Hi, ich hole jetzt mal etwas weiter aus: Das Problem scheint mir hier zu sein, dass Ihr - und das ist ganz oft so, da sind auch viele Trainer nicht ausgenommen - von einer „Rudelvorstellung“ ausgeht, die aber ne menschliche und keine hündische Konstruktion ist. Mit bestimmten Erwartungen daran, was man im Rudel (oder in der Familie) tut oder nicht tut. Bei der die Hunde schon ihren Platz innerhalb des Gefüges finden, sobald sie sich miteinander auseinandergesetzt haben.
Das kann aus menschlicher Sicht funktionieren, muss aber nicht. Da Hunde sehr anpassungsfähig sind, funktioniert es überraschend oft. Bzw. gibts auch viele Menschen, die gar nicht bewusst merken, dass und wie sie regulieren. Oder es funktioniert scheinbar - an der Oberfläche - weil mensch die hündischen Stressanzeichen nicht wahrnimmt.
Das eingesperrte „Aufeinanderhocken“ in einer Wohnung ist nix, was der Hund von Natur aus beherrscht. Auch wenns natürlich viele Vorzüge hat. Deshalb ist es sinnvoll, die Wohnung als „Platz für Entspannung, Frieden und Ruhe“ aufzubauen.
Und das funktioniert bei Euch ganz offensichtlich nicht, ohne dass Ihr den Hunden diese Ruhe und Entspannung zuweist. Müsste ich es nur anhand des Geschriebenen beurteilen (Achtung: Das ist zwangsläufig ein Stück Kaffeesatzleserei): Charly hat offenkundig wegen der kleinen Stänkerine nicht mehr zuverlässig Ruhe und Frieden drinnen, mag sich aber von ihr auch nicht reglementieren oder die Butter vom Brot nehmen lassen (wäre auch nicht der Veranlagung der beteiligten Rassen entsprechend). Und Amy versucht, sich an Vorteilen und Ressourcen zu sichern, was sie kriegen kann. Und setzt dabei jetzt schon ihre überlegene Kraft ein. Ausgewiesene Friedensengelhaftigkeit kann man von beiden nicht erwarten.
Da müsst Ihr eingreifen, das kriegen die alleine nicht auf menschenverträgliche Art gebacken. Beide müssen lernen, dass die Wohnung „Frieden“ heißt und sie da nicht nach Ressourcen zu geiern haben. Das pendelt sich nicht über „Belohnung bei Nettsein“ ein, da brauchts Hausregeln.
Ich hab hier zwei Hündinnen, von denen die Eine die Andere nicht unbedingt gebraucht hätte. (Kleiner Exkurs In Körpersprache: Rate mal, wer wer ist 
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Und deshalb gilt hier drinnen: „Lasst Euch in Frieden, wer stänkert und belästigt - und sieht es noch so nett aus - darf seinen Platz in einem anderen Raum einnehmen.