Ich hatte heute morgen eine Zecke in meinen Haaren
ich will auch ein Zeckenhalsband! Für mich!
Beiträge von lxbradormicky_
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Nun mal im Ernst: wenn Wölfe so scheu sind, Menschen eher grundsätzlich meiden - warum bitte schön, soll es normal sein, dass sich Wölfe in Innenstädte verlaufen - weit weg von der „Natur“, deren Qualitätsanzeiger sie doch angeblich sind?
Weil Wölfe nicht per se scheu sind. Sind Wölfe in von Menschen unbewohnten Gegenden bei der ersten Begegnung mit Menschen auch nicht.
Wölfe haben so etwas wie Kultur. Sie lernen - abhängig von Ort und Menschenverhalten - ob Menschen gefährlich sind oder nicht. Wenn Letzteres, sind sie nicht sonderlich scheu.
Laut Herrn Frost gibt es zudem pro Wurf einen sehr neugierigen Wolf. Vielleicht ist das wirklich ein forsches Tierchen gewesen?
Ist ja bei unseren Hunden und den verschiedenen Charakteren eines Wurfes nicht anders.
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micky, bitte - hier macht sich auch keiner über dich lustig, im Gegenteil: Ich find es hochinteressant, mal zu hören, wie da die Praxis aussieht und bin dir für deinen Bericht echt dankbar!
Alles gut. Es ist ja auch interessant zu erfahren was er sonst noch so macht gerade weil wir ggf. nochmal miteinander arbeiten wollten.
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Wie gesagt ich gebe nur das wieder was er gesagt hat. Ich bin ja zum Glück nicht in der misslichen Lage, meine Tiere schützen zu müssen. Weil ich keine habe.
Um meinen Hund mache ich mir trotzdem Sorgen... mal gucken wie sich alles entwickelt!
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terriers4me nur, wie nutzen die Glocken ja aktuell nicht zur Abschreckung sondern orten damit die Laufrichtung der Hunde. Ohne das würde uns ein wichtiges Element verloren gehen.
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Und noch ein Nachgedanke: Wenn Wölfe sich in irgendeiner Weise vor Glocken fürchten würden,
Hm es ging weniger um fürchten. Eher, es ist anders als sonst. Kurzzeitig helfen wohl auch Ballons, Strohpuppen etc an Zäunen.
Und dann hat er noch vom Einlappen gesprochen. Da habe ich mich jetzt aber noch nicht weiter zu belesen.
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"springen nicht",
Er sagt, sie können nur weit oder nur hoch. Also nicht in Verbindung. Deshalb macht ein Zaun in Oxer-Form wohl Sinn. Also erst einen flachen Zaun, etwas Abstand und dann noch einen höheren.
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Zitat
Die Bärenglocke und das Licht am Hund sind auch förderlich. Er meint, die Wölfe ziehen sich dann zurück. Ich glaube es noch nicht.
Da liegst du richtig - in Skandinavien nennt man Glocken am Jagdhund nicht umsonst "dinner bells". Da kommen die Wölfe dann wohl über weite Entfernungen, um sich das bimmelnde Leckerchen zu holen. Die sind ja nun mal nicht blöd.
Hm aber dazu müssen die Wölfe ja erst die Erfahrung sammeln Glocke = Hund?
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Ich gehe mal von einem fehlenden "g" aus

Oh ja. Natürlich.
Aber die Kanäle fanden seine beiden Jungs gut. Waren gleich baden

Ja so ähnlich klang es auch. Von den würden sie was abbekommen. Die anderen sind weicher. Aber gut, da stecke ich nicht wirklich drin ob nicht auch Abruzzen reichen.
Wäre es sinnvoll verschiedene Rassen in eine Herde zu geben oder ist da eine Zusammenarbeit nicht so gut gewährleistet?
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So, endlich zuhause!
Wie gesagt hatten wir heute einen sog. Wolfsspaziergang mit Thomas Frost. Intention dahinter war der Unfall mit dem Jagdhund (bei der Nachwuchs?) der durch einen Wolf verletzt wurde.
Wir aus der Rettungshundestaffel machen uns natürlich auch so unseren Kopf. Wir arbeiten meist bei Nacht und der Hund ist nicht unbedingt in Sichtweite und je nach Hund macht er auch relativ große Schläge bei der Suche. Also was passiert, wenn wir dabei auf Wölfe treffen?
