Beiträge von Phonhaus

    Da passiert übrigens meistens keine „Auslöschung“ - dafür müsste man das schon unglaublich mit dem Hammer praktizieren - sondern Deckelung bei Erfüllung eines Grundbedürfnisses. Lebenslang.

    Das ist keine Option für einen Hund, der tatsächlich wegen Gefährlichkeit kurz vor der Spritze steht, der fliegt Dir da nämlich mit ziemlicher Sicherheit um die Ohren.

    Ha - Ihr habt mich inspiriert. So was Unvernünftiges wie letztes Jahr gibts nicht.

    Aber ich hab gerade beim Versandhändler mit dem großen A eine große Probiermischung von Ankerkraut -Grillgewürzen gesehen. 18 Päckchen. Dazu noch 6 Lindt Nikoläuse und wieder ein bisschen Basteleinsatz - das wirds :applaus:

    Von dem unendlichen Leid mal abgesehen, das man dem Tier mit so einer Vorgehensweise antut - und mairi Du hast recht. Ich hab gemeint, dass ich vage vermute, dass es nicht in die Richtung geht, aber das tut es: Kein Mensch hält das durch. Entweder lernt das Tier in der ersten Zeit so gründlich, nicht aufzumucken, dass es sich das verinnerlicht. Oder aber es explodiert und dann wird es für alle Beteiligten gefährlich.

    Neu ist daran übrigens ebenfalls überhaupt nix, es erinnert mich an die übelsten Hundeplätze meiner Jugend.

    Wer will so etwas - mit einem Geschöpf zusammenleben, dem man so sehr deckelt? Der Mensch spiegelt sich in seiner Umgebung. Was bekommt er da für ein Bild zurück?

    Hier hat sich der GöGa Frikadellen in Zwiebelsauce mit Kartoffelsalat gewünscht. Alles gestern schon vorbereitet.

    Für mich gabs gesund, dafür dann aber nachher noch ein Stückchen Apfelkuchen.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Öhm - aber was soll denn diese veränderte Beziehung - wenn positiv - nun sein, als:

    „Vertrau mir, ich kann das (besser) und ich führe uns da durch und regel das für uns, Du brauchst diesen Job nicht übernehmen.“ Mit ein paar Worten weniger gesagt? :smile: Und genau das ist nix Neues. Das vermittelt jeder gute Trainer. Und das liest Du hier auch quer durch alle Threads.

    Aber genau dafür brauchst Du allenfalls einen Knalleffekt beim Besitzer, nicht beim Hund. Der vielleicht mal seine Erwartungen an Hund und die Realität Hund in Einklang bringt. Und dann kontinuierliche verlässliche Beziehungsarbeit.

    Die Dispositionen beim Hund mal eben umschütteln: Das geht nicht ohne heftigste Gewaltanwendung.

    Gestern bin ich über eine Ausschreibung für einen Workshop "Pilzsuche mit Hund" gestolpert....

    mein erster Impuls war, coole Idee, da melde ich uns an

    der zweite war;... doch nicht so cool, der Hund hat gelernt auf dem Weg zu bleiben und wenn verlassen, dann auf Kommando bei mir im Fuß....den jetzt zum Pilzesuchen ins Unterholz zu schicken, würde mir das ruinieren

    Meinungen dazu?

    Das müsste dann ja auch jeden Hund im jagdlichen Einsatz oder jeden Flächensuchhund betreffen. Ich denke, in der ersten Zeit und im Überschwang kanns da mal zu „Verwischungen“ kommen, aber der Hund lernt zackig, das zu unterscheiden. Meine Meinungen dazu also:

    - Viel Spaß

    - Ich beneide Dich

    - Komm mir danach mit Moro bloß nicht hier bei uns im Wald unter :skeptisch2::fluchen: :lol:

    Weil der Begriff hier so die Runde macht: Ich verlinke hier mal den tatsächlich recht guten kurzen Wikipedia-Eintrag zum Begriff der „erlernten Hilflosigkeit“. Da ist auch das ursprünglich an Hunden durchgeführte Experiment beschrieben. Was meiner vagen Vermutung nach aber nicht das ist, worauf der Trainer rauswill.

    Erlernte Hilflosigkeit

    LPaxx

    Das, was ich da grob angerissen habe, sind an sich mitnichten hilfreiche Ausführungen, sondern echt olle Kamellen - vielleicht ist das einer der Punkte, bei denen sich dieser Thread hier so ein bisschen im Kreis dreht. Die Basis von Lerntheorie - und Lerntheorie ist an sich wirklich echt simpel, gottseidank - sollte eine Grundlage für jeden guten Trainer sein.

    Das grundlegende Rüst- und Handwerkszeug ist tatsächlich eher einfach. Die Kunst liegt darin, es passend fürs jeweilige Hund/Halter Team zusammenzustellen - denn dazu muss man erkennen können, was beide mitbringen - und es ihnen zu vermitteln. Dazu gehört viel Wissen, genaue und feine Beobachtung, und Einfühlungsvermögen. Die Fähigkeit, Verhaltensketten zu erkennen und zu analysieren, die Motivation dahinter zu erkennen und es dem Kunden zu ermitteln. Zu sehen, was im Verhaltensrepertoire bei Hund und Halter möglich ist und was an Veränderungen man realistischerweise erwarten kann.

    Dazu brauchts aber keine abgehobene, sprachgewaltige, sich in selbstreferentiellen Wortschöpfungen und Begriffsbildungen ausufernde Theorie - das ist nur Las Vegas - Schnickschnack. Der unbestreitbar Wirkung tun kann. Und deshalb auch als Mittel durchaus legitim ist - wenns hilft, damit das Kind die Arznei schluckt, dann zelebriere ich halt auch eine fünfminütige Schleierbeschwörung um den Teelöffel mit dem Zuckerstückchen und den Tropfen. Und wenn das „große Kind“ (nicht bös gemeint, bin auch eins) einen besonderen Nutzen aus einem Ansatz zu ziehen meint, wenn er besonders viel Geld dafür bezahlt hat: Dann sei es halt so.

    Insofern: Wenn seine Praxis gut ist und den Leuten, die zu ihm gehen, geholfen werden kann und die sich das auch gut leisten können: Meinetwegen.

    Aber neu ist das alles nicht.

    Wirklich schlimm würde es, wenn die schönen Worte Ahnungslosigkeit verdecken und es eben nicht hilft oder verschlimmert. Oder er verzweifelten, leichtgläubigen armen Menschen das Geld damit aus der Tasche zieht. Deshalb bin ich auf Berichte aus der Praxis gespannt.

    Zu Deiner Frage nach dem „Umkehrpunkt“: Ja, mit viel Kenntnis, Zeit und Durchhaltevermögen und absolut nicht nett kann man einem Lebewesen seine Grundlagen entziehen, seine Gewissheiten und sein Selbstverständnis völlig erschüttern. Das wäre wohl so ein Umkehrpunkt. Und dann ginge es darum, dieses erschütterte Wesen wieder zu einem funktionalen Lebewesen aufzubauen. Ob und inwiefern das angeraten ist? Mir persönlich ist so ein Hund, bei dem ich das für nötig hielte, noch nie untergekommen. Menschen, denen das zuzutrauen ist auch nicht. Aber auch das ist übrigens nicht neu, ist z. B. als ein Gedankenspiel in Clockwork Orange nachzulesen. Da funktionierts übrigens über Konditionierung ;)