Beiträge von Phonhaus

    Ja, zb. wenn du es halt machst mit dem festen Vorhanden den Hund dann über eine pos Strafe davon abzuhalten zu klauen.

    Was ist denn mit Möglichkeit 3:

    Den Hund davon abhalten hinzulaufen und ihn für richtiges Verhalten wie zb warten zu belohnen?


    Und das ist vermutlich der Punkt, an dem wir aneinander vorbei reden. Wenn ich erfolgreich davon abhalte loszulaufen, dann habe ich in meiner Lesart eine Komponente Strafe dabei. Ich habe ein Verhalten abgebrochen, das ich nicht wünsche, nämlich das Loslaufen (Abbruch). Und ich habe es so verständlich getan, dass der Hund sein eigentliches (sehr hoch gelagertes) Interesse aufgegeben hat (Strafe). Und das gezeigte erwünschte Alternativverhalten belohnt.

    Ja, aber die Bilder sind 8 Jahre alt :D Da hat inzwischen der Zahn der Zeit was verändert.

    Auf 100 Bücher werde ich nicht mehr kommen. Aber physikalische Bücher nur noch in 4-5 Regalen, das wäre so ein Traum von mir. Da streikt der Mann noch. Aber wenigstens steht hier nicht mehr alles doppelt voll und teils liegend, damit jedes Quäntchen Platz genutzt ist.



    Was macht ihr denn da wenn ihr ohne Strafe arbeitet?? Oder habt ihr einfach Hunde die sowas nicht versuchen?

    Die Hunde lernen doch trotzdem ein “nein” oder “lass das” - nur halt nicht über positive Strafe

    Ich nehme mal ein ganz konkretes Beispiel. Tag 1 Momo Einzug. Fütterungszeit. Momo fraß ihre eigene Portion und stürzte sich dann zu Lillys Portion, um die zu klauen. Habe ich unterbunden, war natürlich erstmal nur akute Verhinderung.

    Tag 2 wussten wir ja schon Bescheid. Jetzt gabs zwei Möglichkeiten: 1. Wir gehen den Konflikt nicht ein, sondern füttern die Hunde räumlich getrennt. 2. Wir bereiten uns darauf vor, dass Momo versucht zu klauen, unterbrechen das und rechnen damit, dass wir den Abbruch auch durchsetzen müssen.

    Wäre Möglichkeit 2 das, was Du meinst, wenn Du sagst, man gestaltet Training so, dass der Hund was falsch machen muss?



    Was macht ihr denn da wenn ihr ohne Strafe arbeitet?? Oder habt ihr einfach Hunde die sowas nicht versuchen?


    Ich denke nicht, dass das hier irgendwer anders macht. Das ist ja Kommunikation. Lucifer kann größenbedingt wunderbar seinen Kopf auf den Esstisch legen und hatte dann als Junghund die lange Nase quasi auf meinem Teller. Ich hab ihm gesagt er soll es lassen und wenn das nicht gereicht hat, habe ich die Nase vom Tisch geschoben. Da war jetzt nicht wirklich mehr nötig. Und wie man das rein positiv machen sollte würde mir gerade auch nicht einfallen.

    Genau. „Kommunikation“ würde ich halt für mich ausdifferenzieren. Und wenn ich der Hündin da erfolgreich was verboten habe, was sie gerne tun würde, dann habe ich entweder schon einen sehr gut funktionierenden neutralen Abbruch etabliert, oder es war eine Komponente „Strafe“ dabei.


    Wir haben Bücherregale überall außer i Bad, da stehen aber welche auf einer Kommode. Und in der Küche stehen die Kochbücher im Vorratsraum. Im Rest der Wohnung stehen die Regale so, dass sie die schmale Seite vom Raum nicht noch weiter verengen. Bzw. da, wo vom sonstigem Mobiliar her noch etwas Platz für Bücher ist. Auf Kommoden überall in der Wohnung und im Raumteiler für die HiFi Anlage stehen auch noch einzelne Reihen Bücher. Die will auch da eigentlich weghaben, aber dafür müssten noch welche aussortiert werden.

