Hi, mit „Zweithund zog als Welpe ein“ kann ich nicht dienen, aber mit ein paar Tipps zur Leinenführigkeit. Ich habs da allerdings auch leicht, weil meine Althündin (nach 3-4 enervierenden Jahren) sehr verlässlich war, was auch immer als Zweites und ggf. Drittes dazu kam.
Erstmal gibts die Möglichkeit, mit Bauchgurt zu arbeiten. Ich selbst mag das nicht, aber guck zum Beispiel mal im Swifferthread vorbei.
Ich selbst hab immer darauf geachtet, Leinen mit unterschiedlicher Haptik zu haben, so dass ich quasi schon in den Fingern fühle, wer wo hängt. Meine alte Dame kennt es, beim Laufen an der Leine Positionen zugewiesen zu bekommen und läuft rechts oder links und vorne oder hinten gleichermaßen locker. Das war sehr praktisch, wenn ich die Hunde koordinieren wollte. Der Neuzugang hat erstmal die Position, die ihm am Meisten gelegen haben (oder die, die ich gerne von ihm gesehen habe), die alte Dame hat sich angepasst. So gab das kein Kuddelmuddel. Und ich arbeite gerne mit Leinenkorrekturen, da ist es auch sinnvoll, verschiedene Leinen zu haben (für mich jedenfalls).
Was die Dynamik zweier lossprintender Hunde angeht: Da wirst Du anfangs beobachten müssen, was wen zum Sprint veranlasst und wie die sich beeinflussen. Und solche Situationen dann einzeln trainieren.
Mehraufwand ist es schon. Hier hält der sich allerdings in Grenzen. Bzw. wird jetzt erst richtig spürbar, da die Seniorin doch ganz andere Bedürfnisse hat als die zweite Hündin.
Hier herrscht keine dicke Freundschaft - war auch nicht erwartet - sondern wohlwollende Akzeptanz. Ich bin kein Freund von „die klären Konflikte unter sich“. Dafür ein großer Freund davon, das drinnen meistens Ruhe herrscht. Jetzt mit einer wirklich alten Hündin umso mehr.
Sprich, ich hab schon immer im Blick, wer da wen scheel anguckt, den Weg versperrt, blicklich bedrängt,versucht, abzusplitten oder zu drängeln, wer nach wessen Leckerchen geiert etc. Da gibts erstmal den „ich sehe, was Du da tust“-Blick und der reicht mehrheitlich schon, Anpfiffe muss ich selten verteilen.