Beiträge von Phonhaus

    Ich hab ja auch ne zeitlang mit ausgebildet. Betriebswirtschaftlich betrachtet ist das ganz einfach: Gutes Personal bekommt man, wenn man anständig ausbildet, anständig bezahlt und die Rahmenbedingungen so sind, dass die Leute ihren Job auch anständig tun können. Natürlich ist die Selbstidentifikation mit dem, was man tut, ein Teil davon, aber eben nur ein Teil.

    Arbeitsteilung da, wo erforderlich, Kontrolle (heute gerne Feedback genannt), wo erforderlich und Steuerung anhand der Stärken des Einzelnen gehören auch dazu. Wenns an einer der Stellschrauben hapert, dann reißen unerwünschte Nebeneffekte ein. Ausnahmslos überall - auch (bzw. sogar gerade) in einer Poststelle kann sich jemand bei Überlastung, falscher Qualifikation oder fehlender Feedback-, Weiterbildungs- und Unterstützungskultur hoffnungslos verzetteln. Ohne dass er deswegen tatsächlich unfähig sein muss. Und auch da wird Derjenige das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit entweder nicht sehen oder verdrängen und bewusst oder unbewusst daran arbeiten, es zuzudecken. Ist Bestandteil des menschlichen Charakters, wenn auch unterschiedlich ausgeprägt.

    Und deshalb sehe ich schwarz, wenn das Thema - wieder mal - an einzelnen Personen aufgehängt wird. Ja, das ist ein Bestandteil. Wenn sich das gleiche Schema aber immer und immer wiederholt, dann stimmen die Grundlagen nicht.

    Und dagegen kann nur die Gesellschaft gemeinsam was tun. Was sie nicht tun wird, solange die „Sündenböcke“ da sind.

    Bei uns war es sehr unterschiedlich, einmal durften wir in der Tierklinik nicht mit. Das zweite Mal schon und da durfte ich Kira sogar halten. Beim Haustierarzt durften wir schon immer mit rein. Anfangs mit Maske und letztens war auch keine Maske mehr nötig. Bin gespannt ob sich da etwas wieder ändert.

    Habt ihr den ultimativen Tipp für die tägliche Medikamentengabe? Anfangs sind wir mit Käse gut gefahren und anderem guten Zeug. Doch die letzten Tage waren die Medikamentengabe für alle Beteiligte purer Stress.. Unter das Futter mischen funktioniert auch nicht. Das rührt sie dann gar nicht mehr an. Mund auf und Medikamente schlucken lassen hat früher funktioniert aber Kira ist leider sehr unkooperativ geworden.

    LG Steffi

    Ich find am Praktischsten Hackfleischbällchen. Da ich aber an heißen Tagen keine backen mag/soll und ich auch nicht die fertige Supermarktvariante haben möchte, gibts aktuell Veggiebällchen dafür. Und die Seniora fährt voll drauf ab.

    Aus Babybel werden die Medis in der Zwischenzeit rausgeklaubt.

    Hmmh. Ich frage mich, ob da wirklich so ein riesiger „Selbstdarsteller-Bonus“ (den ich persönlich so nicht empfinde) die große Rolle gespielt hat, oder nicht doch vielmehr die Tatsache, dass die HhF eben einfach für die spezielleren Hunde „da“ war. Aber ok - das bekommt man nicht heraus ohne die Angebenden zu befragen.

    Nur leider wirds den Bedarf für solche Plätze eben auch in Zukunft geben. Und damit die einhergehenden Risiken, wenn sich nicht was an den Grundfesten ändert. Und danach siehts ja gerade wieder Mal nicht aus.

    Und dann werden es eben wieder die Leute sein, die es halt machen. Nicht konstant und verlässlich finanziert, vermutlich aus Tierliebe und nicht aus betriebswirtschaftlicher Vernunft heraus und mit den Fähigkeiten, die sie sich zutrauen.

    Auch hier wieder: Es dreht sich der Kreis. Es ist zum Mäusemelken.

    Fakt ist: Ohne ganz viel Geld und Organisation wird es nicht gehen.

    - De Hunnenhof darf laut eigenem Statement nicht

    - Das Kreisveterinäramt hat - scheinbar, genau weiß man ja immer noch nichts - nicht beschlagnahmt

    - Von der HhF hört man nichts Aktuelles.

