Siehe auch Beitrag von katzenpfote : Im Threadtitel müsste es statt „negativ“ „aversiv“ heißen, ggf. könnte ein Mod Dir das noch ändern ![]()
Ich hab da keine Doktrin, sondern schaue, was mit dem jeweiligem Hund am Besten funktioniert. Abgesehen vom Abbruch, der wird beim Aufbau mit positiver Strafe abgesichert. Also erst kommt das neutrale generalisierte Abbruchssignal „Nein“ (bedeutet so viel wie „was auch immer Du gerade tust bzw. überlegst: Lass es“. Die Hunde kennen es). Wenn der Hund dann nicht lässt, was er Strafe heißt in diesem Fall bei Momo z. B. ein scharfes „Madame!“ - reicht völlig. Bei Lilly ein angedeutetes körpersprachliches Drohen.
Es ist auch unterschiedlich, wie ich es etabliert habe. Momo hatte den Abbruch schon von der Züchterin mitbekommen, ich hab nur ein anderes Wort etabliert und trainiert, dass das „Nein“ auch bei Dingen zu befolgen, die sie sonst darf. Es gibt hier wenig, was jederzeit und überall verboten ist, aber ich erwarte, dass sie ein Verbot befolgen.
Bei Lilly (Ex-Straßenhund mit Lernbehinderung und Ängsten) hat es länger gedauert, bis sie überhaupt in der Verfassung war, was zu lernen. Dann habe ich den Abbruch darüber trainiert, dass ich mich körperlich sachte quasi zwischen sie und das, was sie nicht machen soll, gedrängt habe, ohne gezielt zu drohen. Und sachte gelobt habe bei Switch auf erwünschtes Verhalten (Lerckerliegabe beim Üben war erst ein paar Monate nach Einzug möglich).
Nein und der Rückruf sind hier die Dinge, die funktionieren müssen. Wobei es mir beim Rückruf wurscht ist, ob ich ein- oder zweimal rufen muss. Alles Weitere ist Kür und wird über Lob und Leckerlie trainiert.