Beiträge von Phonhaus

    Ergänzend: Wie alt ist sie ungefähr und wie groß und schwer? Und was heißt „Sie hat schon viel gelernt“?

    Üblicherweise sind Tierschutzhunde, gerade auch noch aus einer ganz anderen Umgebung, in der ersten Zeit im neuen Daheim im Ausnahmezustand und gar nicht in der Lage, groß was außer „Ankommen“ zu lernen. Also rein körperlich, das Hirn braucht Ruhe, Entspannung und Schlaf, um neue Verknüpfungen auszubilden. Darauf sollte jetzt erstmal der Fokus liegen, das Thema Männer und Kinder ist jetzt erstmal noch eine Sache von „hat weder Eins noch das Andere was am Hund verloren“. Wie sieht denn Euer Tag mit Hund so aus?


    Wichtig fürs An- und „Zur Ruhe Kommen“ ist stressfreies Fressen. Wie gestaltet sich denn die Fütterung durch den Freund?

    Meine Schmerzgrenze für eine Einmalzahlung läge bei 2000 Euro. Wenn ich mal zusammenrechne mit Spenden, die durch die Vereinsbindung entstanden sind und durch das, was ich bei Übernahme an „Mehr“ gegeben habe, komme ich mit meinem Tierschutzhund so etwa auf den „Preis“, der hier im Schnitt für Hund vom Züchter ausgegeben wird. Mein „Ups“ hat seinerzeit nur die Impfkosten + Beitrag fürs Futter „gekostet“.

    Also tut mir leid falls das missverständlich war aber ich hab ihr nicht den Knochen weggenommen ich bin nur hinter ihr her und sie hat mich angegriffen und gebissen. Ich lasse sie auch in Ruhe fresse aber ich hab auch nicht genau gesehen was sie im Mund hatte als sie weggerannt ist darum bin ich hinterher. Und sie hat von sich aus angegriffen als ich dann in ihrer Nähe war. Ich kenne ihre Vorgeschichte nicht aber sie ist geimpft und gechipt und wir waren hier auch schon beim Tierarzt.

    Hi nochmal,


    das war jetzt gar nicht als Vorwurf gemeint. Aber wenn Du überhaupt nichts von ihrem Vorleben weißt, dass geh einfach mal davon aus, dass Du echt bei 0 anfangen musst, dass sie Kooperation mit Menschen gar nicht kennt.

    Heißt: Du hast da mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einen Welpen, der von Beginn an gelernt hat, dass er sich durchschlagen muss, um zu überleben und die Welt auch genau aus dieser Warte betrachtet. Und da ist seine Reaktion einfach nur logisch.

    Wenn Du darauf damit antwortest, dass Du zeigst, dass Du größer und stärker bist und das auch gegen sie einsetzt, schraubst Du an einer Eskalation. Das mag eine gewisse Zeit funktionieren, kann sich aber rächen. Und es ist einfach nicht die Bahn für eine vertrauensvolle Partnerschaft. Sondern für eine echt nicht mehr zeitgemäße Hundeerziehung nach dem Motto „Mal so richtig zeigen, wer der Chef ist“.


    Besser ist es, sowas erstmal einfach souverän und ruhig, möglichst humorvoll - schon mit einem deutlichen körpersprachlichen (aber nicht bedrohlichem) „so nicht“- von sich abtropfen zu lassen. Und Ruhe und Sicherheit reinbringen über einen geregelten und nicht allzu fordernden Tagesablauf, feste Fütterungszeiten (bitte jetzt nicht mit Handfütterung anfangen), viel viel Schlaf und schönen gemeinsamen Erlebnissen.

    Es ist schon möglich, dass da noch ein paar hier nicht so willkommene Verhaltensweisen im Gepäck sind, sie ist ja nicht auf das Leben hier frühsozialisiert. Da machst Du aber mit viel Druck nichts besser. Geb Euch Zeit, Euch kennenzulernen.

    Schnäubisch = wählerisch

    Pinznase (mit langem iieeeeh) = Jammerlappen, empfindliches Wesen

    Angebacken = Dunkel geworden (passiert bei getrockneten oder kandierten Früchten gerne, der enthaltene Zucker wird dunkel und bitter)

    Einschlagteig = In diesem Fall eine Bahn süßer Hefeteig, in den ich den eigentlichen Früchtebrotteig gepackt habe. Damit waren keine Früchte direkt an der Außenseite bzw. der Form und konnten dadurch nicht dunkel werden.

    Ich verstehe Dich. Und es ist nicht gut. Was ich an Deiner Stelle tun würde:


    1. Absolute Klarheit in die Rollen- und Aufgabenverteilung rund um den Hund bringen. Wenn das in der „Teilzeit-Mitbetreuung“ für Dich nicht funktioniert - und danach hört es sich im Moment ein bisschen an - dann die Variante „Ganz oder gar nicht“.

    Wenn Du es nochmal mit einer „Sharingvereinbarung“ probieren möchtest, dann würde ich das in Form eines Vertrags mit Dir selbst tun. Falls das geht mit Deinem Mann als Zeugen. Dass Du schriftlich formulierst, bis wohin Dein Engagement geht und wo es endet. So, dass Du es in Zukunft nachschlagen kannst :smile:


    2. Und auf das Thema „Abgrenzungsprobleme“ würde ich separat nochmal ganz generell schauen. Aber ich hab das Gefühl, das hast Du eh schon auf dem Schirm :smile: