Und gerade als Körperteil und sogar Kopf... einfach sehr morbide.
Kann nachvollziehen was du meinst, tatsächlich fände ich "Schwarzenkopf" als Bezeichnung viel schlimmer, weil ich das mit realen Menschen assoziieren würde, Mohr ist halt für mich eher ein "Kunstwort". Aber glaub wenn man aus einer Region stammt in der man Bubespitzle isst, sieht man das nicht so eng 
Die Krux beim „Mohrenkopf“ und noch viel stärker ausgeprägt auch beim „Sarottimohr“ - falls sich noch jemand daran erinnert, da konnte man es bildlich schön sehen - ist halt ein sehr wohl zutiefst herabwürdigender Hintergrund. Nämlich der sogenannte „Kammermohr.“ Verschleppte Menschen, die bewusst prächtig und exotisch ausstaffiert wurden und mächtigen und gernemächtigen Menschen als lebende Statussymbole und laufende Kunstobjekte gedient haben. Auch aus Freude am Gedanken an bunte, prächtige, exotische, abenteuerliche Länder (die gleichzeitig in der Realität ausgeblutet wurden). Auch diese Assoziation ist nicht unschuldig.
Schwabbelbacke
Das Problem liegt nicht in dem, was Du gesagt hast. Sondern in dem Kontext, der das, was Du gesagt hast, zum Problem macht. Das wirst Du nicht 100% vermeiden können. Erst, wenn der Kontext ein Anderer ist.
Wichtig in solchen Augenblicken ist, das erlebte Moment der Scham nicht gegen sich oder den anderen Beteiligten zu wenden (was rein menschlich die ersten zwei ganz normalen Impulse sind), sondern gegen die Umstände, die diese Scham erzeugen und begründen. Die Frage: „Was hätte ich denn sagen sollen?“ trifft nicht den Kern. Den träfe eher die Frage: „Was ist das für ein Scheisskontext, in dem eine nett gemeinte Frage mit Grund als versteckter Angriff missverstanden wird.“