Schau Dir das Bild von Cusco und den Katzen an und frage Dich: Ist das Dein Idealbild, das, was Du Dir von Eurem Zusammenleben wünschst? Dann verabschiede Dich davon. Das sollte nicht Dein Trainingsziel sein, Dein Trainingsziel sollte sein, dass Hund und Katzen lernen, dass sie einander nichts angehen und sich im Zweifelsfall ignorieren. Das funktioniert aber nicht, so lange man im Kopf darauf hinarbeitet, Kontaktliegen und freundschaftliche Beziehung zu fördern.
Dein Hund ist noch jung, ja. Aber Jagdtrieb und die Tendenz, Konflikte nach vorne zu lösen und Ressourcen zu sichern sind da. Das geht sehr wahrscheinlich beides auch nicht weg, den Umgang damit wirst Du ihr Leben lang haben. Wenn der Umgang mit Aggressionsverhalten etwas ist, was Du nicht möchtest oder nicht kannst und das möglicherweise verhindert, dass Du mit Cusco auch in Zukunft warm wirst, dann solltest Du die Rückgabe an den Verein in Erwägung ziehen.
Das kannst aber natürlich nur Du selbst wissen, ob das jetzt gerade eher noch eine Phase von Kaufreue/Schwierigkeiten von der Umgewöhnung her ist oder ob ihre Anlagen einfach dauerhaft nicht zu dem passen, was Du Dir vom Zusammenleben wünschst.
Es ist eine Sache, theoretisch im Kopf zu haben, dass Aggressionsverhalten beim Hund etwas ist, mit dem man rechnen muss. Wie es dann wirklich im Zusammenarbeiten ist, muss man erfahren haben, darauf bereitet die Theorie nicht vor. Aber umstellen darauf muss man sich dann trotzdem möglichst sofort. Ist nicht einfach. Schau da auf Dich und das, was Du leisten kannst.