    Aufs Ausbleichen achte ich nicht bewusst. Ggf. sind da Billy mit Glastüren eine Möglichkeit für Dich? Die haben wir für CDs. Das sieht so aus:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Die nach der Entrümpelung noch vorhandenen Regale in der Wohung:
    Spoiler anzeigen

    Wohnzimmer:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.


    Flur:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.


    Mein Zimmer, das ist relativ klein, meine ganzen Bastel- und Stricksachen sind da auch untergebracht, mein HO Equipment und Lillys Höhle, deshalb steht da ein schmales Regal hinter der Zimmertür und die Dachschräge wird genutzt:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.


    Manns Schlafzimmer (bitte die Überbleibsel des gestrigen Partyeinkaufs galant ignorieren :lol:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Ich hab jetzt ja alles Andere als „Gebrauchshunde“ :smile: Aber das ist bei mir ähnlich. Alltagstraining heißt für mich das, was der Hund relativ zügig können sollte, damit wir relativ zügig mit viel Spaß angenehm zusammenleben können. Hausregeln hieß es mal in einem anderen Thread. Und da gibts hier nicht so viel, was halt auch an unserem Umfeld liegt, das echt easy going ist. Und das ist für mich das Akzeptieren eines Verbots (Abbruch) und Rückruf. Und da ist für mich die Minimalbasis, dass die Hündin schon weiß, dass es sich lohnt, auf mich zu hören, und dass sie gerne zu mir zurückkommt. Letzteres wäre das, was ich unter dem Stichwort „Kommunikation“ und einfach soziale Beziehung fassen würde.

    Und dann hängt es halt einfach von der Hündin ab und dem, was sie braucht, um Interesse an mir zu haben, gerne zu mir zu kommen und gerne mit mir zu kooperieren. Das war das, was meine erste selbst erzogene Hündin mir beigebracht hat.

    Hier gibts z. B. kein frühes Deckentraining (wobei ich das nicht grundsätzlich ausschließe, kann mir gut vorstellen, dass es Hunde gibt, die es brauchen) und kein „Sauberkeitstraining“. Wirkliche Leinenführigkeit brauche ich nicht, aber ich mag nicht durch die Gegend gezerrt werden. Das lernen die Hunde im Lauf der Zeit (und ich akzeptiere völlig, dass Lilly es nicht 100% leisten kann, wenn ihr gerade das Adrenalin unter der Schädeldecke explodiert).

    Sitz, Platz und sonstige Tricks wie Pfötchen, Apportieren, sich wohin schicken lassen … passiert hier spielerisch im Lauf der Zeit.

    „Verhaltenskorrekturen“ sind nochmal ein sehr individuelles Thema, da kann ich gar nichts pauschal zu sagen. Natürlich haben wir geübt und viel dafür getan, dass Lilly aus ihrer generalisierten Angst herausgekommen ist. Und da sicher nicht über Strafe gearbeitet (aber ein Stück weit über Zwang, wobei ich damit vermutlich auch was ganz Anderes meine als das, was das Wort in vielen Köpfen als Bild erzeugt). Und da war völlig klar, dass das ein langer Weg ist, der viel, viel Positives, Geduld und Empathie erfordert. Ansonsten war es bei Lilly nötig, erstmal überhaupt verschiede Verhaltensweisen zu ermöglichen bzw. herauszulocken (erwünschte wie unerwünschte), damit sie was Anderes nutzen/zeigen und erfahren konnte, als blanke Panik.

    Aber nochmal: Das ist für mich was ganz, ganz Anderes als ein Abbruch.

    Viel mehr gabs da bei Lilly nicht zu tun.