    Und das finde ich unbefriedigend. Selbst wenn sich hier nun Hilfsbereite finden würden - und seis auch nur mit nem Zehner, Kleinvieh macht auch Mist - man wüsste ja noch nicht mal, wohin damit.

    Wer da nun was verbockt hat ist mir wurscht. Ich möchte wissen, welche Perspektive die Hunde haben.

    Die sogenannten Exotic Bullys/Bulldogs sonstnochwie in den verschiedenen Varianten waren hier im Forum schon Thema, ob in diesem Thread weiß ich nicht. Sind auch in Deutschland im Kommen und das Geschäft mit diesen Hunden ist meistens eine - sorry - Schweinerei (nett ausgedrückt) hoch unendlich. Ich hoffe, hoffe, hoffe, dass dieser Trend spurlos zerschellt.

    Ehrlich, da krieg ich Puls, wenn ich das sehe, was da teils bei rauskommt.

    Einfach mal ein paar Zahlen in den Raum geworfen: Vor ca 10 Jahren gabs mal ein Paper vom Deutschen Tierschutzbund, dass ein Tierheim rund 200 Euro im Monat für einen (ganz normalen) Abgabe- bzw. Beschlagnahmungshund bekommt und das realistisch gerechnet bei Erfüllung aller Ansprüche hinten und vorne nicht reicht. Wie hoch die im Schnitt ausgehandelten Sätze heute sind weiß ich nicht. Aber sogar damit gerechnet ist das schon eine beträchtliche Summe. Es geht ja nicht nur um Instandsetzungen, die zu finanzieren sind.

    Ganz alleine wird die Stiftung das kaum tragen können. Und der Staat muss erst zahlen, wenn die Hunde beschlagnahmt. Die Stiftung wiederum kann Hunde nur vermitteln, wenn sie ihr übereignet sind.

    Und eine Räumungsklage dauert auch ihre Zeit.

    Das wird nicht so einfach.

    Käse-Zwiebel-Kräuteromelette mit russischem Kimchi (:hot:) und Gurkenstückchen. Reicht noch für morgen Mittagessen. Mann hat bei Mama Markklößchensuppe gegessen und gemeint, dass meine viiieeel besser ist :herzen1:

    Zum Nachtisch gabs Schoko-Vanilleeis.

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    Dem ist dann wohl noch wenig hinzuzufügen.

    Zurimor

    Ich hab tatsächlich im Tierheim auch schon mal einen Hund kennengelernt - einen Pointer - bei dem ich jeden Versuch zur Ausbildung anhand von Jagdersatzhandlungen als von vorneherein sinnlos abgetan hätte. Und durch enorm viel Glück ist der tatsächlich auch in kompetenten Jägerhänden gelandet.

    Der war beim Mäusen bzw. durch das Mäuseln echt nicht glücklich - oder überhaupt irgendwann - sondern eine arme getriebene zwangsgeplagte permanent unter Strom stehende Kreatur. Das kann passieren, wenn das „ohne Einwirkung dem natürlichen Trieb folgen lassen“ in einer dafür nicht ausgerichteten Umgebung sich verselbständigt.

    Um die Frage nach den nicht spezialisierten Rassen zu beantworten: spezialisierte Hunde reagieren auf weniger. Einem Sichtjäger werden Spuren in der Regel eher egal sein. Ein Spürhund wird das vorbei hoppelnde Kaninchen eher nicht der Fährte, die er in der Nase hat, vorziehen. Ein Vorstehhund hat ein weniger ausgeprägtes Interesse am Hetzen und Töten. Gleichzeitig hat man etwas, woran der Hund besonders interessiert ist, so läßt sich der Spürhund vermutlich leicht auf eine Fährte lenken.

    Das fehlt bei nicht spezialisierten Hunden und es gibt nicht nur bestimmte Faktoren, auf die sie überhaupt reagieren, sondern alle.

    Dann mal direkt nachgefragt:

    Meine Straßenhündin ist vom Phänotypus her was Windiges - gemischt mit Jagdhund oder Terrier. Und sie hat von klein auf gelernt, sich alleine auf der Straße durchzuschlagen. Ein leichter Deprivationsschaden ist zudem auch vorhanden.

    Und ich bin weiß Gott kein Champion in der Hundeausbildung.

    Und trotzdem kann ich sie sogar verhältnismäßig easy vom Mäuseln abhalten. Wieso?