Hi,
Handfütterung würdeich auch lassen, sondern lieber ganz tolle Leckerchen einfach fallen lassen, wenn Ihr in seiner Nähe seid. So angespannt, wie der jetzt ist, ist mit etwas Pech RuckZuck ne Fehlverknüpfung da, wenn Ihr ihm die Hand entgegenstreckt und es parallel irgendwo scheppert oder einer niesen muss oder so.
Kommt er denn zu einigermaßen hinreichend Schlaf? Wenn ja, dann würde ich das Folgen jetzt noch nicht unterbinden. Wenn er Dich momentan als Anker auserkoren hat und sich ohne Anleitung noch nicht in die neuen Lebensumstände einfinden kann, würde ich das langsam und natürlich in den Alltag eingebaut angehen. Also Tür zu, wenn Du auf der Toilette bist, dann mal bei einem längeren Bad, oder mal die Küchentür zu beim Kochen, einen kurzen Schwatz it Nachbarn halten beim Müll runterbringen ...
Ja - die lauten Männer ggf. noch mit ausladender Körpersprache und unfiligran unterwegs in Kombination mit Angsthunden. Ich hab hier so einen. Bzw. so eine Kombi. Was soll ich sagen - meine Ausbildung für den Hunden war erfolgreicher
Hier haben sich die Zwei aneinander gewöhnt und kommen meistens gut miteinander klar. Außer nachts, da verbellt sie ihn öfter. Gelegentlich gelingt es mir auch, zu dolmetschen. Aber gerade im Bereich Körpersprache möchte mein Mann sich oft nicht zurücknehmen und damit mussten wir Umgang lernen. Manches schöne Spiel zwischen den Beiden verpufft daher auch leider. Beispiel kann ich bei Bedarf gerne mal zeigen.
Den Kennel mit Leckerchen drinnen aufzubauen halte ich für eine gute Idee.
Ansonsten viel Ruhe und Struktur. Versuch, ihn nicht zu bemitleiden. Er ist erst einmal wie er ist. Halt etwas anders als andere. Er wird sich auch noch entwickeln. Seine Ängste scheinen bei Weitem nicht so stark ausgeprägt zu sein wie bei meiner bulgarischen Straßendame. Aber bei dem, was Du an Sozialisation beschreibst, würde ich schon mit einem leichten Deprivationsschaden rechnen und damit, dass alles etwas langsamer geht und vielleicht manches auch nicht zu erreichen ist.