Beiträge von Phonhaus
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@Lisa&Zeus
An sich ist es ganz einfach: Du willst, dass Dein Hund einen hochgradig anspruchsvollen und potenziell gefährlichen (für sich, Dich und Andere) Job macht. Und scheinbar hast Du einen Hund, der die Veranlagung dafür mitbringt.
Und das willst Du ohne eine gescheite Ausbildung erreichen? Wie soll das funktionieren? Wolltest Du jemandem gegenüber stehen, der einen Panzer anhand von Lehrbüchern und Tutorials bedient? Wobei das noch einfacher wäre.
Ein guter Trainer vermittelt Dir etwas, was Du in der Art aus keinem Lehrbuch mitnehmen kannst: Verständnis für das Lebewesen Hund. In diesem Fall für einen jungen Gebrauchshund, bei dem schon ein paar Weichen falsch gestellt worden sind. Das hast Du ja selbst schon gesehen, darum bist Du ja hier. Aber wo und warum es falsch gelaufen ist, das siehst Du nicht. Und das ist für einen Hundeanfänger auch echt nicht einfach.
Und jetzt ist es an der Zeit, dass Du Deinen Hund einfach ernst nimmst und respektierst. Der ist ein Lebewesen, kein Ding, das sich anhand einer Gebrauchsanweisung bedienen ließe und den Du schadlos mit dem nächsten Tutorial wieder reparieren könntest. Ihr braucht eine gute Ausbildung, und dafür braucht es einen guten Trainer.
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Den Text habe ich jedenfalls 1A vor ein paar Monaten schon gelesen. Bilder vom Pensionsgast Bodo findet man bei Facebook - 2018. Wüsste nicht, wo da ein Rückschluss auf heutige Pläne zu finden sein soll.
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Es sind einfach unterschiedliche Interessenlagen. Hatte ja schonmal geschrieben: Der hier ansässige langjährige Jagdpächter war angeheiratete Verwandtschaft. Ich bin ein langjähriger meist vegetarischer Hundehalter mit freilaufenden (erzogenen) Hunden. Und klar gab das Diskussionspotential. Nur können wir uns an sich ganz gut leiden und deshalb waren die Diskussionen immer nett.
Er ist mal an mir vorbeigefahren, nachdem er zu einem Rehriss geholt wurde, und hat mir mal gezeigt, was er da vorfindet und abtransportieren muss. Eine Ricke und ein Kitz. Und der Anblick war nicht nett. War Sommer und er meinte, dass es der fünfte Ruf war.
Da kann nun ebenso wenig jeder Hundehalter was dafür, wie jeder Jäger was für das Auftreten einzelner Blockwarte oder Partyjäger kann. Aber ganz natürlich ist es für ihn ein Trigger, wenn er im Wald einen freilaufenden Hund sieht und nicht weiß, ob der im Einflussbereich des Halters steht.
Kommt noch dazu, dass die früheren klassischen Spazierwege okkupiert werden von immer mehr in Rudeln auftretenden Wesen in buntschillernder Kleidung mit enormer Lautstärkeentwicklung und der Neigung, ganze Wege für sich zu blockieren und nur schmale Durchläße für die beräderte Untergattung der Spezies zu lassen (sollte man das nicht gemerkt haben: Find ich voll doof
. Vor allem die Lautstärke. Grummel da auch schon mal leise vor mich hin, dass die doch bitte alle durch die Betonwüsten joggen und walken sollen, wo sie herkommen - ups: DejaVu
Natürlich dürfen sie das auch. Die haben in dem Moment halt ein anderes Interesse als ich, völlig legitim).Ich mit meiner Bangbüx und vermutlich noch etliche andere Hundehalter gehen dem halt aus dem Weg, indem wir vermehrt versteckte Waldpfade nutzen. So schöne an schönen Lichtungen. Und da mag morgens mal der ein oder andere gegenüber sitzen, der mich mit meinen Hunden sieht, die ggf. noch fröhlich knurrend und bellend miteinander spielen und in sich hinein grummeln: „Kann die mit ihren zwei Kötern nicht einfach die Wege nutzen, wo sie eh schon alle laufen, anstatt mir hier das Wild scheu zu machen ...“
Ist nicht einfach. Weil alles dichter zusammenrückt. Umso wichtiger find ich, dass man halt einfach trotzdem versucht, höflich miteinander zu bleiben und zu reden.
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Nochmal kurz zum Triggerthema: Gerade bei so dermaßen unbekannter Vorgeschichte ist das schwer und oft nicht klar unterscheidbar, was genau der Auslöser war. Es ist damit zu rechnen, dass es noch weitere Trigger gibt. Und es kommt aufdie Tagesform des Hunds an, ob die Auslösen oder nicht.
Ich würds - wenn Du sie behalten wolltest - trotzdem protokollieren. Falls Du das nicht eh schon tust. Auch Situationen, in denen sie steif wird etc.
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Nö, ich wunderte mich gestern nur darüber, dass es da tatsächlich Leute geben soll, die das machen - ich seh ja noch nicht mal in der Morgendämmerung genug. Die setzen sich einem ganz anderen Risiko aus als dem, für Wildschweine gehalten und erschossen zu werden

Was Deine Erlebnisse nicht beschönigt und es tut mir leid. Das eine Mal, als ich das unschöne Erlebnis einer vorbeizischenden Kugel hatte (am hellichten Tag auf einem Wanderweg) war das wohl kein ansässiger Jäger. Hätte mir vorher auch nicht träumen lassen, dass es dieses Problem heutzutags noch gibt.
