Beiträge von Phonhaus

    Aber im Gegensatz zu vielen, vielen anderen hier sehe ich Töten als allerletzte Lösung und nicht als etwas, das man mal nebenbei macht, weil das Tier lästig wird und man sich selbst überschätzt hat.

    Aber tut das hier irgendwer?

    Ich bin hier ja echt etwas entgegen der allgemeinen Wellenlänge. Und klar gibt es Dissenzen oder auch nicht genau ausgearbeitete Ansichten darüber, ab wann ein Hund wirklich zu gefährlich ist bzw. ab wann sein Leben noch als artgerecht zu bezeichnen ist und eine Einschläferung die gnädigere Option wäre. Schon in der Theorie, und in der Praxis ist das ja nochmal ungleich schwerer.

    Aber das hier jemand wirklich „Wegspritzen, weil lästig“ befürwortet, hätte ich aus den Beiträgen nicht heraus gelesen.

    Dass es allerdings zu einer realistischen Option wird, wenn das Thema zum Politikum wird und die Diskussion den „geschützten Rahmen“ der Hundefreunde verlässt, das sollte auch klar sein.

    Wenn der Kleine auch tierärztlich gepäppelt werden musste, kann das schnell mal zusammenkommen.

    Rein rechtlich wirst Du, Rudelliebe, in einer schwierigen Lage sein. Klar können Schenkungen auch mündlich stattfinden. Aber bei dem ganzen Hin und Her ists ja schon schwierig, einen bindenden mündlichen Schenkungsvertrag zu erkennen, von der fehlenden Nachweisbarkeit ganz zu schweigen. Und da kann Dir auch kein Tierschutzverein helfen. Wenns Dir um einen möglichen Rechtsweg geht - also das Tier einzubehalten, Dich dabei auf eine mündliche Schenkung zu berufen und das Risiko einzugehen, dass die Gegenpartei die Herausgabe polizeilich erzwingt oder auf sie klagt, dann sollte Dich der Weg mMn schleunigst zum Anwalt führen, da kann und sollte Dir hier keiner raten.

    Wenn Du hoffst, hier argumentativ noch etwas zu erreichen, kann der Tierschutz hilfreich sein. Kann aber auch erst recht nach hinten losgehen. Deine Argumente, dass Deiner Ansicht nach keine tragfähige Zukunft für den Welpen erkennbar ist, sind nachvollziehbar. Aber es resultiert mMn kein Recht daraus, den Hund einzubehalten.

    Überlege Dir, mit welchen Argumenten und auf welchem Weg Du handeln möchtest. Und ob Du ggf. bereit bist, dafür auch nochmal Geld in die Hand zu nehmen.

    hasilein75

    Ich bin da auch nicht optimistisch :D. War mehr aus dem Bereich „wünsch Dir was“.

    Ich gehe auch davon aus, dass es spannend wird, sollte es zur Thematisierung von Einschläferungen bei der HhF kommen (wobei ich Frau Bokr durchaus zubillige, dass es ihr am Herzen liegt, dass die Hunde nicht getötet werden - und es ihr nicht primär um den „Markenerhalt“ geht). Die Einschläferung eines früheren HhF Hunds in einem anderen Tierheim scheint nach den Kommentaren bei Facebook ja einer der Knackpunkte des Konflikts mit Tom Bode gewesen zu sein.

    Das dürfte aber allen Handelnden bewusst sein und ich hoffe auf eine faire und letztlich dem Tierwohl dienende Interessensaushandlung.

    Die Idee gefällt mir.

    Müsste aber einhergehen mit einer weitgehenden Chip- und Registrierpflicht (und dem Verbot von Gerätschaften, mit denen man einen Chip unleserlich machen kann), um eine Flut von „Fundhunden“ zu vermeiden.

    Und ner verpflichtenden tierärztlichen Beschauung und Bescheinigung bei der Steuerabmeldung, um die Entsorgung auf sonstigen Wegen zu umgehen.

    Nun ja. Es gab der Story zufolge zwei erstmal zwei Verantwortliche dafür, dass da ein ungesicherter möglicherweise verhaltensauffälliger Hund in der Wohnung dieser Frau gewütet hat: Die Frau selbst und ihr Sohn. Es gab einen Verantwortlichen zur Beseitigung der Gefahr (falls eine objektive Gefahr bestanden hat, der Hund war ja in einem Raum untergebracht und hatte Wasser, wenn die Kommentare stimmen): Die Polizei. Dass der Frau das beabsichtigte Vorgehen der Polizei nicht gefallen hat: Sehr verständlich. Aber nicht die Schuld der kritisierten Vereine.

    Dass der Listenhundenothilfe die Erschießung des Hunds oder einen potentiellen Beißvorfall mit dazu passenden Schlagzeilen echt Schei... gefunden hätte: Auch verständlich. Für jeden nachvollziehbar, der in dem Thema Rasselisten und deren Auswirkungen mit Betroffen ist. Aber auch nicht die Schuld der kritisierten Vereine.

    Die Übernahme von Abgabehunden ist in der Regel eine ehrenamtliche spendenbasierte Tätigkeit. Und damit eine freie Entscheidung. Spannend, die Frage, wo da die Verantwortung liegt :smile: Aber so lange sich nicht alle dafür zuständig fühlen, bleibts (das sowieso) in erster Linie beim Halter und dann bei Demjenigen, der sich erbarmt.