Ich würde an Deiner Stelle auch rein aus dem Part heraus, den Du anbietest, agieren.
Genau das - ich konnte es nur nicht so klar formulieren.
Danke Dir, Du hattest es aber auch schon gesagt ![]()
Da geht es auch nicht nur darum, dem Patienten die bestmögliche Beratung anzubieten, sondern auch darum, dass Therapeut*innen für sich klar abgrenzt, was ihr Part in der Behandlung ist und was nicht, also wofür andere Ansprechpartner*innen nötig sind, die in dem Bereich ihre Erfahrung haben. Das ist mit Sicherheit nicht einfach in einem Thema, das mehrere therapeutische Themen berührt. Und im Verlauf einer längeren Beziehung lockert sich da sicher auch etwas, weil man halt auch viel übereinander lernt. Aber für den Anfang und in einem neuen Themenbereich halte ich es für wichtig.
Der Mann bietet als Teil seines therapeutischen Spektrums Stimmtransition an. Da ist es halt auch so, dass er nur einen kleinen Teil im Gesamtpaket leisten kann. Und sich da der Aufgabe sicher zu sein, ist auch wichtig zum Selbstschutz, wenn man in einem Bereich arbeitet, in dem man viel mit menschlichem Leid konfrontiert wird.
Edit: Tiggy
Ich würde Dir da auch gar nicht unterstellen, dass Du da so etwas kommunizierst. Nur die Einstellung „selbstgemachtes Leid“ selbst - die ist nicht ganz neutral. Kanns auch nicht sein, weil wir alle von dem geprägt sind, was wir gelernt haben, das ist überhaupt nicht als Vorwurf von mir gemeint. Ich würde sie halt trotzdem so gut wie es geht beiseite schieben bei Therapieplanung, weil sie unweigerlich einen Einfluss nimmt, der hinderlich sein kann.