Das sage ich dir, weil ich Zwerghunde habe. 2 und 3 Kilo Hunde. Selbst wenn die sich zu absoluten Beißern entwickelt hätten, wäre das kein Problem und auch keine Gefahr für mein oder irgendjemandes Leben/unversertheit.
Also ja ich kann komplett ausschließen jemals einen Hund zu besitzen der gefährlich ist für mich oder andere, weil ich niemals einen großen Hund halten werde. Ich hab absolut kein Interesse daran einen großen Hund zu besitzen und werde mir aus ganz vielen Gründen auch niemals einen "anschwatzen" lassen.
Ich möchte nur ganz kurz darauf nochmal eingehen. Nicht aus whataboutism, sondern weil ich es wichtig finde.
Der wirklich einzige Hund, der mich in mehreren Jahren Gassigängerzeit ernsthaft gebissen hat, war ein Rehpinscher-Chihuahua Mischling. Klingt lustig. Fand ich beim ersten Mal ohne Nachdenken auch.
Beim zweiten Überdenken und mit etwas mehr Infos war es schon gar nicht mehr lustig. Das Kerlchen ist abgegeben worden von einer durchaus fachkundigen Person, nämlich einer Tierärztin. Die es wohl behalten hätte (obwohl man sich sicher im Feierabend nach einem ganzen Tag Arbeit mit mehr oder weniger unwilligen Patienten was Anderes wünscht, als daheim noch vom eigenen Hund angegangen zu werden). Aber da ging es auch um Mann und Sohn, die keine Lust auf täglich neue Blutergüsse hatten.
Der Hund hatte ein völlig übersteigertes Aggressionsverhalten mit nicht eingrenzbaren Triggern. Genauer gesagt hat er sich seine Trigger selbst ausgesucht, wenn ihm gerade danach war. Passender Maulkorb für die Größe und Kopfform wäre seinerzeit eine Art „Hannibal-Lecter-Maske“ gewesen, nichts für eine Dauerlösung. Die ganze Familie war nervlich am Ende, weil es auch ohne ernsthaftes Verletzungsrisiko einfach eine Tortur ist, Tag für Tag im eigenen Rückzugsraum angegriffen zu werden.
Nö, dieser Hund brauchte keine Sicherheitsverwahrung mit Schieber und keinen Platz in der HhF. Aber Fachkunde, Futter und ein Dach über dem Kopf. Ist auch nicht günstig, so auf einzelne Nasen umgelegt. Was ihm geboten werden konnte, weil es den Bereich Tierschutz und Unterstützer und Spender gibt, die hier - ohne Rechtsanspruch des Einzelnen - als Solidargemeinschaft für Andere fungieren. Auch wenn diese Anderen sich ihr Problem „selbst eingebrockt“ haben. Dass ein Hund zum Problem für andere gibt, das Risiko lässt sich durch Sachkunde und vernünftige Rassewahl zwar deutlich eingrenzen, aber ausschließen lässt es sich nicht.
Dafür gibts Tierschutz. Und prinzipiell und grundsätzlich finde ich das erstmal eine tolle Sache. Halt mit einem eigenen Risiko behaftet, dass da zutage tritt, wo sich Ideal/Ideologie und Selbstanspruch mit Pragmatismus, pedantischem/buchhalterischem Denken und reiner Machbarkeit ins Gehege kommen.