Faschingszoll! Sonst gehts nicht weiter.
Beiträge von Phonhaus
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Hier ist es eigentlich auch so, dass im Haus Ruhe ist. Ronja schläft im Wohnzimmer, wegen ihres Drehschwindels kommt sie kaum noch auf die Couch (war aber auch früher schon Kontaktlieger nur zu ausgewählten Zeiten. Lilly schläft meistens in meinem Bett oder im erhöhten Körbchen neben dem Bett. Gelegentlich auch mal im Körbchen im Flur. Allenfalls Abends hat sie mal dolle 10 Minuten und spielt ein wenig durchs Wohnzimmer oder den Flur. Schmuser sind sie beide eher selten.
Klar, wenn ich koche oder sonstwie Essen im Spiel ist oder Aufbruchsstimmung bei und herrscht: Da sind sie dabei und wollen wissen, was abgeht. Aber sonst wird drinnen fast nur geschlafen.
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Falls Du mich meinst: Nö. Mir geht es darum, dass der menschliche Fairneßbegriff mir zu moralkontaminiert ist, als dass ich ihn nahtlos auf Hunde anwenden würde
.Dass Hunde unter willkürlichen, ihnen nicht verständlichen oder einseitigen Zurückweisungen leiden, würde ich gar nicht in Abrede stellen. Ebenso übrigens nicht, dass es meine Pflicht ist, mich fair meinen Hunden gegenüber zu verhalten. Denn für mich ist es ein gültiger Wert.
Aber - wie gesagt: So lange ich nicht sehe, dass einer meiner Hunde es als „unbehaglich“ empfindet, wenn er bevorzugt wird bzw. ein besseres Leckerchen bekommt als der Andere, wäre da für mich kein „Fairneßbegriff“ erkennbar.

Da gehts dann aber vermutlich mehr um die Begriffsdefinition.
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Und ich stelle gerade fest: Es ist echt fies, sich schlafen zu legen, wenn die ganze Wohnung nach frisch gestürztem Schokoladekuchen riecht.
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Und noch mal für Manns letzten Arbeitstag am Montag: Schoko-Gewürz-Guglhupf - für ihn wunschgemäß ein Teil ohne Glitzerzucker:
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Ich denke, das ist auch meistens darauf gemünzt, wenn Leute einfach nicht wissen, dass sie ihren Hund auch mal in Ruhe lassen dürfen und sollen und auch mal ihre Ruhe einfordern dürfen und sollen. Gibts ja, dass der neue Welpe den ganzen Tag bequatscht, bespielt und vollgetextet und möglichst in den ersten 3 Tagen dem kompletten Bekanntenkreis vorgestellt wird.
Oder dass sich Leute einen Tierschutzhund mit Sozialisationsmängeln ins Haus holen und die ganze Zeit merklich die Aufmerksamkeit merkbar auf ihn richten und nicht merken, wann er sich bedrängt fühlt.
Oder Leute, die ihren Hund zum Mittelpunkt des Tagesgeschehens machen und sich damit einen kleinen Prinz Pumpernickel heranziehen.
Um die Frage zu beantworten: Am Besten so viel, wie allen Beteiligten gut tut

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Ich traue Tieren allgemein und Hunden im Besonderen ein durchaus sehr komplexes Gefühlsleben zu. Nicht weniger komplex als dem Menschen.
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Aber diesen Begriff würde ich trotzdem nicht verwenden. Am Unfairneßempfinden ist das Tückische ja nicht das „ich habe nicht“, auch nicht das „der hat, deshalb muss ich auch“, sondern das „warum hat der und nicht ich - der hat das gar nicht verdient.“ Die Rancune, die der Mensch darein legt, weils eben sein Grundempfinden trifft und sein Selbstbild erschüttert, die sehe ich bei meinen Hunden nicht. Schon gar nicht als Interpretation der Welt.
Führt hier jetzt aber auch zu weit. Lassen wir stehen: Wir sind unterschiedlicher Meinung.
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Auch beim Affen würde es an der Reziprozität in den meisten Fällen scheitern.
Aber die Grundlagen sind da. Wie auch nicht

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Jepp - aus der Sicht des Menschen und innerhalb seines Begriffssystems. Der sich durch den kulturellen Rahmen gebildet hat. Und damit ist „Fairneß“ eben nicht nur ein Empfinden, sondern auch ein Ideal

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Wieso hast Du Dich nicht getraut, das zu schreiben? Ich finde das eher beruhigend, dass Dir das bewusst ist. Mit dem Kopf voll rosa Wolken loszuziehen wäre bei Weitem verhängnisvoller. Das habe ich in der Verwandtschaft erlebt.
Deshalb habe ich eingangs geschrieben, dass ich es schwierig finde zu raten, wenn der Lebensentwurf ein ganz Anderer ist. Ich könnte es nicht ertragen, wenn meinen Hunden was zustößt und ich es mit medizinischer Versorgung hätte verhindern können, die ich aus eigener Entscheidung nicht zur Verfügung habe. Ich würde meinen Hund z. B. auch nicht in einen Einsatz schicken wollen, den er möglicherweise nicht überlebt. Aber das ist mein Gerüst, nicht das eines Anderen.
Und andere Gerüste sind anders und sollen das auch sein. Wenn der Hund ein Leben leben kann, für das er gemacht ist, eine Arbeit leisten kann, für die er brennt - wer weiß, wie er entscheiden würde. Wie Du auch schreibst: Du wirst mit Deinem Plan Deinem Hund vieles bieten können, was Andere ihren Hunden nicht bieten können. Und am Ende kann man es ja nur auf seine Weise gut machen und nicht die Weise der Anderen.
Nur da das hier ein Hundeforum ist und so manche hier (wie auch ich) sich eben zuerst für die Hunde interessieren, wird halt gesagt: Schau halt so gut wie irgend möglich, dass es für den Hund passt - und nicht nur für Dich

Und das bekommt hier übrigens, glaube ich, fast jeder mal irgendwann zu hören.