Ich befürchte, dass wir Menschen keinen für Hunde adäquaten Test gestalten können, da unsere Wahrnehmung eben so gänzlich anders ist
Aber für andere Tierarten geht es ja... hm, ok, egal.
Achtung OT, aber ich finde die Frage interessant ![]()
Ich finde die Frage prinzipiell schwierig, weil sie im Kern schon anthropozentrisch ist. Das „Wiedererkennen des Ich im Spiegel“ als wichtige kognitive Errungenschaft zu werten, ist schon menschlich gedacht. Und es sind Fragestellungen der menschlichen Psyche, die aufgeworfen werden durch die Selbstwahrnehmung in Fragmenten, wenn man sich direkt betrachtet - gegenüber der Wahrnehmung im Spiegel als gleichzeitig Ich und „Ich im Blick des Anderen“ - gegenüber dessen, was man so Fremdwahrnehmung nennt ![]()
Es ist etwas Anderes, wenn Hund seine menschliche Bezugsperson anhand von optischen Mustern im Spiegel wiedererkennt, die er an der Bezugsperson ja auch komplett wahrnimmt im Vergleich zum eigenen optischen Muster, das er nicht sieht. Daher ist es nicht unlogisch anzunehmen, dass Hunde zwar ihre Besitzer*Innen im Spiegel erkennen, aber nicht sich selbst.
Hunde haben nicht das menschliche Primat des Sehens. Daher wäre z. B. die Frage schon durchaus interessant, ob sie ein Spiegelbild des Eigengeruchs erkennen würden. Ich neige dazu, das ohne entsprechende Evidenz zu bejahen.
Noch viel interessanter empfinde ich aber den Hang von Menschen, kognitive Leistungen anderer Gattungen in Bezug auf ein Modell zu bewerten, das primär für die eigene Gattung Relevanz bzw. Mehrwert und Gültigkeit hat.