    Bei Momo ists der Hang zu hirnlosem Überdrehen und zur überschnellen Erregbarkeit, an dem wir arbeiten. Und der zum Klammern. Auch dafür haben wir viel, viel Zeit. Viel mehr gibts da auch nicht. Dabei hilft der Abbruch übrigens tatsächlich. Als ein Bestandteil dessen, was wir tun, damit sie lernt, runterzufahren bzw. nicht so überschießend hochzufahren. Im Bewusstsein, dass ein Pudel nunmal kein Neufundländer ist und das Ziel nicht sein kann, dass sie sich verhält, als wäre sie einer :smile:

    Positive Strafe stets und ständig :ka: ich wüsste aber auch nicht wie ich das echte Leben so kontrollieren sollte, dass ich immer rein Belohnungsbasiert auf den jeweiligen Stand des Hundes eingehen könnte. Und selbst wenn, dann bleiben noch Tagesform und Fehleinschätzungen meinerseits.

    Warum kannst du gezieltes Training nicht so gestalten?

    Wenn du ne schlechte Tagesform hast, trainierst du halt nicht gezielt an den Baustellen sondern machst was anderes.

    Fehleinschätzungen passieren, das ist ja nicht gewollt oder beabsichtigt.


    Es geht darum gezieltes Training positiv zu gestalten bzw ohne pos Strafe. Nicht um Alltag oder Notsituationen.


    Und eig geht es in dem Thread doch darum wer wie erzieht/trainiert. Und nich darum was ist besser/schlechter.

    Training heißt doch nicht zwangsweise „Training an Baustellen“ (wobei das wirklich wiederum ein Wort ist, das ich nie benutzen würde. Meine Hunde sind Lebewesen, keine Autobahnen).

    Ausformung von mir definitiv unerwünschten hin zu von mir erwünschten Verhaltensweisen ist für mich was ganz, ganz Anders als das Alltagstraining.

    Ich wünsche allen nochmal ein frohes neues Jahr und malimuc , Anabanana : Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

    Hier ist es ruhig und ich hab heute morgen um 7 schon den erstn Trupp aufräumender Kiddies mut Böllerwagen gesehen :smile: „The Day After“ hier:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.


    Bin froh über mein Dörfchen. Aber ja, hier war es mehr als letztes Jahr und den Trend finde ich sehr unglücklich. Wenn ich mir so überlege, was eigentlich alles deutlich strenger reguliert werden müsste, damit auch die heute Müll einsammelnden Kiddies ein schönes Alter haben, dann stimmen mich solche Interpretationen des Begriffs Freiheit auch sehr, sehr traurig.

    Aber heute möchte ich dann doch gerne den Tag zum Ausspannen und Genießen nutzen. Daher nochmal ein frohes neues Jahr an alle :smile:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Ich bin vermutlich Kategorie "Kekseschmeißer". Für mich ist aversive Handlung auch nicht gleich Strafe. Ist vermutlich Definitionssache (und ich kann nicht sagen, wie Hund das interpretiert), aber für mich hat Strafe etwas mit Intention einer negativen Konsequenz zu tun, eine Korrektur ist für mich Kommunikation. Ich korrigiere Plüschi durchaus (körpersprachlich, Abbruchsignal oder auch Wiederholung). Ich wüsste nicht, dass ich sie schon mal bestraft hätte. Frustriert - sicherlich, aber meist komm es mir als ein "aha - ok" bei ihr vor. Oder sie zeigt an, dass sie noch nicht verstanden hat, was ich von ihr will. Dann ist es mein Job, es besser zu kommunizieren. Es ist selten, dass wir etwas wiederholt "ausdisktieren" müssen (bisher).

    Und in der Beschreibung gar nicht so anders, als ich es mache :smile: Nur dass ich - vermute ich jetzt - dass, was Du „Korrektur“ nennst, in einer Trainingssituation als Abfolge von „Abbruch, Strafe, Abfrage von Alternativverhalten“ bezeichnen würde :smile: Meine Pudeline betrachtet es als Strafe, wenn ich die Augenbraue in ihre Richtung hochziehe. Lilly betrachtet es als Strafe, wenn ich sie etwas eindringlicher anschaue und dabei minimal angespannt bin. Deshalb unterscheide ich da so fein, nur so kann ich mir das überhaupt bewusst machen. Und nochmal festgehalten: Da sind wir noch ganz, ganz weit davon entfernt, dass die Hündin meidig wird oder gar Furcht verspürt.