Insgesamt sind die Jäger hier aber mittlerweile sehr vernünftig, finde ich (früher gabs noch so Vertreter, in deren Hand ich nur ungern Waffen gesehen habe und bei denen ich stark angezweifelt habe, dass die nüchtern in den Wald gezogen sind). Wäre auch nicht mein Hobby, aber wenn ich Kartoffeln und Gemüse vom hiesigen Bauern will muss ich froh sein, wenn die Jäger den Wildschweinbestand drücken, sonst gäbe es die nicht.
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Ich spoiler mal, sonst wird es wirklich zu sehr ein Dialog:
Spoiler anzeigen
Dass DNA von Curtis an dem Opfer gefunden wurde - und DNA von ihm auf ihr - ist klar. Das erklärt nichts. Bist Du schonmal gestürzt und hast Dir was aufgeschrammt, während Dein Hund dabei war - und kamst nicht gleich hoch? Ich schon. Das anschließende Bild wäre ähnlich gewesen.
Entscheidend wäre aus meinem laienhaften Verständnis gewesen: Welche DNA-Spuren hat man in tiefen Bisswunden gefunden. Und genau dazu find ich nix.
Dazu war die Rede von DNA Spuren eines weiteren Hunds, dazu find ich auch nichts weiter.
Ich finde nichts dazu, wieso Curtis in Gewahrsam genommen wurde und die anderen Hunde nicht. Und wie sichergestellt wurde, dass man genau die Hundeindividuen untersucht hat, die auch an der Jagd beteiligt waren.
Aber vor allem: Die Aussage, dass das erste Labor zu teuer sei, wurde lange getroffen, nachdem bereits Ergebnisse erwartet wurden. Und das in einem Fall, in dem es darum ging, dass ein schwangerer Mensch zu Tode gekommen ist. Und dann zog und zog es sich und wurde immer abstruser. Und das wird in den angeführten Links auch nicht erklärt.
Mir gehts nicht drum, dass Curtis auf Biegen und Brechen unschuldig sein soll. Oder die Hunde der Jagdgesellschaft auf Biegen und Brechen schuldig. Sondern darum, dass ich in den bisherigen Infos keine harten Fakten finde, die dazu ausreichen, den Sachverhalt zweifelsfrei aufzuklären. Und das die Untersuchung eben noch keinesfalls abgeschlossen ist.
Aber vor allem finde ich keine Erklärung dafür, dass das Ganze fast ein Jahr gedauert hat und so viele unbeantwortete oder nicht plausibel beantwortete Fragen offen lässt. Und nein - ich halte 50.000 ggf. eingesparte Euro bei der DNA Analyse (denen die Unterbringungskosten des Hunds, die Dauer des Verfahrens und damit verbunden die Zeit der Leute, die damit beschäftigt waren, auch noch gegenzurechnen sind) nicht für eine akzeptable Erklärung.
Und das ist es, was mich an dieser Sache so kolossal nervt. Da stehen Menschen dahinter, die um den Verlust eines geliebten Menschen und eines nicht zur Welt gekommenen Lebens trauern. Dass die einander nicht grün sind - nun, das soll vorkommen und Trauer kann sowas durchaus verschlimmern. Und Ungewissheit. Aber die Hetze von welcher Seite auch immer in welche Richtung auch immer - die nimmt mich mit. Genauso der nagende Verdacht, dass es für diese Menschen eben wegen de Umstände immer einen Zweifel geben wird. Mit sowas wollte ich nicht leben.
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Auch merkwürdig..... sein Gesundheitszustand lässt es nicht zu, eine Aussage bei der Staatsanwaltschaft zu geben.... eine Pressekonferenz ist aber kein Thema
Und das trägt an Info was zur Klärung des Falls bei?
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Nein, kann ich leider nicht vollständig lesen. Ich hoffe weiter auf eine Übersetzung. Aber rein vom Aufbau her habe ich die DNA Analysen nicht gefunden. Und in keinem der Artikel die Aussage, dass durch das DNA Gutachten die Schuld von Curtis positiv bewiesen wurde.
Keine Info dazu, wie sichergestellt wurde, dass man alle beteiligten Hunde und auch genau die der Jagdgesellschaft vorgestellt bekommen und die entsprechenden Proben entnommen hat.
Keine Infos dazu, wieso die Untersuchung so aufgebaut wurde, wie sie aufgebaut war und zu den Fragen bzw. Ungereimtheiten, die ich ja schon angeführt habe.
Die Links aus Frankreich - wie viel davon ist nicht social media? - die ich bisher gesehen habe, beantworten diese Fragen auch nicht. Sie malen ein Bild von Hund und Mensch E., liefern aber keine Fakten zum Untersuchungsgeschehen

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Ich kenne „Allmystery“
Und gerade die dort Mischung aus interessanten Fakten, Spekulation und der dort herrschenden Selbstherrlichkeit mag ich nicht besonders. Insbesondere auch, wenn die Fakten nicht mit gut verifizierbaren Quellen unterlegt sind.Ich will mir kein Bild von dem Mann machen, ich bin weder dessen Therapeut noch Priester noch Richter noch Henker. Ich möchte wissen, was genau in dem Untersuchungsbericht stand und eine plausible Erklärung dafür, warum die Untersuchung so abgelaufen ist wie sie abgelaufen ist. Eine, die plausibler ist als Einflussnahme. Ich wüsste gerne, was da passiert ist (was sich wahrscheinlich nicht erfüllen dürfte).