Du kannst gerne alles fragen ![]()
Wenn das Thema jetzt zu SinL geht - die halt auch etwas andere Aufnahmekriterien haben und da wahrscheinlich deutlich konsequenter ist - auch da hilft gerade in der gegenwärtigen Situation aber bestimmt jeder Cent.
Du kannst gerne alles fragen ![]()
Wenn das Thema jetzt zu SinL geht - die halt auch etwas andere Aufnahmekriterien haben und da wahrscheinlich deutlich konsequenter ist - auch da hilft gerade in der gegenwärtigen Situation aber bestimmt jeder Cent.
Penne mit Pesto und immer noch Erdbeerkuchen, falls der noch auf dem Teller bleibt und nicht wegläuft.
Ja. Kann es. Eben auch, weil ein Rottweiler von Größe, Gewicht und Kraft schon eine Hausnummer ist.
Meine Tendenz wäre aber auch eher, hier nicht ohne Beobachtung von Außen mit Leckerchen anzufangen. Wie von Rosilein schon ausgeführt: Rottweiler waren von ihre ursprünglichen Verwendung her neben Karrenzughunden Haus- und Hofwächter. Und sind noch lange so eingesetzt worden.
Der „Duldungsmechanismus“ läuft eher in die Richtung „Ist vertraut und gehört Hierher“ versus „Ist komisch oder fremd und gehört nicht Hierher“. Je selbstverständlicher Du Dich dort bewegst und je mehr Deine Vermieter Dich akzeptieren, desto eher sieht Dich Hund in erster Rubrik.
Was die vielen unterschiedlichen Ratschläge hier leider wahrscheinlich nicht vereinfachen, oder?
Ich würde auf wohlwollendes und freundliches Ignorieren gehen, wenn die Besitzer nicht unterstützen. Und eine neue Wohnung suchen ![]()
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Gebe zu, bin mir nicht sicher, ob ich die Botschaft wirklich verstehe und bin verwirrt ... würde meinen, man redet aneinander vorbei, deswegen antworte ich in halbgaren Überlegungen und bin bemüht, mich in keine Richtung festzulegen.
Für mich gehören Schuldfragen vor Gericht und in die Kirche, bei der Analyse von Problemen und Bewertung von Lösungsmöglichkeiten finde ich sie fast immer hinderlich. Jedenfalls sobald es um ein Thema geht, bei dem sich Personen mit ihrem Tun innerhalb eines gesetzten Gefüges bewegen.
Schuldfrage, was meinst Du eigentlich damit? Lediglich eine vor Gericht festgestellte, an der sich dann das Strafmass ausrichtet? Oder nur dann, wenn es ein Offizialdelikt betrifft?
Das wäre mir für den Begriff (Schuld) zu eng gefasst (gilt auch für "Kirche"), der sich in der Definition nicht so versteht, wie er zusätzlich im allgemeinen Sprachgebrauch eine weiter gefasste Verwendung findet.
Wie willst Du denn ein (eigentlich) geschlossenes, menschengemachtes System, in dem die "Kräfte" schon durch ihr interagieren sich gestalten, Ursachen und Wirkungen entfalten, Verantwortungsbereiche gestaltet werden, analysieren, wenn Du all jene strikt ausgeklammert sehen möchtest (oder an Kirche und Gericht delegieren), die im Ergebnis der Betrachtung zu Verantwortlichkeiten (Schuld) führen? Aus meiner Perspektive schlicht unmöglich. Von Lösungen bzw. solch theoretischen Gedanken brauchte man gar nicht anfangen. Es sei denn, es ginge um: Ersatzlos streichen (als Lösung, was eher selten wirklich eine ist)
Persönlich finde ich es nicht fein, die Schuldfrage um ihrer selbst willen zu betrachten oder nur, um sie auf jemanden zu konzentrieren, zum Zwecke den Unmut freien Lauf zu lassen (aber auch das soll hin und wieder zu Lösungen führen, gar nicht mal so selten. D.h., wenn genug Menschen ihren Unmut kund tun). Unmut, Meinungen ... sind menschlich, darüber zu diskutieren auch. Wenn man all das ausklammert bzw. ausgeklammert haben möchte, sich ein jeder seiner Meinung (auch als Prozess) enthält, gibt es nichts zu diskutieren, nichts auszutauschen (eigentlich hat Mensch gleich mit ausgeklammert). Das rückte mir dann aber schon wieder zu sehr in die Richtung: Totgeschweigen. Das kann doch nicht Ziel sein oder doch?
