Beiträge von Phonhaus

    Nöö - irgendwie behagt es mir nicht. Nichtmal, wenn ich es selbst mache. Und ich hab ein echt gutes Rezept :ka: Ich mag auch die meisten Cookies nicht besonders.

    Mein Mann hat mir gerade gesteckt, dass er vergessen hat, für seinen letzten Arbeitstag Stückchen zu ordern. Also wird heute Abend noch ein großer Schoko-Gewürzguglhupf gebacken.

    Aber dass sich Hunde voneinander was abgucken, um an eine gewünschte Belohnung zu kommen, ist ja eine ganz andere Sache als ein Fairneßbegriff. Das Hunde erwartungsvoll gucken, wenn was Leckeres im Umlauf ist auch. Dass sie erwarten, dass es für Alle was gibt - wenn es was gibt - weil sie es in der Regel so gewohnt sein dürften, ist auch nochmal eine ganz Andere Sache.

    Der Gedanke der „Fairneß“ beruht zum Einen auf dem menschlichen Selbstverständnis und Selbstwertgefühl, dass sich ganz anders entwickelt als das des Hundes. Und „Unfairneß“ ist deshalb so ein schneidendes Gefühl, weil es als Zurücksetzung der Persönlichkeit eigenen Persönlichkeit gegenüber einem Anderen empfunden wird. Und dauerhafte Auswirkungen hat. Und zum Anderen auf einem theoretischem - seeehr theoretischem - Werteregister.

    Ich denke durchaus, dass Hunde ein sich entwickelndes (gut oder schlecht) Selbstwertgefühl haben. Und durchaus ein „Will haben“ und Frust, wenns versagt wird.

    „Fairneß- oder eben Unfairneßempfinden“ hieße aber auch, dass Hunde von sich aus bereit wären zu teilen. Und es als adäquat betrachten würden, dass eigene schlechtere Leistung auch schlechter belohnt werden würde. Oder zumindest fähig wären, dieses Konzept zu verstehen.

    Also: Das haben meine nicht :smile:

    Dass es aber keinen Unterschied macht, wenn einer eine höherwertigere Belohnung erhält als der Andere

    Erzähl das mal meinen Hunden. Die achten durchaus auch auf die Belohnung. Wenn der Andere immer was besseres bekommt, kooperieren sie auch nicht mehr, werden fahrig xD

    Und es könnte nicht ggf. mit daran hängen, dass das Frauchen genau weiß, wer die bessere Belohnung bekommen hat? :D Meine hatten auch ganz schnell raus, wann und für wen es was richtig Gutes gibt. Und dass mal eine Leistungsverweigerung auch dazu führen kann, dass es das nächste Mal für die erbrachte Leistung was Besseres gibt :pfeif:

    So rein nüchtern betrachtet, ist Fairneß ein kulturelles und psychologisches Konstrukt des Menschen. Ich gehe nicht davon aus, dass Hunde über diesen abstrakten Begriff verfügen.

    Aber sie sind Meister im Menschenlesen und dürften es genau registrieren, wenn Menschen etwas machen, dass entweder anders ist oder für sie selbst ambivalent.

    Und welche Knöpfe sie dann drücken müssen, um noch was rauszuholen, das wissen sie natürlich verdammt gut ... :lol:

    Es gab da mal vor etlichen Jahren eine Studie, auf die Schnelle hab ich sie leider nicht gefunden. Da war das Ergebnis, dass Hunde es als durchaus frustrierend registrieren und entsprechend reagieren (Nichtkooperation), wenn der Eine wiederholt für eine Leistung eine Belohnung erhält und der Andere nicht. Dass es aber keinen Unterschied macht, wenn einer eine höherwertigere Belohnung erhält als der Andere.

    Das war aber quasi „unter Laborbedingungen“. Im echten Leben wird das Empfinden von Herrchen oder Frauchen bei der Angelegenheit ziemlich sicher ganz viel Einfluss nehmen.

    Nordisch hat zumindest geplant nicht vor zu reisen, sondern das sesshafte Leben ganz aufzugeben :ka: Klar mit dem Hintergrund, dass alles anders kommen kann. Aber - da stimme ich McChris zu - da geht es dann nicht darum, sich bestmöglich auf eine Reise vorzubereiten, sondern auf einen komplett anderen Lebensstil. Und dann von dem zu lernen, was man dort vorfindet, wo man ist. Leben weg von den Begrenzungen durch die geregelte Sicherheit hier heißt dann auch, ein ganz anderes Verhältnis zu Risiken zu entwickeln.

    Was mir für so an Hundebegleitung zusagen würde, wäre ein robuster, selbstbewusster, wesensfester und unerschütterlicher Opportunist, der bereit zur Zusammenarbeit ist, wenn der Deal stimmt :smile:. Und der aus jeder Situation das Beste für sich herausholen kann. Ausgeprägt neugierig und entdeckungslustig. Mit „sinnvollem“ Ungehorsam, aber trainier- und abrufbar und von sich aus in meiner Nähe bleibend (mir wären Wachaspekte nicht wichtig). Meine alte Dame hätte dieses Leben geliebt. Deshalb ginge meine Tendenz eher zum handlichen Hund.

    Aber da kommt es dann vermutlich wirklich darauf an, wie man das nomadische Leben gestalten möchte. Und je nachdem kann ein Wächter sehr sinnvoll sein. Aber richtig: Hat auch Nachteile.