Durch einen Artikel im Nordkurier ist eine aus unserer RHS auf Herrn Frost gekommen und hat das heutige Date ausgemacht.
Wir haben uns an einem Feldweg getroffen.
Erst hat er uns auf seine "Wölfe" vorbereitet und uns was zu den F-Generationen erzählt. Der Bursche im Norwegergeschirr ist ein F3, der größere ein Tschechoslowakischer Wolfhund. Da hat er uns etwas über die Rasseentstehung aufgeklärt.
Danach sind wir auf den Wolf direkt und die Probleme gekommen.
Ja, er ist definitiv total begeistert von den Tieren begeistert und sieht Sachen nicht so problematisch, wie sie sind.
Wir sind dann auf das Thema Herdenschutz gekommen. Er ist gegen Kanals, er bevorzugt Abruzzen auf Grund der Fellmasse.
Er hat uns dann erklärt, wie der Zaun sein sollte. Entweder hoch oder weit - macht macht mich Sinn. Auch über Untergrabschutz und Strom haben wir gesprochen. Er ist der Meinung, da gehe ich auch mit, dass aber alle diese Maßnahmen durchziehen müssen um die Lernerfolge beim Wolf möglichst gering zu halten.
Etwas zu naiv war meiner Meinung nach seine Haltung zum Schutz vom Großvieh. Nachdem ich angefangen habe über die Pferde- und Rinderrisse die mir bekannt sind zu erzählen meinte er nur, dass es eigentlich nicht das Beuteschema des Wolfes wäre und man sich beim Ausritt auch nicht fürchten müsste. Eigentlich...
Dann hat er die Tiere aus dem Hänger geholt und uns die Unterschiede gezeigt wie man Hund und Wolf auseinander halten kann. Dann sind wir zum Spaziergang aufgebrochen.
Spannenderweise haben wir Wolfslosung gefunden und er hat erklärt woran man diese erkennt (Haare, Knochenreste (müsste das beim gebarften Hund nicht auch so aussehen?)). Wir haben dann noch viele Fragen gestellt, gerade bezüglich unserer Rettungshunde.
Joa, Micky wäre das wahre Opfer eines Wolfes. Kurzhaarig, Schlappohren, distanzlos.
Ein Hund, der den Rückzug antritt könnte wohl gute Karten haben. Der Rest...
Richtig problematisch wird es wenn Wolfswelpen im Spiel sind.
Seine Taktik wäre: viel Lärm, möglichst viele Menschen, möglichst viel Geruch (durch Parfum). Die Bärenglocke und das Licht am Hund sind auch förderlich. Er meint, die Wölfe ziehen sich dann zurück. Ich glaube es noch nicht.
Schon mehrfach sind seine Hunde (nichthörende "Tutnixe" in Wolfsoptik) in andere Gassihänger reingebrettert.
Er meinte, er könne maximal den Wolfhund ableinen. Der F3 wäre weg. Wie er das zuhause handhabt weiß ich natürlich nicht.
alle Schuld an Rissen haben die unfähigen Weidetierhalter.
Den Eindruck, hatte ich zumindest heute nicht. Er sagt klar, dass die Herden geschützt werden müssen. Und ich sehe das nicht anders. Das leichte Buffet wird jeder Wolf vorziehen wenn nur etwa 1/10 der jagden auf Wild erfolgreich ist.
der auf der Schiene "Wolfspädagogik" den grünen Wolfsidealisten gegen gutes Geld
Damit hatte ich auch ein kleines Problem. Gerade als er die Politik ins Spiel gebracht hat. Er möchte sich demnächst aufstellen lassen. Ich finde, das war ein Thema was nicht in den Rahmen dieser Veranstaltung gehörte.
Das mit dem Geld... gut - er muss sich finanzieren. Aber wenn man aufklären will, gibt es mMn nur Cholera oder Pest. Wenige Menschen, viel Geld oder viele Menschen und eine Unkostenpauschale.
Trotz allem fand ich es sehr interessant. Auch, die Sache mal aus dem Pro Blickwinkel zu hören.
Wichtig für mich fand ich auch seine Herangehensweise, wenn man auf einen Wolf trifft beim spazieren.
Nicht rumwedeln oder so - den Wolf auf die Brust schauen, sich gerne einen Knüppel nehmen (für das eigene Sicherheitsgefühl) und dann langsam den Rückzug antreten. Zwischendurch den Wolf wieder angucken. Also nicht flüchten, sondern das Revier verlassen.