Beiträge von Phonhaus

    „Wenn Sie unbedingt auf Ihr Volk stolz sein wollen, dann empfehle ich Ihnen den Beruf des Imkers.“

    Hubertus Meyer-Burckhardt - „Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts“

    „Freedom is just another word for „Nothing left to sell.“

    Billy Bragg - The marching Song of the covert

    Hier gabs für den Mann in der Praxis nochmal Markklößchensuppe und für mich den letzten Rest Gemüsecurry mit Reis.

    Momo hätte gerne getauscht:

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    Hier gabs heute Mittag für mich Körnerbrötchen mit Rohkost und Spargelsalat, für den Mann gestern vorbereitete Markklößchensuppe. Heute Abend für uns beide nochmal von dem veganen Thai-Curry von gestern:

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    Zu Animal Hoarding wirst Du Studien finden, zu Tierquälerei auch. Ob es da was hinsichtlich Vernachlässigung bis hin zur Quälerei gibt, weiß ich nicht. Vielleicht weiß dragonwog da was.

    In den beiden Fällen, die ich beschrieben habe, waren die Halter nicht (zumindest nicht offenkundig) psychisch erkrankt. Auch nicht grausam erscheinende Menschen.

    Edit

    Genau das war es, was ich mit meinem letzten Beitrag gemeint habe: Man muss kein Monster oder zutiefst kranker Mensch sein, um grausame Dinge zu tun oder durch Wegschauen fürchterliche Dinge zu ermöglichen oder laufen zu lassen. Auf dieser menschlichen Fähigkeit beruht ein ziemlich großer Teil unserer gesellschaftlichen Ordnung. Und die Zeichen stehen dafür, dass das schlimmer statt besser wird.

    Hannah Arendt benannte es als die „Banalität des Bösen.“ Das trifft es mMn im Kern.

    Ich empfinde das auch nicht als Verharmlosung. Im Gegenteil. Sich in aller Schärfe bewusst zu machen, zu was Menschen (unterstützt von den sie umgebenden Verhältnissen) von Haus aus fähig sind, ist für mich weitaus erschreckender, als sie einfach als Kranke oder Monster zu klassifizieren.

    Das sind menschliche Verdrängungsmechanismen. Funktionieren hervorragend, sieht man gerade ja noch ganz woanders (oder man sieht es eben nicht) :mute: Es braucht keine Monster dafür, grausame Taten zu begehen und ein Stück Hölle zu schaffen.

    Sowas geht ganz schnell und auch im Kleinen. Habe ich persönlich schon erlebt. Den armen Hund konnte ich nur noch einschläfern lassen. Da haben das Vetamt und alle drumherum auch nur zugeschaut. Als wir endlich helfen durften, war es zu spät. Immerhin musste der nicht elendig verrecken.

    Übrigens, auf meine entsetzten Fragen bei der Übernahme kam nur ein "das war gestern noch nicht so". Die Bilder ersparen ich euch.

    Es passiert vor allem auf solchen Gnadenhöfen immer wieder, dass es zu solch dramatischen Bildern kommt. Und es wird immer zu spät und zu zögerlich reagiert.

    So z. B. kommen auch krass tierschutzwidrige Haltungen zustande. Da ist der Hund etwas schwieriger, man kann nicht gut mit ihm raus, Nachbarn beschweren sich übers Gebell, er zerstört was, wenn er alleine ist … Dann wird er erstmal im Keller untergebracht. Anfangs nur stundenweise mit kuscheliger Einrichtung. Und dann erträgt es der Halter immer weniger, das fabrizierte Elend anzusehen. Dann leiden Sauberkeit und Versorgung und am Ende haust ein abgemagerter Hund in Dreck.

    Bei den zwei so gelagerten Fällen, die ich unmittelbar erlebt habe, wurde der Verein von Nachbarn informiert. In einem Fall hat das Vet-Amt sofort reagiert, im anderem Fall wurde der Hund den Besitzern vom Verein gegen eine symbolische Summe abgekauft.

    SkippyG.

    Auch Projekte, die so katastrophal gescheitert sind, haben - vermute ich zumindest mal - meistens mit hohen Idealen und ggf. auch guten Ideen angefangen, die starten ja nicht mit dem Gedanken, dass irgendwann säckeweise Kadaver abtransportiert werden. Sowas passiert, wenn man sich immer mehr übernimmt, dabei immer betriebsblinder wird bzw. sich Sachen schönredet, dabei den Schein und sein Gesicht wahren möchte und das Image, mit dem man sich identifiziert, den Support, den man dafür bekommt und wenn man irgendwann gezielt wegschaut von dem Scheiß, den man gerade fabriziert und bzw. schlicht die Realität nicht mehr wahrnimmt. In einer Form, die krankhafte Züge annehmen kann …

    Es ist ein Weg, der dahin führt.