Beiträge von Phonhaus

    Hört sich für mich an, als hätte sie das erstmal als neue Strategie versucht, sich dem Gassi zu entziehen - und es hätte sich verfestigt.


    Hast Du schon mal probiert, dann ohne das „Fangspiel“ alleine rauszugehen und nach einer kurzen Zeit wieder reinzugehen? Um zu gucken, ob sie dann erstmal baff ist oder weiter versucht auszuweichen?

    Waldhörnchen :bussi:

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    :drgreen: Der innere Omni meldet sich bei mir bei so Sachen wie Bratwürstchen, Markklößchen, Maultaschen, Schinkennudeln. Könnte man Bolognese nicht so gut vegetarisch machen, wäre das auch gefährlich.

    Und bei Fisch schlägt er auch gelegentlich zu. Auch mit etwas schlechtem Gewissen, aber mei - wenn ich allen meinen Ansprüchen an mich genügen würde wäre ich nicht auszuhalten :lol:

    Also - ich sehe da keinen Hund, der aggressiv wie etwa auf einen Konkurrenten oder eine Bedrohung reagiert. Sondern der sich zielsicher, ohne zu zögern und unbeirrt das Kind packt :ka: Keine Spur Drohung, einfach nur Zugriff. Für mich das, was passieren kann, wenn man einen Hund einseitig über Beutetrieb hochpusht, weshalb ich auch kein Freund von Reizangel ohne Anleitung etc. bin.

    Also mehrere 100 Meter habe ich - der Genauigkeit halber :hust: - nicht im Winkel der Kamera gesehen. Ich gehe nicht davon aus, dass das Kind der Verhaltensauslöser war. Nur dann eben ein vielversprechender Kanal. Was das Ganze umso brandgefährlicher macht. Beuterausch, der so ausgeprägt ist, dass beim Objekt nicht mehr differenziert wird oder werden kann, ist schon übel.


    Ich habe übrigens Feddersen-Petersen gelesen - und O’Heare - und Gansloßer - und ne Menge dazu aus dem humanbiologischem Bereich. Und finde (für mich) die strikte Trennung trotzdem eher sprachlich und ein Stück weit motiviert von menschlichen Moralvorstellungen. Aber ist nur meine Meinung, da würde ich mich nicht streiten.


    Auch Jagdverhalten kennt Sequenzen und Stufen. Aber da wissen vermutlich die Inhaber von Jagdhunden, die damit gezielt arbeiten, besser Bescheid als ich. Mit dem, was da gezeigt wird, kann man nicht mehr arbeiten, weil der Hund gar nicht mehr ansprechbar ist.

    Die strikte Trennung zwischen Aggression und Jagdverhalten verstehe ich eh nicht und sie macht für mich aus verhaltensbiologischer Sicht auch keinen Sinn. Für mich sieht dieser Hund so aus, als sei da Beutetrieb massiv fehlgeleitet und vom Anblick des Kinds nochmal getriggert worden.

    Und nö, ich finde nicht, dass das besser klingt. Eigentlich im Gegenteil. An aus Angst oder Großkotzigkeit motivierter Aggression kann man mMn besser arbeiten als an fehlgeleitetem Triebverhalten.