Nun ja. Von meinem Standpunkt aus ist das zugrunde liegende Thema der Umgang mit Leben, das nicht man selbst ist. Klingt jetzt blöd, ist für mich aber so (und ich erwarte nicht, dass jemand meinen Standpunkt teilt. Ich will damit auch Niemanden angreifen. Es ist mein ganz, ganz persönliches und ziemlich tief verankertes Empfinden).
Ein paar Dinge hab ich ja angesprochen: Schweine im Kastenstand. Hühner auf einer Fläche von 800 Quadratzentimeter. Mit den Menschen untereinander siehts ja nun auch nicht rosig aus.
Wenn man rein auf Hunde geht: Der „Haben-Will-Faktor“, der aus verkrüppelten Wesen SchönheitskönigInnen macht. Die zunehmende Unfähigkeit, andersgeartete Bedürfnisse zu erkennen. Die ideologische Erhöhung des eigenen Freunds auf der Couch.
Das sind für mich irgendwo alles Symptome einer - wenn man so will - „Grunderkrankung.“ Und nahezu jeder in unserer Gesellschaft partizipiert darin oder profitiert davon - in irgendeiner Weise. Und nein: Ich bezwecke damit keinen Whataboutism. Es machts mir nur so gut wie unmöglich, auf irgendwen mit dem Finger zu zeigen. Ohne anzuerkennen, dass der auch mich trifft. Vielleicht halte ich deshalb auch „Schuldfragen“ für so irrelevant - keine Ahnung. das „Täter/Opfer-Thema“ interessiert mich da tatsächlich nur insoweit, als dass ich einfach nicht mehr möchte, dass sowas nochmal passiert. Das stelle ich aber nicht sicher damit, eine bestimmte Person einzuknasten.
Respekt vorm Leben an sich wäre da für mich die Grundlage, es wirklich besser zu machen.