Und so bleibt mir nur die Frage: Worum geht es Dir?
Verstehe meine Ausführungen bitte nicht als Angriff. Denn was ich oben schreibe, sind die Gedanken, die mich umtreiben, weil ich versuche, Dich zu verstehen (ein offener Prozess).
Antwort auch im Spoiler, weil OT:
Das hat viel mit meiner privaten und beruflichen Geschichte zu tun, aber auch mit meiner Art zu denken.
Wenn ich ein „Problem“ vorgelegt bekomme - also eine Geschichte, die so richtig, richtig scheiße gelaufen ist, bei der jetzt:
1. Eine Akutlösung gefordert war und
2. Geguckt werden sollte, wie so was künftig zu vermeiden oder begrenzen ist
hat es mir noch nie geholfen, den „moralisch Schuldigen“ auszugucken. Aber es hat Unmengen Zeit und Energie gefressen, die ich für andere Dinge gebraucht habe.
Deshalb habe ich irgendwann einfach rigoros abgelehnt, mich im Zuge einer Problemlösung da weiter involvieren zu lassen als unbedingt nötig
. Menschen sind durch die Bank weg fehlbar und bauen Mist. Unter Druck umso mehr. Das ist keine wegnehmbare Variable, das muss man so hinnehmen. Sie tun es, ob ich mich darüber aufrege oder nicht. Wenn der Unterschied also nur der ist, dass ich mich darüber aufrege: Dann lass ich es lieber.
Also beschäftige ich mich lieber mit der Frage, an welchen Variablen man etwas verändern kann, um:
- Erstens um eine akute Lösung zu finden (hier schon passiert und in Arbeit - ich wünsche dem Herrn jetzt schon viel Glück und Kraft dabei).
- Zweitens das Risiko für ähnliche Ausfälle in Zukunft zu minimieren.
Wenns eine rechtliche Schuld gibt, dann sollen das Gerichte verfolgen.
Wenns eine moralische Schuld gibt, soll das wer auch immer verfolgen, ich mit meiner eingeschränkten individuellen menschlichen Moral fühle mich dazu nur unter ganz eingeschränkten Umständen berufen. Wenn in meiner unmittelbaren Nähe Unrecht geschieht und ich es mit meinem Eingreifen verhindern kann.
Natürlich habe ich auch mein ganz persönliches Werteempfinden. Sowieso und vor allem im Bereich Tierschutz. Aber ich muss schon sehr lange damit leben, dass der deutlich größte Teil der Gesellschaft dieses Werteempfinden nicht teilt. Oder in der Theorie teilt, aber in der Praxis nicht danach handelt. Ich selbst übrigens auch nicht immer.
Und da mir meine Oma schon beigebracht hat: „Man zeigt nicht mit nacktem Finger auf angezogene Leute“ halte ich mich mit Werturteilen da zurück, wo ich nicht mit bestem Wissen und Gewissen unter möglichst neutraler Abwägungen verschiedener Fakten wirklich behaupten kann, moralische Superiorität zu haben ![]()
Hier wurde seitdem Madam 10 ist jährlich ein komplettes geriatrisches Blutbild gemacht + zusätzlich eins, wenn etwa anstand. Sie wurde gut jährlich geröntgt und es wurde jährluch der Bauchraum geschallt. Am Donnerstag stehen die Zähne an, ein Check-Up und es wird ein Folgetermin fürs Bauchraumschallen gemacht. Aber akut, weil sie heftigen Mundgeruch hat.
