Ich sehe das zwiespältig. Optimal wäre es schon, wenn wir uns alle mehr vor Augen führen, wie viel Leid und Tod in der privaten Haustierhaltung steckt und jeder ein wenig versucht, das so gut wie es geht zu minimieren. Doch rein emotional ist ein getöteter geliebter Hund (oder Katze) einfach eine andere Hausnummer. Und unsere Fähigkeit zur Verdrängung von Obigem zieht sich ja durch alle Lebensbereiche, nicht nur die Haustierhaltung.
Aber ich teile die Ansicht, dass ein Bewusstsein dafür da sein sollte, dass man einen domestizierten Beutegreifer an der Leine hat. Nicht aus Whataboutism, sondern wegen der Hilflosigkeit und des Entsetzens, die ich öfter schon mal miterlebt habe, wenn der eigene Hund dann doch einmal ein Verhalten an den Tag legt, das das eigene Moralempfinden verletzt. Da leiden am Ende alle Beteiligten.
Was absolut nicht die Menschen entschuldigen soll, die um das Potenzial ihrer wissen (oder es zumindest kennen sollten), denen es aber zu wurscht ist, um adäquate Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Das ist aber eine Einstellungssache, keine Frage der Größe oder Rasse des gehaltenen Hunds.