Beiträge von Phonhaus

    Bei Ronja haben wir noch mitgeteilt bekommen, dass wir etwas Sambal Oelek aufs Katzenfutter tropfen sollen, um den Hund davon wegzuhalten. Und den Wassernapf ein paar Stunden wegstellen sollen.

    Das mit dem Wassernapf haben wir nicht gemacht, aber das Katzenfutter etwa halb/halb mit Harissa vermischt. War offenkundig lecker, wurde fein säuberlich ausgeschlabbert :ka:. Trinken musste sie auch ncit. Gereunken

    Ich habe "reizoffen" nie als was schlechtes empfunden. Ich finde es eher als eine Gabe. Ein Vorteil.

    Ich bin echt erstaunt, dass das so negativ besetzt ist.

    "Hohe Aufmerksamkeit" versus "Reizoffenheit".

    Ich glaub, wir schreiben ein wenig aneinander vorbei. Solltest Du mich meinen. Ich halte Reizoffenheit nicht für was Schlechtes oder negativ besetzt. Im Gegenteil. Die mir bekannten Leute, die hier mit Hütern und Jagdhunden arbeiten (alle noch „alter Schlag“) auch nicht. Die würden nur nicht das Wort „reizoffen“ benutzen. Nicht, weil es negativ besetzt wäre, sondern weils einfach nicht im Sprachgebrauch ist.

    Hmh. Freud hat die Erkenntnis, dass „das Ich nicht Herr im eigenen Haus ist“ als die 3. große narzisstische Kränkung der Menschheit bezeichnet. Ich denke, das ist es, was hier irgendwo trifft. Konditionierung funktioniert auch beim Menschen lebenslang. Er mag es halt nicht besonders, wenn er mit der Nase darauf gestoßen wird. Eben weil es da noch den Teil gibt, der nicht durch Konditionierung bestimmt (werden will) :smile:

    Und genau darauf dürfte diese Sendung setzen - auf die damit zwangsweise verbundene Provokation. Gerade auch dadurch, dass man einen recht plakativen Teil aus der Tierausbildung hernimmt. Vermute ich mal. Wirklich abendfüllend stelle ich es mir nicht vor.

    Anschauen würde ich es mir daher nicht, aber mich reizen diese Formate tatsächlich insgesamt nicht. Da guck ich lieber Star Trek bzw. nette Krimis und Geschichten.

    Aber ärgern muss man sich auch nicht drüber - denn damit sorgt man ja dafür, dass die Rechnung der Macher aufgeht (ich sag doch: Terrier :lol:).

    Ist einiges schon genannt worden. Ich denke, da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.

    1. Zucht auf andere Eigenschaften als Arbeits-/ und charakterliche Brauchbarkeit.

    2. Hunde mit gewünschter erhöhter Aufmerksamkeit für bestimmte Reize in Händen, in denen diese Fähigkeiten nicht abgefragt, nicht ausgebildet und nicht genutzt werden (sprich: Arbeitsrassen, mit denen nicht gearbeitet wird. Die rassespezifischen Eigenschaftennals „Reizoffenheit“ zu bezeichnen fällt auch nur da ein, wo sie nicht genutzt werden. Bzw. wo man in die Analyse gehen muss, um Anderen das Wesen des eigenen Hunds zu erklären).

    3. Ein hektischer und lauter werdendes Umfeld (ich hatte hier im Dörfchen mit Abstand von 25 Jahren Angsthunde. Da ich selbst ein sehr „reizoffener“ Mensch bin, höre ich sehr stark „mit den Ohren meiner Hunde“. Was sich da in dieser Zeit an permanentem Einkloppen auf die Sinne getan hat, ist der Wahnsinn).

    4. Subjektiv beobachtet: Mehr Hektik, Ungeduld, Reizbarkeit, Nervosität und erhöhtes Anspruchsdenken bei den Menschen. Spiegelt sich.

    5. Unklare Strukturen, unklare Anforderungen an den Hund. Auch subjektiv beobachtet: Dass viele Menschen „verlernen“, Körpersprache und Mimik authentisch zur Kommunikation einzusetzen.

    6. Ganz einfach auch der heutige Anspruch, für alles eine gute Erklärung zu haben :smile:

    Gibt bestimmt noch viel mehr. Das fiel mir so spontan ein.

    Hi, mit „Zweithund zog als Welpe ein“ kann ich nicht dienen, aber mit ein paar Tipps zur Leinenführigkeit. Ich habs da allerdings auch leicht, weil meine Althündin (nach 3-4 enervierenden Jahren) sehr verlässlich war, was auch immer als Zweites und ggf. Drittes dazu kam.

    Erstmal gibts die Möglichkeit, mit Bauchgurt zu arbeiten. Ich selbst mag das nicht, aber guck zum Beispiel mal im Swifferthread vorbei.

    Ich selbst hab immer darauf geachtet, Leinen mit unterschiedlicher Haptik zu haben, so dass ich quasi schon in den Fingern fühle, wer wo hängt. Meine alte Dame kennt es, beim Laufen an der Leine Positionen zugewiesen zu bekommen und läuft rechts oder links und vorne oder hinten gleichermaßen locker. Das war sehr praktisch, wenn ich die Hunde koordinieren wollte. Der Neuzugang hat erstmal die Position, die ihm am Meisten gelegen haben (oder die, die ich gerne von ihm gesehen habe), die alte Dame hat sich angepasst. So gab das kein Kuddelmuddel. Und ich arbeite gerne mit Leinenkorrekturen, da ist es auch sinnvoll, verschiedene Leinen zu haben (für mich jedenfalls).

    Was die Dynamik zweier lossprintender Hunde angeht: Da wirst Du anfangs beobachten müssen, was wen zum Sprint veranlasst und wie die sich beeinflussen. Und solche Situationen dann einzeln trainieren.

    Mehraufwand ist es schon. Hier hält der sich allerdings in Grenzen. Bzw. wird jetzt erst richtig spürbar, da die Seniorin doch ganz andere Bedürfnisse hat als die zweite Hündin.

    Hier herrscht keine dicke Freundschaft - war auch nicht erwartet - sondern wohlwollende Akzeptanz. Ich bin kein Freund von „die klären Konflikte unter sich“. Dafür ein großer Freund davon, das drinnen meistens Ruhe herrscht. Jetzt mit einer wirklich alten Hündin umso mehr.

    Sprich, ich hab schon immer im Blick, wer da wen scheel anguckt, den Weg versperrt, blicklich bedrängt,versucht, abzusplitten oder zu drängeln, wer nach wessen Leckerchen geiert etc. Da gibts erstmal den „ich sehe, was Du da tust“-Blick und der reicht mehrheitlich schon, Anpfiffe muss ich selten verteilen.

    Dann meinen wir da was Unterschiedliches. Aber letztlich wurscht, auch das sind ja alles nur menschliche Erklärungsversuche dessen, was zu beobachten ist.

    Letztlich ist natürlich rein körperlich bedingt beim Kampf ein Rausch im Spiel, wenn Du das meinst. Auch beim zielgerichteten Töten.

    Der Unterschied liegt für mich darin, ob der Hund noch kommuniziert oder nicht.