichen, aber das fällt mir in den Stunden echt schwer :tropf:

    Lilo ist mir in dem Alter bspw auch noch volle Kanone in die Schleppleine gebrettert.

    Hast du dich auch immer gewundert, dass der Kopf noch dran war |) ? Ich finds echt übel, wenn er da so reinrauscht. Vor allem heißt es ja immer, auf keinen Fall Halsband + Schleppleine, und dann wird beim Leinenführigkeitstraining ne 5 Meter Leine ans Halsband gemacht.

    Wie war das - Collies sind sanftmütig, sensibel, ausgeglichen, orientieren sich sehr am Menschen und sind nicht so körperlich wie zum Beispiel Retriever? Dann hat meiner seine Rassebeschreibung leider nicht gelesen :ugly: .

    Heute haben wir in der Hundeschule mal wieder Leinenführigkeit am Halsband geübt. Diesmal auf einem großen asphaltierten Platz neben dem Trainingsgelände. Das lief so lange super, bis nach ein paar Minuten das Mensch-Hund-Team, das uns am nächsten war, etwas näher kam. Etwas näher bedeutet, so bis auf 10 Meter. Bis dahin war Brodie super hinter meinem linken Knie gegangen. Von einer Sekunde zur anderen wird er zum Flummi, dreht sich um und rennt mit Anlauf beinah 5 Meter in die Leine. Da wir die Leinenführigkeit mit 5-Meter-Schleppleine üben, hat er mich durch die Wucht etwa einen halben Meter mit sich gerissen und mir gefühlt die Arme ausgekugelt :wuetend: , er hat wie wild gebellt, gehüpft und absolut NULL auf mich geachtet.

    Ich konnte ihn zwar stoppen und hinter mich bringen, er hat den anderen Hund auch nicht erreicht, aber das ist jedes Mal (es war nicht das erste Mal, dass er beim Leinenführigkeitstraining am Halsband in die Leine gerast ist, weil ein anderer Hund in unsere Nähe kam) ein absoluter Kraftakt bei derzeit 22kg und dieser Energie. Er ist bei Hundebegegnungen <15 Meter einfach überhaupt nicht ansprechbar, auch nicht bei Hundebegegnungen draußen.

    Mir macht das echt zu schaffen. Als Bonus obendrauf hab ich derzeit noch ein entzündetes Handgelenk, dadurch tut es einfach auch verdammt weh, wenn ich ihn mit der Handfläche an der Brust zurückschiebe.

    Ich verstehe das auch nicht. Er durfte noch nie zu fremden Hunden hin, an der Leine schon mal gar nicht, ich gestalte die Spaziergänge abwechslungsreich, er hört sonst super und ist im Haus total ruhig und ausgeglichen. Da nimmt man kaum wahr, dass hier zwei Hunde leben.

    Bitte sagt mir, dass das an der Kombi Alter + Rasse liegt, und sich verwächst :sweet:

    Zwischen ihm und den anderen Hunden in unserer Gruppe liegen wirklich Welten, was das Energielevel angeht, obwohl das teilweise auch Hunde "lebhafter" Rassen sind.