Da wir momentan wegen der Störung des Gleichgewichtssinns keine unnötigen Autofahrten mehr mit Ronja machen, wird es keinen routinemäßigen Check-Up mehr geben, aber bei Besuchen mit akutem Anlass wird umfassend untersucht. Sie marschiert gerade auf die 15 zu.
Das mit den unterschiedlichen Standpunkten finde ich auch völlig OK, such is life.
Interessant ist aber die Frage, die du da gerade aufwirfst: Hat sie sich denn noch innerhalb eines gesetzlichen Gefüges bewegt? Oder ist eine Hundezahl, die den gesetzlichen Rahmen dauerhaft um das Dreifache überschreitet, gekoppelt mit dabei unabwendbar tierquälerischen Haltungsbedingungen, nicht schon ziemlich weit außerhalb?
Da wäre sicher interessant, wie ein Gericht darüber urteilen würde - auch für zukünftige Projekte.
Das wäre völlig getrennt von der Frage zu bewerten, wie es zu der Situation kommen konnte. Da ich weder Juristin bin noch die Verhältnisse aus eigener Anschauung vorort kenne, kann ich das nicht.
Die Hundezahl hat keinen gesetzlichen Rahmen überschritten, sondern die für die individuelle Einrichtung behördlich zugelassene Anzahl. Diesen Verstoß gegen Auflagen zu verfolgen wäre Sache des Veterinäramts. Ebenso die Frage - sollte es zu einer entsprechenden Anzeige kommen - ob die Haltung tierschutzwidrig und damit ordnungswidrig war oder ist.
Strafrechtlich zu verfolgen wäre die ungerechtfertigte Tötung oder die rohe oder quälerische Misshandlung oder Tiertötung bzw. Quälerei im vorgenannten Sinn durch Unterlassung. Dafür wäre mir jetzt kein handfester Anhaltspunkt bekannt (aus dem heraus gesprochen, was ich von der juristischen kenne).
Dann sehen wir das von unterschiedlichen Standpunkten aus, ja. Ist ja auch in Ordnung.
Für mich gehören Schuldfragen vor Gericht und in die Kirche, bei der Analyse von Problemen und Bewertung von Lösungsmöglichkeiten finde ich sie fast immer hinderlich. Jedenfalls sobald es um ein Thema geht, bei dem sich Personen mit ihrem Tun innerhalb eines gesetzten Gefüges bewegen.
Nein. Aber ich habe auch nicht geschrieben, dass sie nicht eigenverantwortlich wäre. Sondern, dass sie der Verantwortung nicht alleine trägt ![]()
Wem ist - als Ziel unterstellt, dass sowas in Zukunft nicht mehr passiert - damit geholfen, wenn jetzt der Nächste verbal durch Social Media getrieben und gekreuzigt wird, auf die Behörden eingescholten, wird, dass die zu lange weggeschaut haben und wild spekuliert wird, was mit den Tieren passiert? Es hat bisher bei vergleichbaren Fällen nichts gebracht, also finde ich die Erwartung nicht unvernünftig, dass das auch weiterhin nichts bringen wird.
Sich stattdessen anzugucken, durch welche von Außen beeinflussbare Mechanismen ein Einzelner in die Lage gekommen ist, so eine Verantwortung auf sich nehmen zu wollen und an ihr zu scheitern - damit könnte man tatsächlich was bewegen. Wenn der Wunsch dazu da ist. Und jeder einen Teil übernimmt.
Und das meine ich damit, dass eine Hetzjagd sogar kontraproduktiv sein kann. Denn dann guckt man wieder nur auf den Einzelnen, zeigt mit dem Finger und arbeitet sich daran ab. Anstatt zu gucken, was verändert werden müsste. Prügelknaben sind systemrelevant, das wusste man; schon vor 500 Jahren.