Also tut mir leid falls das missverständlich war aber ich hab ihr nicht den Knochen weggenommen ich bin nur hinter ihr her und sie hat mich angegriffen und gebissen. Ich lasse sie auch in Ruhe fresse aber ich hab auch nicht genau gesehen was sie im Mund hatte als sie weggerannt ist darum bin ich hinterher. Und sie hat von sich aus angegriffen als ich dann in ihrer Nähe war. Ich kenne ihre Vorgeschichte nicht aber sie ist geimpft und gechipt und wir waren hier auch schon beim Tierarzt.
Hi nochmal,
das war jetzt gar nicht als Vorwurf gemeint. Aber wenn Du überhaupt nichts von ihrem Vorleben weißt, dass geh einfach mal davon aus, dass Du echt bei 0 anfangen musst, dass sie Kooperation mit Menschen gar nicht kennt.
Heißt: Du hast da mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einen Welpen, der von Beginn an gelernt hat, dass er sich durchschlagen muss, um zu überleben und die Welt auch genau aus dieser Warte betrachtet. Und da ist seine Reaktion einfach nur logisch.
Wenn Du darauf damit antwortest, dass Du zeigst, dass Du größer und stärker bist und das auch gegen sie einsetzt, schraubst Du an einer Eskalation. Das mag eine gewisse Zeit funktionieren, kann sich aber rächen. Und es ist einfach nicht die Bahn für eine vertrauensvolle Partnerschaft. Sondern für eine echt nicht mehr zeitgemäße Hundeerziehung nach dem Motto „Mal so richtig zeigen, wer der Chef ist“.
Besser ist es, sowas erstmal einfach souverän und ruhig, möglichst humorvoll - schon mit einem deutlichen körpersprachlichen (aber nicht bedrohlichem) „so nicht“- von sich abtropfen zu lassen. Und Ruhe und Sicherheit reinbringen über einen geregelten und nicht allzu fordernden Tagesablauf, feste Fütterungszeiten (bitte jetzt nicht mit Handfütterung anfangen), viel viel Schlaf und schönen gemeinsamen Erlebnissen.
Es ist schon möglich, dass da noch ein paar hier nicht so willkommene Verhaltensweisen im Gepäck sind, sie ist ja nicht auf das Leben hier frühsozialisiert. Da machst Du aber mit viel Druck nichts besser. Geb Euch Zeit, Euch kennenzulernen.