Man wird durch ein einmaliges Feedback - auch wenn es mit Fingerspitzengefühl und diplomatisch und gut formuliert ist - möglicherweise nichts erreichen. Oder es in Einzelfällen situativ verschlimmern (aber um hier nochmal auf die geschilderte Situation zurück zu kommen: Hier ist nicht die Rede von einem Tier- oder gar Frauenschläger, sondern von einem groben und evident sichtbar unwirksamen Erziehungsversuch, der sich möglicherweise aus akuter Gereiztheit speist. Ganz unterschiedliche Ausgangslagen).
Womit man allerdings sehr wohl etwas erreichen kann, ist der soziale Druck, der sich daraus speist, dass bei Änderungen im gesellschaftlichen Wertekontext bestimmte Verhaltensweisen als nicht mehr akzeptabel betrachtet und dem sich so Verhaltenden auch kommuniziert werden. Dazu gehört es, Haustieren ohne Not wissentlich Schmerzen zu bereiten. Schade, dass nur Haustiere, aber das ist ein anderes Thema.
Ja, auch darüber wird man einen Gewalttäter mit entsprechender Persönlichkeitsstruktur nicht erreichen. Aber das ist doch eher nicht die Mehrheit der Menschen, die handelt eher aus Unbedachtheit, Gewohnheit und dann ggf. aus momentanen Impulsen. Und natürlich erreicht man da was durch entsprechendes Feedback. Nicht gleich, nicht beim ersten Mal.
Und ja: Manchmal ist man bei Ansprache auch einfach nur der nervige Besserwisser, der aus einem Maulwurfshügel die Zugspitze macht. Kommt vor. Sehe ich hier im geschilderten Fall zwar nicht, aber man kennt ja nur eine Seite. Natürlich sollte man abwägen, wann man was und wie sagt.
Was gar nicht helfen kann: Es zu ignorieren und es damit nie dazu kommen lassen, dass sich ein geändertes Werteverständnis bildet.
Ich hab übrigens auch durchaus schon mit gutem Erfolg Sachen angesprochen. Und wurde erfolgreich angesprochen. Und Heureka: Wir alle reden sogar immer noch freundlich miteinander.