@tigre
Ja, das wars. OMG.
@tigre
Ja, das wars. OMG.
Nee, was ganz Altes. Kein Zeichentrick, ich mag keinen Zeichentrick. Gut, den Film mochte ich auch nicht, mein Mann mochte den. Irgendwas mit Jemandem, der widerwillig Werbespots drehen musste. So ein Komiker. Der war beim Singen im Hundekostüm, meine ich.
Und die sind durchaus bedenkenswert Ich weiß nicht, ob es Sventje da so geht wie mir. Aber mir ist mittlerweile schon öfter mit Bezug auf Lillys Ängste gesagt worden, das (Ex-)Straßenhunde auf der Straße doch wohl für ihre Sozialisation passender aufgehoben werden. Ist mittlerweile eine quasi „anerkannte Lehrmeinung.“
Die auch was für sich hat. Nur eben leider oft nicht mit der Realität in den entsprechenden Ländern einhergeht, wo die Hunde, einmal gefangen, gesetzlich verankert nicht wieder auf die Straße entlassen werden dürfen.
Lillys auferzwungene Wahl war Shelter+früher Tod oder Ausreise - da hat sich die in der Theorie so gut anhörende Frage nach der höheren Lebensqualität ganz einfach nicht gestellt.
Und ich ganz persönlich bin sehr froh, dass sie noch lebt.
Irgendwie zerhaut es mir den Rest des Beitrags?? In der Bearbeitung kriege ich ihn vollständig angezeigt.
Schreiben wollte ich noch, dass das hier daraus geworden ist:
Es kann schwierig bleiben - und aus manchen Hunden wird nie ein „ganz normaler Hund“ nach gängigen deutschen Vorstellungen.
Aber mit Fachwissen, Liebe, Geduld, Konsequenz und Humor kann ein toller Hund daraus werden. So etwas zum Mut machen.
Ja, kann so ausgehen. Ist schon richtig - gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Allerdings dürfen viele Straßenhunde nicht auf der Straße bleiben - ganz unabhängig vom deutschen Tierschutz. Meine hätte ihr restliches (kurzes) Leben in einem völlig überfüllten Shelter verbringen müssen, hätte es nicht die Kooperation mit einem (an sich regional arbeitendem) Tierheim gegeben.
Bei uns ist aus dem hier:
Das hier geworden:
Nur ein bisschen zum Mut machen. Ja - man muss sich darauf vorbereiten, dass niemals ein „ganz normaler Hund“ daraus wird. Aber es kann - mit Liebe, Geduld, Konsequenz, Humor und viel Fachwissen - trotzdem ein ganz toller Hund werden.
Ansonsten ist für mich auch stimmig der Satz, dass man für das verantwortlich ist, was man sich vertraut gemacht hat. Aber das muss jeder für sich wissen.
Ich drück Euch mal die Daumen. Wie ich es auch gerne im Angstthread schreibe: Für mich ist Ruhe und humor- und liebevolle Akzeptanz dessen, was erstmal ist (ohne es als Endzustand zu betrachten) der beste Weg. Auch für mich selbst. Es nimmt sen Druck von den Schultern, gleich und schnell in Aktion treten zu müssen. Und es hilft Hundchen halt auch nicht, wenn das Menschenherz „mit ihm blutet“ - eher das Gegenteil.
Hallo nochmal,
jetzt bin ich etwas erholter. Schau bei Gelegenheit einfach mal in denThreads vorbei, die ich Dir verlinkt habe: Da findest Du Austausch mit Haltern von auf verschiedene Weise ängstlichen Hunden.
Lilly war bei Einzug bei uns ähnlich. Allerdings waren wir darauf vorbereitet, wie sie ist.
Wir haben sie in den ersten Tagen einfach ihren Platz wählen und dort in Ruhe gelassen. Durch unsere erste Hündin gabs schon 6 Körbchen in der Wohnung. Hat sie natürlich keins genommen. Dort, wo sie hinwollte, hab ich dann Decken ausgelegt.
Sie mochte auch kein Gassi, war für mich aber eine Notwendigkeit. Sie hatte in der ersten Zeit das Geschirr an. Wenn sie gar nicht mit wollte, habe ich sie getragen. Das Ganze ohne viel Ansprache oder „Beruhigung“ (wäre eh nicht als solche angekommen), sondern freundlich neutral. Ansonsten habe ich sie komplett auf uns zu kommen lassen. Wir haben e etwas ruhiger und gedämpfter unseren Alltag weitergelebt, wenn einer mal an ihrem Blickfeld vorbeigegangen ist hats wortlos gute Leckerchen geregnet, ein kurzes Lob, wenn sie was genommen hat. Wir haben sie auch so gut wie ging nicht mit Blicken bedrängt.
Ruhe, Stabilität und feste Struktur, viel gucken und riechen lassen, Geduld, Zuneigung ohne viel Überschwang und viel langsames Gewöhnen mir Wiederholungen - das waren so unsere Maßnahmen. Nach ein paar Tagen haben wir festgestellt, dass sie nach der Dämmerung abends lieber rausgeht und haben die kleinen Gassirunden auf diese Zeit verlegt. Kurze immer gleiche Wege und langsam gesteigert. Unser Ersthund war ein super Coach.
Sie kam recht bald. Gute Leckerchen aus der Hand gabs schon am dritten Tag. Gerne Gassi hat ein paar Wochen gedauert. Kuscheln war bei mir recht schnell da (ich hab sie aber auch neun Tage vor Übernahme täglich im Tierheim besucht). Bei keinem Mann hats schon eine gute Zeit gedauert. Heute ist sie ein fröhlicher Springinsfeld mit dem ein oder anderem Special Effect. Wir wohnen aber auch so ländlich, dass sie nicht sooo schnell an viele verschiedenen Alltagsreize gewöhnt werden musste, deshalb konnten wirs ruhig angehen.
In Frankreich wurde Lotte (zu dem Zeitpunkt hatten wir nur sie) morgens immer begrüßt mit den Worten
Bonjour le petit toutou!
Das hat in der Aussprache einen gewissen Schwung und obwohl das schon länger her ist, begrüße ich sie heute immer noch manchmal so
Na toll - jetzt hab ich immer wieder mal auftauchenden Bäh-Ohrwurm :
Ragoutoutou - le ragout de mon toutou
Und ich weiß nicht mehr, aus welchem Film das gewesen ist ...
Bei uns sind die Hunde übrigens Madame und Mademoiselle. Aber nur, wenn was nicht passt.
Hi,
grad ziemlich müd wegen Schlafmangel, daher verlinke ich Dir erstmal nur 2 Threads:
und
Schönes und Schweres - zeigt Eure Rumänen
Da ist bestimmt auch ein kleiner Bosnier willkommen.
Später mehr
Hi, bei Gassigängen kann man sich ein wenig
kennenlernen. Habt Ihr Euch denn bei Euch im Umfeld Mal nach Hundetrainern umgeguckt? Einige bieten eine Übernahmeberatung an. Gassigänger kann man löchern, die den Hund kennen.
Allerdings wird es immer Überraschungen geben, darauf muss man gefasst sein.
Zum Verein kann man sich auch schlau machen, wenn man sich so die Infos auf der Website kritisch anschaut.